Wegweiser durch den Dschungel der Online-Casinos

Online-Casinos erfreuen sich wachsender Beliebtheit und sprießen wie das buchstäbliche Kraut aus dem Boden. Von ungefähr kommt diese Entwicklung nicht, steigt die Nachfrage doch ständig. Bei der Wahl des passenden Online-Casinos ist manchmal jedoch guter Rat teuer. Neben vielen Spielertipps bzw. klassischen Gewinntipps, deren Seriositätslevel mit Blick auf das Glücksspiel doch fraglich ist, gibt es einige wichtige Hinweise, die zu beachten sind, bevor die Tür zum virtuellen Casino sich öffnet. Welche das sind, verrät dieser Ratgeber.

1.)    Sicherheit rund ums Thema Finanzen und Daten

Für den bedachten Online-Casino-Gänger sind zwei Faktoren entscheidend:

  • Zum einen muss das Online-Casino volle Zahlungssicherheit gewährleisten.
  • Zum anderen soll der Gewinn dann möglichst auf Knopfdruck erfolgen.
Für Freunde des Glücksspiels ist es wichtig, wie das Geld zum Casino kommt und wie es zurückfließt.

Soweit zu den Wünschen, doch wie reagiert der Markt darauf? Mit einer ganzen Reihe an Zahlungsoptionen – zumindest für den Zahlungseingang. Dem PayPal Casino folgen klassische Optionen wie etwa die Kreditkarte, die Softüberweisung oder Giropay. Daneben hat sich ein breiter Markt an Zahlungsanbietern entwickelt, die ihre Dienste anbieten. E-Geld-Institute ermöglichen einen einfachen und dabei auch sicheren Zahlungsverkehr. Bei den Auszahlungssystemen ist die Liste deutlich kleiner. Wichtigstes Entscheidungskriterium bei der Wahl des Ein- und Auszahlungsdienstleisters ist (neben der Sicherheit) auch die Gebührenfrage. In der Regel fällt eine Gebühr an, wenn der Gewinn ausbezahlt werden soll.

2.)    Lizenzen als wichtiger Faktor des Fair Plays

Wer sich einen groben Überblick über das Lizenzwesen der Online-Casinos verschaffen will, der wird schnell merken: Häufig werden Online-Casinos mit einer Lizenz aus Malta oder Gibraltar betrieben. Die Ansprechpartner sitzen aber nicht selten in London. Doch der Schein, dass es einfach wäre, eine Glücksspiellizenz zu erhalten, trügt. Um die Lizenz zu erhalten und auch zu behalten, wird ein recht hoher Aufwand betrieben. Der Betreiber wird sprichwörtlich auf Herz und Nieren getestet und das heißt:

-    Er muss die Fairness seiner Spiele nachweisen.
-    Er muss die Sicherheit der verwendeten Software nachweisen.
-    Er muss seine Referenzen offenlegen.
-    Er muss sich an die Regularien im Zahlungsverkehr halten.

Wichtig sind die Lizenzmodelle vor allem auch, um einem fairen Geschäftsmodell zu folgen.

Ein einfacher Schrieb reicht nicht aus, um die genannten Punkte nachzuweisen. Dokumente, die Finanzielles oder Persönliches offenlegen, werden von Fachanwälten überprüft. Wichtig ist, einwandfrei feststellen zu können, dass keine Fälschung vorliegt. Die Finanzkraft des Betreibers ist entscheidend und für die Prüfer von größter Bedeutung. Denn nur wenn der Betreiber liquide ist, können die Spieler auch ihre Gewinne abrufen. Beliebte Online-Casino-Software stammt häufig von Microgaming oder Playtech.

Die folgende Aufstellung zeigt die bekanntesten drei Lizenzen im Direktvergleich:

Alderney Lizenz: Die britische Insel Alderney folgt den Gesetzen des Vereinigten Königreichs. Die Alderney Gaming Control Commission gibt es seit dem Jahr 2000. Die Alderney Lizenz ist besonders schwer zu bekommen, bietet dann aber den Spielern den größtmöglichen Schutz.

Gibraltar Lizenz: Etwa 200 Lizenzen hat die britische Kolonie Gibraltar seit dem Jahr 1998 ausgegeben. Diese gehen vornehmlich an erstrangige Großunternehmen. Auch eine Erfolgsbilanz im Glücksspiel ist wichtig, um eine Gibraltar Lizenz zu erhalten.

Malta Lizenz: Die Malta Lizenz ist so alt wie die Alderney Lizenz. Eine Besonderheit der Malta Lizenz ist die Fünf-Jahres-Regel, die besagt, dass der Glücksspielanbieter alle fünf Jahre zum Check muss. So wird gewährleistet, dass das faire Verhalten von langfristiger Natur ist.

Ja, es gibt auch andere Glücksspiellizenzen, allerdings liegt bei Lizenzen, die beispielsweise von Curacao ausgegeben werden, die Messlatte deutlich niedriger. Das heißt: Die Spieler haben hier deutlich weniger Schutz. Wer neu einsteigt, sollte auf eine europäische Glücksspielbehörde setzen.

3.)    Mehrere Accounts sind erlaubt, aber nur in verschiedenen Casinos

Wer sich gleich bei mehreren Online-Casinos registriert, sollte auf vielseitige Spieloptionen achten. Manche offerieren sogar Live-Spiel-Ambiente.

Zugegeben, es ist eine pfiffige Idee, um an den Bonus zu kommen, der vor allem Neukunden gerne offeriert wird. Die Rede ist davon, sich nicht nur einmal im Online-Casino zu registrieren, sondern gleich mit mehreren Accounts. Eine klare Absage zu diesem Verhalten gibt es seitens der Betreiber, die ihren Kunden fair begegnen (siehe Lizenzen) und auch ein faires Spielerverhalten einfordern. Die Folgen, wenn man erwischt wird? Die Boni sind weg, aus dem Casino wird der Nutzer ausgeschlossen und im schlimmsten Fall hat er dann auch noch eine entsprechende Strafe zu bezahlen.

Variante 2 der Mehr-Account-Spieler ist, sich in mehreren Online-Casinos zu registrieren. Ist das erlaubt? Ja, das ist es. Jeder Glücksspieler darf sich in mehreren Online-Casinos anmelden. Viel mehr noch darf er sogar in Schwester- oder Partnercasinos spielen, wenn dies nicht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen explizit ausgeschlossen wird.

Größere Gewinnoptionen und breitere Auswahloptionen sind die Vorteile von Mehrfahrregistrierungen in diversen Online-Casinos. Allerdings sorgt das Spielen in mehreren Online-Casinos auch für deutlich mehr Organisationsaufwand. Experten raten zu maximal zwei oder drei Anbietern. Tipp: Diese sollten vor allem mit Blick auf die Benefits, aber auch auf die Range der Spiele ausgewählt werden. So erhöhen sich nicht nur die Gewinnchancen sondern auch die Spielspaßfreuden. Diese gibt’s im Übrigen auch hier – in der Gewinnspielecke des Wochenspiegels.

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