Tamara Schneider

Felix L. freut sich auf viele Therapiestunden

Prüm. Über 9000 Euro haben Menschen aus der Eifel für den kleinen Felix L. gespendet. Seine Eltern und der WochenSpiegel sagen Danke.

Dieses Mal sind es die Eltern von Felix L., die ihr Glück kaum fassen können. Wilfried Kootz, Teamleiter des WochenSpiegel Prüm und Vorsitzender der Mitarbeiter-Vertretung, sowie Redakteurin Kathrin Schmitt haben die Familie zu Hause im Eifelkreis besucht.   Die Familie, das sind Mutter Nicole (37), Vater Udo (41), Tochter Katharina (8) und der kleine Felix, der im März sechs Jahre alt wird. Felix wiegt allerdings nur zehn Kilogramm, ist 95 Zentimeter groß, wird durch eine Sonde ernährt und kann nicht sprechen.

Multiple Fehlbildungen und eine schwere Blutvergiftung im Säuglingsalter sind die Ursache. Fast zwei Jahre hat Felix auf der Intensivstation eines Krankenhauses verbracht. Dass er bald seinen sechsten Geburtstag feiern darf, ist für seine Eltern ein kleines Wunder.

Und genauso »unfassbar« war es für die Eltern, dass der WochenSpiegel der Familie nun eine Spendensumme von über 9000 Euro überreichen konnte. Zusammengekommen ist der Betrag durch über 80 Spender aus dem Eifelkreis. »Kurz vor Weihnachten haben wir  unseren Lesern Felix und sein Schicksal vorgestellt«, sagt Wilfried Kootz rückblickend. Und seine Geschichte hat die Herzen der Menschen in der Eifel bewegt.

Ein kleines Mädchen hat sogar ihr Taschengeld in Höhe von zwei Euro hergegeben. Auf der Fitness- und Gesundheitsmesse zum Beda-Markt 2012 hat die Familie Gerd Thiel kennengelernt. Einen Therapeuten aus Brauneberg im Landkreis Bernkastel-Wittlich, der mit Hunden arbeitet. »Es ist Wahnsinn, was Felix seit Therapiebeginn bei Gerd Thiel für Fortschritte gemacht hat, aber eine Einheit kostet 136 Euro«, sagt Mutter Nicole. Ein Betrag, bei dem die Familie auch erst einmal ausrechnen muss, ob die nächste Einheit überhaupt im Budget liegt. »Es sind so viele Dinge, Medikamente, die nicht komplett von der Krankenkasse übernommen werden oder Fahrtkosten zu Ärzten«, erzählt sie.

Mit der Summe von über 9000 Euro, die Gerd Thiel der Familie für Therapiestunden nun schon gut geschrieben hat, kann Felix viel Zeit mit seinen tierischen Freunden verbringen. Und auch seine Schwester, Katharina, soll mit eingebunden werden. »Felix hat mit den Hunden zum Beispiel gelernt, sich selbstständig hinzusetzen«, sagt  Nicole.  

 Derzeit besucht  Felix einen Kindergarten, in Zukunft soll er zur Schule gehen.  »Anders geht das auch nicht«, sagt Nicole, die halbtags berufstätig ist. Ihr Mann Udo arbeitet Vollzeit. »Im Notfall springen Oma und Opa oder der Pflegedienst ein«, sagt  Nicole.     »Für die Unterstützung möchten wir uns auch noch bei der Stadt Bitburg bedanken«, sagt Wilfried Kootz abschließend.

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