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2017: Rückblick auf ein turbulentes Jahr

Trier. Drama, Entertainment, Skandale, Sport und Politik hielten uns im Jahr 2017 in Atem. Die wichtigsten Ereignisse auf einen Blick:

Januar:

Gute Nachrichten zum Jahresbeginn: Am 11. Januar wird nach neunjähriger Bauzeit die Hamburger Elbphilharmonie eröffnet. Nichts Neues gibt es vom Flughafenbau in Berlin – aber das wird sich auch das ganze Jahr nicht ändern. Am 20. Januar findet die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Trump statt, die sogleich zu Diskussionen über die Anzahl der Zuschauer führt. Die Trump-Beraterin Kellyanne Conway prägt den Begriff der "alternative facts". In Deutschland wird Martin Schulz erstmalig als möglicher Kanzlerkandidat der SPD genannt.

Februar:

Der ehemalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier wird am 12. Februar von der Bundesversammlung zum neuen Bundespräsidenten gewählt. Die NASA entdeckt in knapp 40 Lichtjahren Entfernung eine Anzahl potenziell bewohnbarer Planeten im System Trappist-1.

März:

Briten und EU streiten um die Rechte ihrer jeweiligen Bürger nach dem Brexit. Ändern wird sich daran kaum etwas, während des gesamten Jahres kommen die Verhandlungspartner nur unwesentlich voran. Der deutsche Automobilhersteller Opel wird Teil der französischen PSA-Gruppe. Bei der Parlamentswahl in den Niederlanden gewinnt die konservative VVD. Die Rechtspopulisten um Geert Wilders scheitern. Das Verhalten des US-Präsidenten Trump beim Zusammentreffen mit Bundeskanzlerin Merkel sorgt für Irritationen.

April:

Ein recht ruhiger Monat. Ein Anschlag auf den Mannschaftsbus der Fußballer des Dortmunder BVB bestimmt die Nachrichten in der ersten Monatshälfte. In der zweiten Monatshälfte diskutiert die Öffentlichkeit, welchen Sinn vorgezogene Neuwahlen in Großbritannien hätten.

Mai:

Prinz Philip, Duke of Edinburgh und Ehemann der britischen Königin, kündigt im Alter von 96 Jahren an, in den vorgezogenen Ruhestand wechseln zu wollen. Am 7. Mai können Franzosen und Europäer aufatmen: Emmanuel Macron setzt sich als bekennender EU-Unterstützer bei den französischen Präsidentschaftswahlen durch. Die Rechtspopulisten scheitern auch hier. Am 22. Mai findet in Manchester ein Anschlag während eines Konzerts von Ariana Grande statt, bei dem 23 Menschen ums Leben kommen.

Juni:

Die USA kündigen ihren Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen an. Während des Champions-League-Finales kommt es beim Public-Viewing in Turin zu einer Massenpanik. 600 Menschen werden verletzt. In Großbritannien finden die vorgezogenen Neuwahlen statt, die den regierenden Konservativen den Verlust der absoluten Mehrheit bescheren. Am 16. Juni verstirbt der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl.

Juli:

Beim Wirtschaftsgipfel der G20-Nationen in Hamburg kommt es ab dem 6. Juli zu gewalttätigen Ausschreitungen.

August:

Fipronil in aller Munde – in jeder Hinsicht. Deutsche Verbraucher sorgen sich um gesundheitlich bedenkliche Rückstände in Hühnereiern. In der Folge nehmen einige Händler Eier vorsorglich ganz aus dem Angebot. Am 15. August beantragt die Fluggesellschaft Air Berlin die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Der Flugbetrieb wird zunächst fortgesetzt, da der Bund übergangsweise 150 Millionen Euro Kredit gewährt. "Niemand hasst von Geburt an jemanden aufgrund dessen Hautfarbe, dessen Herkunft oder dessen Religion", zitiert Ex-US-Präsident Obama den Südafrikaner Nelson Mandela und wird damit bei Twitter zum Rekordhalter der meisten "Likes".

September:

Nordkorea beunruhigt die Welt, aber vor allen Dingen Japan und die USA, durch erneute Kernwaffentests. Am 24. September finden in Deutschland Bundestagswahlen statt, die für die großen Parteien erhebliche Stimmverluste bedeuten. Die SPD schließt in der Folge eine mögliche große Koalition mit der CDU aus. CDU/CSU, FDP und Grüne verhandeln über eine mögliche "Jamaika-Koalition" aus Schwarz, Gelb und Grün.

Oktober:

Mit Wirkung zum 1. Oktober gibt es mehr Rechte für Schwule und Lesben in Deutschland: Der Bundestag hatte im Juni  mit überwältigender Mehrheit die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe beschlossen. Ein Unabhängkeitsreferendum in Katalonien sorgt für Unruhe in Spanien. Am 27. Oktober stimmen die Katalanen dafür, das Wahlergebnis wird weder in Spanien noch in Europa anerkannt. Die Fluggesellschaft Air Berlin stellt ihren Betrieb ein, große Teile sind an die Lufthansa verkauft worden.

November:

Kein Friedenspfeifchen zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen: Trotz Übereinstimmung hinsichtlich einer möglichen Cannabis-Legalisierung scheitern die Jamaika-Verhandlungen. Der englische Prinz Harry, zweiter Sohn des Thronfolgers Charles, gibt seine Verlobung mit der amerikanischen Schauspielerin Meghan Markle bekannt. Markle ist bereits geschieden, Königshaus und britische Öffentlichkeit tragen diesen Tabubruch mit Fassung.

Dezember:

Die USA erkennen  Jerusalem als Hauptstadt Israels an. Die Palästinenser rufen zu Widerstand auf.

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