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Ein Dorf protestiert

Pünderich. Die Pündericher Bevölkerung wehrt sich gegen die beabsichtigte Schließung der Grundschule. Weil der SWR einen Beitrag über den Protest dreht, zeigten rund 200 Pündericher - vom Kindergarten- bis ins Rentenalter - Flagge.

"Schulen dürfen kleiner sein", skandierten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Pünderich. Das hofft auch die Schulelternsprecherin Heike Lenz. "Ich gebe die Hoffnung erst auf, wenn die Schließung schriftlich bestätigt ist", sagt die Mutter von zwei Schulkindern, die von der großen Solidarität der Pündericher angetan ist. "Ich könnte niemanden nennen, der bei unserer Unterschriftenaktion nicht mitgemacht hat", so die Schulelternsprecherin, die auch in VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon einen großen Unterstützer hat. "Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) ist von einer falschen Schulbindungsquote ausgegangen - zu unseren Ungunsten. Kinder aus Briedeler Heck und Meiermund gehen in Büchenbeuren und Sohren zur Schule und das ist ja auch sinnvoll. Zudem ist die ADD von falschen Schülerzahlen ausgegangen, die wir belegen konnten. Auf das Ergebnis der Prüfung warten wir noch", erklärte Simon, der im Fall der Fälle als Schulträger auch den juristischen Weg beschreiten will. "Seit Ende des vergangenen Jahres ist die Schule in Pünderich auch eine Betreuende Grundschule", so der Bürgermeister, der mit dieser Vorgabe auch eine Attraktivitätssteigerung der Grundschule verbindet. Rund 80.000 Euro pro Jahr nimmt die VG dafür jährlich in die Hand - einstimmig im VG-Rat verabschiedet. Im aktuellen Haushalt sind zudem 65.000 Euro für Sachkosten der Schule eingestellt, die nicht nur Simon gerne ausgeben würde. "Weil uns dies Schule das wert ist", fasst es der VG-Bürgermeister. 

Foto: Pauly

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