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Gladiators-Trainer: "Unser bestes Saisonspiel"

Trier. Dem dritten der aktuellen Spitzentrio-Mitglieder, die innerhalb von nur dreieinhalb Wochen in der Trierer Arena antraten, erging es nicht besser als den ersten beiden: Die Römerstrom Gladiators revanchierten sich für ihre 60:64-Niederlage in Köln per 79:58.

Von Bernd Schneider und Vinzenz Anton                      

Nur zeitlicher, kein kausaler Zusammenhang: Ausgerechnet unmittelbar nach dem ersten Spiel seit der allgemeinen Kenntnis des Trainer-Abschieds nach Saison-Ende weisen die Gladiators erstmals in dieser Saison ein positives Tabellenpunkte-Konto auf. Wobei der Tabellendritte nicht so schwer zu schlagen war  wie die beiden Tabellenführer. Und der zehnte und dritthöchste Saisonsieg der Gladiators im zehnten Heimspiel 2017/18 hat sogar einen Platz unter den höchsten zehn von nunmehr insgesamt 49 Erfolgen in 90 Pflichtspielen. Coach Marco van den Berg fand, dass die 19. Saisonpartie die bisher beste gewesen sei. Apropos 19:  Erst in der 19. der 40 Spielminuten gingen die Trierer erstmals in Führung (34:33). Weil die Kölner RheinStars im ersten Viertel eine gute Figur gemacht hatten. Allerdings nur im ersten Viertel, wie Verlierer-Trainer Dennis Wucherer beklagte. Der ehemalige deutsche Nationalspieler stellte zu seinem großen Verdruss fest, dass man erstmals auf einen Gegner getroffen sei, der in puncto Spielhärte und Leidenschaft mehr zu bieten gehabt habe als sein Team. Gutes Beispiel dafür: Gladiators-Kapitän Simon Schmitz verließ in der 27. Minute wegen einer Verletzung die Halle, kehrte jedoch umgehend zurück und ließ sich gleich wieder einwechseln. Van den Berg freute am meisten, "wie wir es hinbekommen haben, die Kölner aus dem Rhythmus zu bringen."      

Der Ernüchterte        

Dennis Heinzmann, mit 216 Zentimetern längster sämtlicher Zweitliga-Akteure, fand das Ganze mit dem Wort "ernüchternd" am treffendsten beschrieben. Dies galt zweifellos auch für die Tatsache, dass die Millionenstädter bei 19 (!) ihrer 23 Dreier-Versuche scheiterten. Überhaupt nahm die Treffsicherheit und  -Quote der RheinStars mit zunehmender Spieldauer rapide ab, was Wucherer primär auf die gute Defensivarbeit der Trierer zurückführte.                       

Joos schaut nach vorn  

Der von der bisherigen individuellen Saisonstatistik her gefürchtetste Gladiators-Spieler, Johannes Joos, dem so lange Fouls angehängt wurden, bis er disqualifiziert war, schätzt besonders "den Lauf, den wir zurzeit haben. Allerdings ist jetzt ein Auswärtssieg Pflicht." Teamkamerad Anton Shoutvin, der erstmals Top-Scorer wurde, freut sich über die Harmonie der Mannschaft, die 83 Prozent ihrer Freiwürfe verwandelte. Beim Team vom Rhein waren es stattliche 21 Prozentpunkte weniger.  

Statistik                              

  • Hoch und runter:  Die Trierer kletterten für 21 Stunden auf den fünften Tabellenplatz (wegen Sonntags-Konfrontation Heidelberg-Hagen nicht zu halten), die Kölner rutschten für mindestens elf Tage auf den vierten Rang. Wegen der neuerlichen Tabellennachbarschaft ist der Direktvergleich interessant, den die Trierer mit 139:122 für sich entschieden haben.         
  • Nach nunmehr sechs Begegnungen Trier-Köln bzw. umgekehrt lautet die Bilanz 4:2 zu Gladiators-Gunsten, in Trier sogar makellos 3:0.                            
  • Die Zuschauerzahl 3007 war in Trier die zweitgrößte der Saison. Der Saison-Durchschnitt liegt nunmehr um 99 höher als der von 2016/17, wohlgemerkt inklusive Playoff (2290:2191).
  • Die Viertel in der Separat-Betrachtung:  16:21,  22:14,  19:13,  22:10.       
  • Die Gladiators-Spieler am 20. Januar und ihre Anteile an den 79 Korbpunkten, jeweils separat für erste und zweite Halbzeit (Reihenfolge an den Einsatzzeiten orientiert):  Schmitz (8+6),  Grün (2+0),  Bucknor (8+7),  Dranginis (0+3),  Smit (0+5),  Joos (9+5),  Nortmann (5+0),  Shoutvin (6+15),  Ilzhöfer (0+0),  Hennen (0+0),  Schmikale (0+0).
  • Erfolgreichste Kölner Spieler des Tages waren Lukas Wann und der erst wenige Tage zuvor verpflichtete Ante Gospic mit je 13 Korbpunkten.  
  • Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 19 Saisonspielen:  Joos 264,  Dranginis 210,  Bucknor 210,  Schmitz 173,  Smit 124.          

 

 

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