Kampf für die Abschaltung des belgischen Pannenreaktors

Die Menschen in der Region sind stark beunruhigt, wenn Sie an die Auswirkungen eines Reaktorunfalls von Tihange 2 denken. Der belgische Reaktor liegt lediglich knapp 60 Kilometer von der Landesgrenze bei Aachen und Monschau entfernt. Deshalb verfolgt der Wochenspiegel die Diskussionen, Aktionen und die juristischen Schritte intensiv. An dieser Stelle finden Sie eine Dokumentation der Geschehnisse, Hintergrundinformationen und immer wieder aktuelle Entwicklungen.

Die Weiss-Gruppe, zu der der Wochenspiegel gehört, engagiert sich nicht nur publizistisch. Als erstes Unternehmen ist die Weiss-Druck GmbH & Co. KG der Klage der Städteregion Aachen gegen den Reaktor beigetreten. Und wer das Firmengebäude in Monschau-Imgenbroich betritt, sieht als erstes eine „Tihange-Aus“-Säule, mit der jeder das Atomkraftwerk symbolisch abschalten kann.

Dem Unternehmen geht es dabei nicht darum, Hysterie zu schüren oder pauschal gegen Atomkraft zu kämpfen. Der Sicherheitsstandards des belgischen Kraftwerks hingegen ist Anlass des Protestes.

Klagebeitritt: Positive Resonanz

Imgenbroich. In der Lokalzeit Aachen berichtete der WDR über den Beitritt der Weiss-Druck GmbH & Co. KG zur Klage gegen das belgische Atomkraftwerk Tihange. Die Reaktionen sind durchweg positiv. Imgenbroich. Weiss-Druck ist der Klage der Städteregion Aachen als erstes Unternehmen beigetreten. Im Lokalzeit-Bericht stellte Martina Schmitz, Prokuristin der Weiss-Druck GmbH & Co. KG, im Hinblick auf einen atomaren Unfall fest: »Das würde für die Unternehmensgruppe Weiss auch den Super-Gau bedeuten. Das muss man ganz klar so sagen.« Sie betonte, dass die Unternehmensgruppe Weiss für Zukunft stehe. Alleine in Imgenbroich sind rund 700 Mitarbeiter beschäftigt. »Ein GAU hätte dramatische Konsequenzen für jeden einzelnen Mitarbeiter, weil die Leute hier in aller Regel Eigenheime gebaut haben, die vielleicht noch finanziert werden - und die wären dann von jetzt auf gleich nichts mehr wert«, ergänzte Personalleiter Peter Jakobs. Nach der Berichterstattung in der Lokalzeit habe es durchaus interessierte Reaktionen aus Handel und Gewerbe gegeben, so Jakobs: »Mehrfach kam die Frage auf, ob man sich der Klage anschließen könne. Die Interessenten haben wir an Helmut Etschenberg und Co. weitergeleitet.« So habe etwa ein Besitzer mehrerer Immobilien Bedenken wegen einer möglichen Wertminderung seiner Häuser geäußert. Der Lokalzeit-Bericht kann in der Mediathek abgerufen werden. http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-aachen/video-erstes-unternehmen-klagt-gegen-tihange-100.htmlIn der Lokalzeit Aachen berichtete der WDR über den Beitritt der Weiss-Druck GmbH & Co. KG zur Klage gegen das belgische Atomkraftwerk Tihange. Die Reaktionen sind durchweg positiv. Imgenbroich. Weiss-Druck ist der Klage der Städteregion Aachen als…

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