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Gladiators: Der 50. Sieg

Trier. Im allerdings verlängerten Hinspiel wurden 185 Korbpunkten erzielt, im Rückspiel nur 154: Mit Heimvorteil revanchierten sich die Römerstrom Gladiators per 80:74 für ihre knappe Niederlage in Paderborn.

Von Bernd Schneider und Vinzenz Anton                      

Der 50. Sieg (!) ihrer Geschichte, zugleich der sechste Heimsieg in Folge, fiel den Gladiators trotz einer völlig ungewöhnlichen 11:0-Führung nicht so leicht, wie es spätestens da möglich schien. Zumal man dennoch mit einem Rückstand ins zweite Viertel ging. Das dazugehörige Aufbauen des Gegners führte Trainer Marco van den Berg darauf zurück, dass in dieser Phase die personellen Alternativen von der Bank zu wenig Qualität geboten hätten. Auf das gesamte Spiel bezogen, ergänzte der 52-jährige Niederländer: "Wir machen immer noch zu viele Fehler. Daran müssen wir arbeiten." Der Sieger-Coach zeigte allerdings auch Verständnis für seine Schützlinge, weil der Erfolgsdruck halt größer gewesen sei als in den drei Heimspielen zuvor, in die man nicht als Favorit ging. Passend dazu war es keine rauschende Basketball-Nacht wie beim sechsten bis achten Heimsieg der Saison, sondern eine biedere Vorstellung mit allerdings einigen sehenswerten Kombinationen auf manchem Weg zu den Sieg-Puzzleteilen.                  

Brüderkampf fiel aus    

Paderborns Trainer  äußerte sich eher zufrieden als unzufrieden. Seine Leute hätten die richtige Einstellung und einen guten Kampfgeist an den Tag gelegt. Was Uli Naechster nicht sagte: Die Gäste entsprachen einfach ihrem inoffiziellen Status, der da lautet "Seriöses Liga-Mittelmaß". Naechster trug im Übrigen seinen Teil zu einem Brüderkampf bei, sein Amtskollege hingegen nicht: Während Paderborns Ivan Buntic 14 Netto-Minuten gewährt wurden, kam Gladiator Luca Buntic überhaupt nicht zum Einsatz. "Es war schon komisch. Erst habe ich Ivan die Daumen gehalten, dann aber damit aufgehört", schmunzelte Luca. Der 17 Monate ältere Ivan nannte Triers bekannte Heimstärke als schier unüberwindliches Hindernis und Hauptursache für das Endresultat.                       

Statistik                                       

  • Nach nunmehr sechs Begegnungen Trier-Paderborn  bzw. umgekehrt lautet die Bilanz 4:2 zu Gladiators-Gunsten, in Trier sogar makellos 3:0.     
  • Die Zuschauerzahl 2283 war zwar nur die fünftgrößte von bisher elf in der laufenden Saison, lag jedoch um 92 über dem Durchschnitt 2016/17, wohlgemerkt inklusive Playoff.
  • Die Viertel vom 3. Februar in der Separat-Betrachtung:  15:16,  21:14,  25:18,  19:26.                   
  • Die Gladiators-Spieler beim Jubiläumssieg und ihre Anteile an den 80 Korbpunkten, jeweils separat für erste und zweite Halbzeit (Reihenfolge an den Einsatzzeiten orientiert):   Bucknor (11+6),  Joos (10+20),  Dranginis (3+3),  Schmitz (0+8),  Smit (2+7),  Ilzhöfer (0+0),  Grün (2+0),  Shoutvin (2+0),  Nortmann (6+0),  Schmikale (0+0).  Zum neunten Mal Topscorer des Teams, stellte Johannes Joos den eigenen Tagesrekord ein. Eine neue persönliche Höchstmarke verpasste der 23-Jährige dadurch, dass er überraschend seine letzten Freiwurf-Chancen beide vergab, nachdem er die ersten zehn ausnahmslos genutzt hatte.                       
  • Erfolgreichster Paderborner Spieler des Tages war Devon Brown mit 16 Korbpunkten, davon zwölf im letzten Viertel.                 
  • Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 21 Saisonspielen:  Joos 320,  Bucknor 236,  Dranginis 234,  Schmitz 189,  Smit 135.                                

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