Was nach dem Tod mit dem Körper geschieht

Es ist ein schwieriges Thema. Dennoch betrifft es am Ende jeden. Wenn auch weniger den eigenen, als den Tod nahestehender Bekannter, Freunde oder Verwandter. Doch was genau passiert nach dem Tod und was kommt bei einer Beerdigung auf einen zu?

Meist werden Tote noch eine Zeitlang in Trauerhallen aufgebahrt.

Der letzte Atemzug entweicht, das Gesicht wird ausdruckslos, die Farbe weicht aus allen Gliedmaßen. Die Person neben dem Totenbett hält die Hand des Verstorbenen noch einen Augenblick länger und streicht dann sanft mit der anderen Hand die Augenlieder zu. Der Tod ist ein sehr intimes und persönliches Geschehen. Ein Abschied, der endgültig ist.

Doch während einige schon vorher angefangen haben voneinander Abschied zu nehmen, benötigen andere noch zusätzlich Zeit. Daher entscheiden sich manche für die Aufbahrung des Toten, um noch länger Abschied zu nehmen. Dennoch muss nach dem Tod zunächst unmittelbar der Arzt verständigt werden, der den Tod offiziell feststellen muss. Im Anschluss ist ein Bestattungsunternehmen zu verständigen. Jeder sollte sich hier bewusst sein, dass Bestatter hygienische Aspekte zu berücksichtigen haben. Für gewöhnlich wird beim Abholen des Leichnams dieser daher einfach in einen Plastik-Leichensack gesteckt. Für die Hinterbliebenen kann dies ein schockierender Anblick sein.

Abschied nehmen

Wer sich das ersparen möchte, sollte vorher mit dem Bestattungsunternehmen sprechen. Einige geben die Möglichkeit den Leichnam wenigstens in einem Zinksarg abzuholen. Dies wirkt oftmals menschenwürdiger und tröstlicher für die Hinterbliebenen. Bei dem Wunsch zu Hause Abschied nehmen zu können, kann der Tote auch bis zu 36 Stunden zu Hause aufgebahrt werden.

Häufig wird allerdings die Aufbahrung in einer Trauerhalle gewählt. 90 Prozent entscheiden sich dabei für eine geschlossene Aufbahrung. Bei einer offenen Aufbahrung kann auch von der Person selber noch einmal Abschied genommen werden.

Die klassische Beerdigung ist immer noch am häufigsten.

Dazu wird sie vom Bestattungsunternehmen extra hergerichtet, gewaschen, angezogen und geschminkt. Da diese Leistungen immer gebracht und auch abgerechnet werden, sollten gerade Familien mit weniger Geld darauf achten, dass diese Leistungen auch tatsächlich erbracht wurden.

Auch insgesamt bringt der Tod der nahestehenden Person noch jede Menge weitere Kosten mit sich. Von der Ausstellung notwendiger Dokumente wie Totenschein und Sterbeurkunde bis hin zu Kosten für Trauerfeier und der Bestattung selbst. Dabei sind die Gesamtkosten natürlich auch von der Art der Bestattung abhängig. Während für eine Einäscherung Kosten zwischen 200 und 600 Euro anfallen, kommen bei einem Begräbnis alleine für den Grabstein bereits zwischen 1.200 und 10.000 Euro zusammen.

Welche Bestattungsart gewählt wird, sollte dabei vor allem von den Wünschen des Verstorbenen abhängig gemacht werden. So hat jeder die Möglichkeit ein Stück weit mitzubestimmen, was nach dem Tod mit dem eigenen Körper passiert.

Verschiedene Bestattungsarten

Die einzelnen Bestattungsarten zeigen hier verschiedene Vor- und Nachteile. Als eine der gängigsten gilt die Erdbestattung. Dazu wird der Leichnam in einem Sarg untergebracht. Grundvoraussetzung ist, dass der Sarg aus einem zersetzbarem Material besteht. Auf dem Friedhof wird der Sarg in das ausgehobene Loch hinabgelassen.

Baumbestattungen sind vor allem in Großstädten beliebt.

Der Vorteil ist, dass sich alle Personen am offenen Grab vom Verstorbenen verabschieden können. Zudem bleibt ein Ort, den man besuchen kann. Je nach Bodenbeschaffenheit und Belüftung des Grabens ist der Leichnam nach 10 bis maximal 40 Jahren verwest. Knochenreste bleiben oft noch länger bestehen. Durch den zusätzlichen Zerfall des Holzsargs muss das Grab jedoch nach einiger Zeit wieder aufgeschüttet werden. Und generell gehört diese Bestattungsart zu den pflegeaufwendigeren Optionen. Bei Angehörigen, die weiter weg wohnen oder über sehr wenig Zeit verfügen, werden zusätzliche Kosten für Pflege notwendig.

Zunehmend finden immer häufiger Urnenbestattungen statt. Die Grundlage dafür ist eine Feuerbestattung. Der Leichnam wir in einem leicht brennbaren Sarg im Krematorium verbrannt. Zuvor können die Hinterbliebenen in einem Aufbahrungsraum Abschied nehmen. Bis zur eigentlichen Verbrennung wird der Körper in einem extra Kühlraum bei 5 °C aufbewahrt. Die eigentliche Kremierung dauert dann bis zu drei Stunden. Die Temperatur in dem Gasofen beträgt 650 °C, kann aber aufgrund des verbrennenden Körpers auf bis zu 1000 Grad ansteigen. Und am Ende bleiben 1,7 bis 1,4 kg Knochenasche übrig. Eventuelle Metallteile im Körper werden vorher mit einem Magneten rausgefischt.

Wie mit der Asche verfahren wird, ist dann noch eine weitere Frage. Die Urne kann wie bei einer normalen Beerdigung in einem Grab bestattet werden. Dies wird als Feuerbestattung bezeichnet. Bei einer Baumbestattung wird die Urne im Wurzelwerk des Baumes beigesetzt. Somit steht ein bestimmter Baum mit dem Verstorbenen in Verbindung und dient als Erinnerungsort. Der Platzbedarf ist hier wesentlich geringer und ein Pflegebedarf nicht vorhanden. Die Bäume wachsen von selbst und werden je nach Art mehrere hundert Jahre alt. Somit sind Baumbestattungen günstige und langfristige Optionen die ewige Ruhe zu finden.

Eine weitere Art der Urnenbestattung ist die Seebestattung. Diese wurde früher häufig bei Seefahrern praktiziert, kann aber auch von allen anderen, die einen Bezug zum Meer haben, gewählt werden. In diesem Fall wird die Urne der Ost- oder Nordsee beigesetzt.

So bleibt am Ende vom Körper nichts weiter als Erde, Asche und Staub. Das woraus wir nach Gottes Worten geschaffen wurden, dahin kehren wir wieder zurück.

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