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Knockout für die Gladiators im fünften Spiel

Saison-Aus durch vermeidbare 67:75-Niederlage in Chemnitz   

Trier. Ein 353:336-Plus der Römerstrom Gladiators ist nichts wert, denn beim Playoff zählt nun mal nicht die Summe aller eigenen und gegnerischen Korbpunkte, sondern natürlich die Anzahl der Siege nach maximal fünf Begegnungen. Und weil es am Ostermontag in Chemnitz per 67:75 die dritte Niederlage innerhalb von 240 Stunden gab, verpasste der einzige rheinland-pfälzische Basketball-Klub oberhalb der Vierten Liga das Halbfinale der Zweiten Liga und damit mindestens zwei weitere Heimspiele.                        

Von Bernd Schneider und Vinzenz Anton             

Das Saison-Ende kam zwar früher als vor einem Jahr, doch die Gladiators-Fans sind nicht weniger zufrieden als nach dem Knockout im April 2016. Allerdings war ein österliches Happy End durchaus machbar: Kurz nach der Halbzeitpause führten die Trierer mit 43:33. Diejenigen unter besagten Fans, die auch auswärts stets präsent sind, haben jetzt alleine im Playoff etwa 3600 Kilometer zurückgelegt (Hin- plus Rückfahrten). Zudem waren sie in Sachsen beim 70:76, 78:80 und 67:75 mit einer unüblich unangenehmen Atmosphäre bei den jeweils gut 2000 Zuschauern konfrontiert.

Jubilar Kevin Smit   

Bei ihrem zweiten Playoff-Auftritt an der Mosel wollten Chemnitz'  Basketball-Profis es besser machen als beim ersten und machten es noch ein bisschen schlechter: Ihrer 48:64-Niederlage vom Palmsonntag ließen sie am Karsamstag ein 57:74 folgen. Relevant war unmittelbar danach jedoch nur, dass auch die Römerstrom Gladiators zwei Viertelfinal-Niederlagen aufwiesen. 

Einen weiteren Saisonrekord bei der Zuschauerzahl gab es zwar nicht, aber durch die 3086 vom 15. April liegt der Saison-Durchschnitt in Trier um 135 oberhalb des endgültigen Mittelwerts von 2015/16. Ebenfalls "nett" ist die Tatsache, dass Kevin Smit in der 34. Minute den 2500. Gladiators-Korbpunkt der Saison erzielte. Das konditionsstärkste Kadermitglied fand, dass die Kräfte beim Gegner nachließen und die Trierer Auswechselbank qualitativ besser besetzt sei als die der Sachsen, die weder am 9. April noch sechs Tage später in Trier auch nur ein einziges Mal in Führung lagen. Ihren 0:9-Start erklärte Smits Einschätzung natürlich nicht, wohl aber die Vergrößerung der Differenz von 12 zur Halbzeitpause auf 17. Dass Einstelligkeit selten vorlag, lag auch daran, dass Gäste-Akteur Joseph E. Lawson seinen 36 (!) Zählern vom Mittwoch nur 16 folgen ließ, sowie an der guten Defensiv- und Rebound-Arbeit der Trierer. Im Sieger-Team des Tages, das ohne den handverletzten Johannes Joos auskommen musste, fiel auch auf, dass John Eggleston endlich wieder sein ursprüngliches Niveau erreichte. "Ich wollte der Mannschaft unbedingt wieder helfen und bin stolz, erstmals seit Dezember im Start-Quintett gestanden zu haben", bekannte der ein Vierteljahr Verletzte, der unmittelbar nach seinem Comeback Probleme hatte und nun zum dritten Mal Topscorer wurde (18). "Es wäre schön, wenn wir mehrere Leute von Egglestons Zuschnitt hätten, fand Trainer Marco van den Berg, der einige seiner Schützlinge "immer noch nicht dort" sieht, "wo sie inzwischen eigentlich sein sollten. Aber das Team funktioniert gut." Und dieses Team beeindruckte erneut das Publikum. Der Gedanke, dass es das letzte Heimspiel bis Oktober gewesen sein könnte, kam deshalb an diesem Abend gar nicht richtig auf.

Die erfolgreichsten zehn Gladiators-Korbschützen der Saison:  Spearman 537,  Schmitz 392,  Herrera 258,  Smit 220,  Nicholas 170,  van Zegeren 168,  Joos 158,  Dietz 139,  Grün 129,  Eggleston 128. Es folgt mit 127 Jermaine Bucknor, der erst ab Anfang Februar mitwirkte. Brandon Spearman war 17 Mal Top-Scorer des Teams. Dessen Tages-Rekordler der Saison war Kapitän Simon Schmitz mit 30 Zählern, auf die er es sogar zwei Mal brachte.

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Am Konzener Feuerbach wird Zukunft gebaut

