af

SVE: Ausgleich in letzter Sekunde

Alawie-Doppelpack lässt Eintracht weiter hoffen

Trier. War das ein Krimi im Trierer Moselstadion. Am Ende stand nach dem Duell zwischen Eintracht Trier und Wormatia Worms ein 2:2 auf der Anzeigentafel. Nachdem die Wormatia im ersten Durchgang bereits mit 2:0 in Führung lag, kämpften sich die Moselstädter in der zweiten Halbzeit stark ins Spiel zurück. Lebensversicherung des SVE war am Ende einmal mehr Top-Torjäger Muhamed Alawie - seine beiden Treffer sicherten der Corrochano-Elf zum Schluss zumindest einen Zähler.

Nach der bitteren 2:3-Niederlage der Eintracht bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart erwartete der SVE am Samstagnachmittag im Traditionsduell die Wormatia aus Worms. Vor 1537 Zuschauern, darunter 50 mitgereiste Wormser, schickte der Trierer Coach Oscar Corrochano eine durchaus überraschende Aufstellung ins Rennen. Patrick Lienhard stand angeschlagen gar nicht erst im Kader, während Torjäger Muhamed Alawie, geplagt von muskulären Problemen, zunächst auf der Bank Platz nehmen musste.

SVE lässt sich auskontern

Die beste Gelegenheit zur Führung für den SVE hatte nach 13 Minuten der Doppeltorschütze aus dem Pokalspiel in Engers und Ex-Wormser Jonathan Zinram, der das Gehäuse von Wormatia-Keeper Mario Miltner nur knapp verfehlte. Gleich im Gegenzug der Nackenschlag für die Trierer. Nach einem blitzschnellen Konter der Wormser vollendete Florian Treske (14.) eiskalt zur Gästeführung.

Worms erhöht - Alawie kommt noch vor der Pause

In der Folge gelang es Worms das Spiel zu kontrollieren und weiter an sich zu reißen. Der Gegentreffer zeigte Wirkung beim SVE, sodass spielerische Akzente bei den Gastgebern weiterhin Mangelware blieben. Coach Corrochano machte seinem Ärger bereits nach einer halben Stunde Luft als er Toptorjäger Muhamed Alawie zum Aufwärmen schickte. Noch vor der Pause der nächste Rückschlag für Trier. Alan Stulin (36.) verwandelte einen Elfmeter, nach Foul von Josef Cinar an Worms-Stürmer Florian Treske, zum 2:0 für Worms. Unmittelbar nach dem Gegentreffer reagierte Oscar Corrochano und brachte Alawie für Cinar noch vor der Pause. Der Plan, ohne richtigen Stürmer in der Startelf zu beginnen, ging bis zur Pause nach hinten los. „Alawie konnte unter der Woche auf Grund einer Entzündung im Rücken nicht trainieren, daher hat er zu Beginn auf der Bank gesessen. Wir wissen durchaus, dass er vorne unsere Lebensversicherung ist“, sagte Oscar Corrochano.

Trier zeigt Moral

Nach der Pause kam die Eintracht erneut besser in die Partie und belohnte sich bereits nach elf Minuten mit dem Anschlusstreffer. Muhamed Alawie (56.) erzielte nach einem langen Ball das 1:2 für die Eintracht. Der Beginn einer Aufholjagd? Zunächst nicht. Trier blieb zwar auch in den nächsten Minuten klar spielbestimmend, kam aber nicht mehr zwingend vor das Wormser Gehäuse. Erst eine viertel Stunde vor dem Ende war es ein Freistoß von Christian Telch, bei dem Mario Miltner eingreifen musste und den Ball gekonnt über die Latte lenkte. Auch in der Schlussphase tat sich Trier gegen die nun tief stehenden Gäste schwer. In buchstäblich letzter Sekunde dann doch noch der erlösende Lucky Punch für Trier. Nach einem Foul im Sechszehner entschied Referee Timo Klein auf Strafstoß. Alawie behielt die Nerven und traf mit seinem 18. Saisontor zum vielumjubelten Ausgleich für die Eintracht. „Das ist natürlich unglaublich bitter, in der letzten Sekunde die Punkte abgeben zu müssen“, resümierte Steven Jones, Trainer der Wormser. Somit bleiben die Moselstädter auch im vierten Heimspiel des Jahres weiterhin ungeschlagen. „Vor dem Spiel wollten wir gewinnen. Am Ende müssen wir wegen dem Spielverlauf mit einem Punkt zufrieden sein. Es war ein Punkt für die Moral“, so Corrochano.

Am kommenden Samstag hat Eintracht Trier die nächste Chance auf drei Punkte. Dann treten die Moselstädter beim FC Astoria Walldorf an. Anstoß ist um 14 Uhr.

Statistik:

Tore: 0:1 Treske (14.), 0:2 Stulin (36./FE), 1:2 Alawie (56.), 2:2 Alawie (90.+3/FE)

Eintracht Trier: Keilmann – Garnier, Dingels, Cinar (37. Alawie), Heinz – Blum – Zinram, Telch, Kaminiotis (78. Szimayer), Papadimitriou (71. Riedel) – Anton

Wormatia Worms: Miltner – Gopko, Maas, Metzger – Ludmann, Köksal, Himmel, Stulin (70. Auracher) – Loechelt, Pinheiro (87. Güclü) – Treske (75. Saiti)

Zuschauer: 1537

Schiedsrichter: Timo Klein

RED/KR

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Damit der Bürger weiß, was er tun kann und muss

Monschau. »Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks »Tihange 2« in Belgien. Nun wurde unter seiner Federführung eine 24-seitige Informationsbroschüre verfasst.Region (Fö). Warum ist das Kernkraftwerk in Tihange gefährlich? Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles richtig? Und: Was hat es mit den Jodtabletten auf sich? Das sind nur drei von vielen Fragen, die die Bevölkerung derzeit beschäftigen. Antworten darauf gibt jetzt die auf der EUREGIO-Wirtschaftsschau vorgestellte Informationsbroschüre. Herausgeber ist die StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Die Broschüre, die in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Partner entstanden ist, trägt den Titel »Informationen für die Bevölkerung in der Umgebung des Kernkraftwerks Tihange (B)«. Fachleute aus der ganzen Region haben die Informationen zusammen getragen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg: »Die Broschüre ist die erste ihrer Art und nur der erste Baustein unserer Katastrophenschutzplanung.«Schwerpunkte sind die Kraftwerke in Belgien, die Wirkung von Radioaktivität und der Katastrophenschutz in NRW. Es wird geklärt, wie die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt wird, und welche Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen beachtet werden müssen. Die Einnahme von Jodtabletten und das richtige Verhalten bei einem GAU in Tihange werden erläutert. »Das Medienhaus Weiss ist nicht nur der Klage gegen Tihange beigetreten, es hat uns auch bei der Produktion der Informationsbroschüre unterstützt«, dankt Etschenberg dafür, dass nicht nur Politiker und Institutionen, sondern auch Unternehmen für die »gemeinsame Sache« einstehen.36.000 Broschüren sind gedruckt worden. Die Exemplare sind in den Rathäusern sowie den Kreishäusern und im Haus der StädteRegion Aachen erhältlich. Mehr Informationen und die gesamte Broschüre als E-Paper gibt es unter www.staedteregion-aachen.de/tihange»Wir wollen keine Panik verbreiten - wir wollen, dass die Menschen wissen, was sie jetzt und in einem möglichen Katastrophenfall tun und wie sie sich schützen können.« Städteregionsrat Helmut Etschenberg kämpft wie kein Zweiter für die Abschaltung…

weiterlesen