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Öffnung kostet 735.000 Euro

Ulmen. Der Stollen, der das Ulmener Maar und den Jungfernweiher verbindet, könnte ein touristischer Anziehungspunkt werden, wenn die Stadt eine großzügige Förderung zum Ausbau bekommen würde, so Stadtbürgermeister Thomas Kerpen, der für die Umsetzung eine 90-prozentige Förderung voraussetzt.

Bei einer geschätzten Investitionssumme von mehr als 735.000 Euro, wäre die notwendig, um den rund 130 Meter langen Stollen sicher begehbar zu machen. "Das wäre einzigartig, um vom jüngsten zum ältesten Maar zu gelangen", beschreibt Stadtbürgermeister Thomas Kerpen den möglichen touristischen Stellenwert. Der Stollen, und ein zurzeit noch vom Jungfernweiher in den Stollen hineinragendes Rohr, verbinden beide Gewässer, deren Wasserstand dadurch reguliert wird.

Im Rahmen einer Studie hat Dr. Peter Rosner - vom für eine Machbarkeitsstudie beauftragten Ingenieurbüro Heitfeld-Schetelig - die Eckpunkte für eine Öffnung vorgestellt. Dazu gehören unter anderem eine Firstsicherung in Teilbereichen durch Spritzbeton oder ein Sicherheitsnetz, die Verlegung einer Wasserleitung, die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs und die Einrichtung eines Schauraums zwischen den Bereichen des devonischen Gesteins und dem Tuffgestein. "Es ist viel händische Arbeit", so der Experte, der von einem geologischen und naturhistorischen interessanten Projekt spricht. Der Ausbau dürfte nach jetzigen Schätzungen rund ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.

Fotos: Pauly

www.stadt-ulmen.de

 

 

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Kommentar von Andreas Kiefer
Bei den Kosten wurde eine naturschutzfachliche Planung gar nicht berücksichtigt. Grundsätzlich ja eine schöne Idee, aber wie will man den Lebensraum seltener Tiere, wie die dort überwinternden Fledermäuse ersetzen? Welches fachkundige Büro begleitet die Maßnahme? Fragen über Fragen...
Kommentar von Christine züllich
Warum die Natur nicht einfach mal in Ruhe lassen...V