Servicetexte

So geht’s: Respekt und Offenheit

Wenn Azubis aus verschiedenen Kulturen in einer Firma arbeit

Servicetexte. Viel wird über Integration geredet. Doch was können Azubis tun, damit sie wirklich gelingt? Denn davon hängen Betriebsklima und auch die eigenen Perspektiven ab.

In vielen Berufen sind junge Migranten und auch Flüchtlinge höchst willkommen: in der Pflege, im Handwerk, im Gastgewerbe und anderen mehr. Freie Stellen können längst nicht immer mit Einheimischen besetzt werden, und viele Chefs schätzen die hohe Motivation der Zuzügler. Es bedeutet, dass Azubis ganz unterschiedlicher Herkunft im ausbildenden Unternehmen und in der berufsbildenden Schule einander begegnen, um miteinander zu lernen. Aber es bedeutet auch, dass sich einige Azubis schwer tun: Sie kennen andere Kulturen nicht oder kaum und gehen nicht wertschätzend mit ihnen um.

In der Neugier liegt die Stärke

Wer den jeweils anderen jedoch mit Freundlichkeit und Interesse betrachtet, der tut nicht nur dem Gegenüber etwas Gutes, sondern auch sich selbst. Gelassenheit im Umgang mit  Unterschieden signalisiert in jedem Beruf Lösungsorientierung und Verantwortungsbereitschaft. Das kommt gut – auch bei den Ausbildern und Personalern, die am Ende über die eigene Karriere entscheiden. Soziales Fingerspitzengefühl ist in fast allen Berufen ein Muss. Wer gegen Mit-Azubis stänkert, nur weil sie vielleicht anders sind als er selbst, ruiniert das Betriebsklima und den Schulfrieden… garantiert kein Pluspunkt.

Integration ist keine Einbahnstraße

Doch vor allem Jugendliche, die wenig Kontakt mit Gleichaltrigen aus anderen Kulturen hatten, können durchaus verunsichert sein. Dann hilft es, den Ausbilder oder einen Berufsschullehrer des Vertrauens um Vermittlung und Unterstützung zu bitten. Denn eine Ausbildung dreht sich nicht allein um das Fachwissen, sondern genauso um die Entwicklung der „weichen“ Fähigkeiten wie gegenseitigen Respekt und Toleranz.

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