Konzen. »Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die Städteregion viel Geld kostet. Aber wenn es um den Bau einer Kindertagesstätte geht, sind sich glücklicherweise alle einig.« Helmut Etschenberg lobte die schnellen Entscheidungen in den politischen Gremien von Stadt Monschau und im Haus der Städteregion, sodass schon im kommenden Sommer den Kleinsten aus Konzen und Umgebung eine neue Bildungseinrichtung zur Verfügung steht. »Eine Erweiterung hätte keinen Sinn gemacht - der Neubau ist richtig«, stellte der Städteregionsrat fest. Auch wenn es rund 3,5 Millionen Euro kosten wird.»Dörfer wie Konzen und Imgenbroich wachsen, da haben wir einen wichtigen Bildungsauftrag«, so Etschenberg weiter.»Eltern und Kinder - alle Konzener Familien sind sehr dankbar«, unterstrich Ortsvorsteher Matthias Steffens. »Wir bauen ein modernes Haus, in dem zeitgemäße Bildungsarbeit möglich ist«, versichert Bauamtsleiter Sander Lutterbach. So werde jede Gruppe mit eigener Be- und Entlüftung ausgestattet. Das Heizen mittels Blockheizkraftwerk und der Einsatz von LED-Beleuchtung seien selbstverständlich. »Ambitioniert« nennt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die Bauzeit bis zum kommenden Sommer - sieht die Arbeiten aber bei ortsansässigen Firmen in besten Händen.BetreuungszeitErzieherinnen, Pflegerinnen, therapeutisches Fachpersonal: »Das Team um Silke Bongard wird allen modernen Anforderungen gerecht«, stellt der neue Leiter des »Jugendamtes«, Sebastian Heinen fest. Die künftigen Betreuungszeiten von 7 bis 16.30 Uhr sollen einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. »Das Familienzentrum ist Anlaufstelle für alle Monschauer Eltern«, so Heinen.Die StädteRegion Aachen ist Träger der Kindertageseinrichtung Konzen. Darin werden 100 Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt betreut. Als zertifiziertes Familienzentrum NRW soll die Einrichtung zu einer Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe stärken sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern. Das Raumprogramm wird den neuesten Empfehlungen des Landschaftsverbands Rheinland entsprechen und damit neben den Gruppen- Neben- und Abstellräumen unter anderem auch für die inklusive Betreuung einen Raum zur Differenzierung und therapeutischen Betreuung vorsehen. Alle Räume werden barrierefrei zugänglich sein.Die Freude über die neue Kindertagesstätte brachten die Kleinen in einem Lied zum Ausdruck: www.youtube.com/wochenspiegelliveAktuell ist das fünfgruppige Familienzentrum der StädteRegion in Konzen teilweise in Räumen der dortigen Grundschule untergebracht. Als Folge der Schulentwicklungsplanung der Stadt Monschau (Zusammenlegung der Grundschulen Imgenbroich und Konzen am Konzener Standort) stehen die zurzeit vom Familienzentrum im Gebäude der Grundschule genutzten Räume ab dem Schuljahr 2018/2019 nicht mehr zur Verfügung.»Hier wird Zukunft gebaut!« Margareta Ritter strahlte mit der Herbstsonne um die Wette - dabei war es doch recht kühl am Konzener Feuerbach, als der Grundstein für die neue Kindertagesstätte gelegt wurde.Konzen (Fö). »Oft höre ich, dass die…

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Erasmus-Plus-Projekt führt nach Norwegen

VG Traben-Trarbach. Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des zweijährigen, länderübegreifenden Projekts sein wird. Unter dem Titel „Regionale Spuren suchen – europäische Wege finden“ machen sich die Schüler des Gymnasiums und die der „Ytre Namdal videregående skole“ zwei Jahre lang auf die Suche nach ihren jeweils eigenen Wurzeln, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie nach Ideen und Visionen für ein Leben, in dem alle etwas voneinander lernen und sich so näher kommen können.    Die Themen für den Austausch fangen bei der Frage an, warum Norwegen kein Mitglied der EU ist und gehen zurück in die Zeit der deutschen Okkupation in Norwegen bzw. die des Nationalsozialismus in Traben-Trarbach. Weitere historisch relevante Themen sind die Auswanderungswellen nach Südamerika oder in die USA im 19. Jahrhundert. Ebenso sollen moderne Herausforderungen wie beispielsweise die aktuellen Migrationsbewegungen und die jeweiligen wirtschaftlichen Standbeine beider Orte beleuchtet werden. Denn was für Traben-Trarbach der Wein ist, ist für Rørvik der Fisch. Beides zusammen passt und verspricht darüber hinaus einen echten kulinarischen Zugewinn.   Doch von einem Austausch kann nur die Rede sein, wenn man in das Leben der anderen selber hautnah kennen gelernt hat. Daher ist das Projekt mit einigen Reisen verbunden. Mitte September waren bereits vier norwegische Lehrerinnen als Gäste eines Vorbereitungstreffens am Gymnasium in Traben-Trarbach. Im März wird es den entsprechenden Gegenbesuch nach Rørvik nördlich von Trondheim geben. Für die Schüler sind insgesamt vier Reisen vorgesehen – zwei für jede Schule. Wer mitfahren darf, das hängt, neben dem passenden Alter, vor allem vom jeweiligen Einsatz für das Projekt ab.    Die Jugendlichen müssen in ihren Schulen Workshops vorbereiten und mit den Gästen weitestgehend selbstständig durchführen und auswerten. Außerdem sollen mithilfe einer neu eingerichteten Homepage Zwischenergebnisse veröffentlicht und ausgetauscht werden können. Abschließend ist geplant, dass alle Ergebnisse des Erasmus-Projekts 2019 in einer großen Ausstellung zusammengeführt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.   Mit dem Projekt wollen die Schulen den Verstehenshorizont für die jeweils andere Kultur erweitern und sowie die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Sprachkompetenz fördern. Darüber hinaus ist eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Schulen und den Gemeinden ein weiteres wünschenswertes Ergebnis dieses Projekts. Foto: FF Am Gymnasium Traben-Trarbach ist mit Beginn des Schuljahrs auch das EU-geförderte Erasmus-Plus-Projekt gestartet, in dem diesmal die weiterführende Schule in Rørvik, Hauptort der Inselkommune Vikna an der Westküste Norwegens, die Partnerschule des…

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