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Ein Song, der die EM gewinnen soll

Trierer Rapper machen eigenes Lied zur Fußball-Europameister

Trier. Mit ihrem Song "Siegertypen" wollen die Rapper "Crisis" und "Akademik" ihren Beitrag zur Fußball-EM leisten. Seit dem 27. Mai ist das Lied bei Youtube, iTunes und auf Spotify verfügbar. Grund genug für den WochenSpiegel, mit den beiden Trierern über Fußball, die anstehende EM und Mario Götze zu reden.

Christian Tölle (19) und Moritz Leopolder (25) – wie "Crisis" und "Akademik" im richtigen Leben heißen – lieben Musik. Kennengelernt haben sie sich vor ein paar Jahren im Jugendtreff im Trierer Weidengraben. Dort gibt es ein kleines Tonstudio. Leopolder wurde für den jüngeren Christian schnell zum Leitbild für sein nachfolgendes Projekt. Gemeinsam produzierten sie die ersten Songs von "Crisis", die auf der LP "Krisentape Vol. I" veröffentlicht wurden. Einige Zeit später folgte mit "Triple A – Alles Auf Anfang" das erste gemeinsame Album der beiden Trierer Jungs.

Herzensangelegenheit

Neben der Musik ist Fußball die zweite große Leidenschaft der beiden. Die Idee, einen eigenen EM-Song zu machen, lag da nicht allzu fern. "Das war schon eine Herzensangelegenheit", sagt "Crisis". Mit ihrem Song möchten die beiden zeigen, dass Fußball Menschen überall auf der Welt miteinander verbindet und für Zusammenhalt sorgt. "Die deutsche Fußballnationalmannschaft ist bunt und multikulturell. Unsere Jungs zeigen, dass das funktioniert und vermitteln ein Gefühl der Zusammengehörigkeit", so "Crisis".

Song soll abgehen

Mit ihrem Lied möchten die beiden Rapper, die zeitgleich auch als Musikproduzenten tätig sind, unter anderem "dieses Sommer- und Autokorso-Feeling rüberbringen, das zu jeder EM und WM dazugehört", wie sie erklären. "Deshalb haben wir auch eine elektronische Nummer gewählt, die Party-Stimmung macht. Vom Tempo her ist ‚Siegertypen‘ vergleichbar mit den 'Atzen', aber es gibt bei uns zudem auch einige technisch versierte Rap-Einlagen. Das Klanggerüst wiederum erinnert ein wenig an Calvin Harris", erklärt "Akademik".

"Siegertypen" kein Zufall

Der Songname "Siegertypen" ist dabei kein Zufall. "Wir wollen mit dem Lied die EM gewinnen", sagt "Crisis" grinsend und fügt hinzu: "Wir glauben, dass unsere Mannschaft das Potenzial hat. Das sind Siegertypen – und das soll der Song ausdrücken." Eine politische Message habe ihr Lied allerdings nicht, wie "Akademik" betont. "Die einzige Botschaft, die unser Song beinhaltet, ist die, dass die Leute Spaß am Fußball haben sollen." Für Fußballfans dürfte "Siegertypen" ein ganz besonderes Highlight bereithalten. Am Ende des Liedes ist nämlich die Moderation zum WM-Tor von Mario Götze im Jahr 2014 zu hören. "Die Moderation war sehr emotional. Sie soll in unserem Song die Gefühle der WM in die EM transportieren – mit hoffentlich dem gleichen Ergebnis", erklärt "Crisis".

Arbeitsteilung

Im Februar haben die beiden angefangen, an "Siegertypen" zu arbeiten. Seine jeweiligen Rap-Parts schrieb jeder selbst. "Akademik" komponierte den Beat. '"Crisis" war für den Feinschliff am Ende zuständig. "Der Song ist in Arbeitsteilung entstanden", sagt "Akademik". Offiziell erschienen ist "Siegertypen" am 27. Mai. Kaufen kann man den Song bei iTunes und im Amazon-Store. Beim Strea-mingdienst "Spotify" und beim Portal "Youtube" kann man sich den Song kostenlos anhören. "Wir möchten uns finanziell nicht an dem Lied bereichern, deshalb stellen wir es auch kostenfrei bei Streamingdiensten zur Verfügung", erkärt "Akademik" und fügt hinzu: "Leider ist es aber so, dass viele denken, wenn etwas umsonst ist, kann es auch nicht gut sein. Wir haben viel Zeit, Energie und Herzblut in das Lied gesteckt, das würde der Sache nicht gerecht werden. Und wir möchten natürlich viele Leute erreichen mit dem Song."

Infos zu den Jungs gibt es bei Facebook unter "Crisis" und  "Akademik".

Lyriks

Crisis:
Es wird Zeit für den großen Pokal – uns sind rote Rosen egal
Wir kämpfen für Siege, am Ende der Titel, guck die Fahne hängt hoch im Regal
Ein Land, ein Team, eine Mannschaft – ein Ziel, wir sind standhaft
Von Norden bis Süden, von Westen bis Osten, wir feiern es mit der Verwandtschaft
Denn ob Neuer, ob Özil, ob Sami Khedira, unser Team spielt in ’ner anderen Liga
Ihr holt die Trophäe, sie ist in greifbarer Nähe, mit euch sind wir niemals Verlierer
Schwarz-Rot-Gold, die deutsche Fahne, unsere Mannschaft auf jeder Leuchtreklame
Denn egal ob Native oder Refugee – unser Team führt uns jetzt zum Sieg

Refrain:
Tor für Tor ins Finale – und wir heben die Fahne
Denn wir sind Siegertypen, wir sind Siegertypen
Tor für Tor ins Finale – und wir heben die Fahne
Denn wir sind Siegertypen, wir sind Siegertypen
Da da...

Akademik:
Flashback 2/14, Meistermoment – allerbeste Zeit für die Fans
Schürrle, Podolski, Müller und Hummels, bereit für das Wunder im Reich der Ardennen
Eine Mannschaft, ein Sommer, goldene Tage – volle Tribünen, Hoffnung für Jahre
Toulouse und Nice – von Bordeaux bis Paris – mit ’nem Tor, das du schießt zum Erfolg sprechen Taten
Wir ziehn‘s durch, die and‘ren reden viel – jeder Sieg ein Schritt auf dem Weg zum Ziel
Pokern und Dribbeln – zu Europas Gipfeln, Konzentration bis zum letzten Spiel
Die Stadt voller FIFA-Plakate – mit Kopf, Herzen und Liebe zum Rasen
Immer dran denken – nichts zu verschenken – bangen und kämpfen zum Sieg im Finale

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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