Andrea Fischer

Gewerkschaftler informieren über Freihandelsabkommen

Hermeskeil. Die Verbraucher und Arbeiternehmer über die Folgen des geplanten Freihandelsabkommens zu informieren war das Ziel einiger ehrenamtlich Tätiger des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die sich am letzten Wochenende die Zeit genommen hatten, nicht weniger als 600 Flyer an einem Hermeskeiler Parkplatz zu verteilen.

Von TTIP, CETA und TISA war letzt häufig in Rundfunk und Fernsehen die Rede; doch was besagen diese Abkürzungen? TTIP steht für geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa, CETA soll Handelserleichterungen zwischen Kanada und Europa bringen, und mit TISA gilt es Dienstleistungsabkommen zu schaffen, wobei schließlich gleichfalls die Verbraucher den Kürzeren ziehen werden.

Um den Käufern einmal einen Eindruck von diesen Plänen zu machen, ließen es sich die fünf Vertreter des DGB Hochwald/Hermeskeil und ein Mitarbeiter der DGB?Geschäftsstelle Trier nicht nehmen, mehrstündig den Fragen der Bürger zur Verfügung zu stehen. Es wurde Ihnen gleichfalls die Möglichkeit gegeben, mit ihrer Unterschrift gegen diese politische Kampagne vorzugehen. So bat eine Kundin aus Föhren noch um weitere Schriftstücke, diese dann an einen weiteren Personenkreis weiterreichen zu können. Auch bei Maria Eiden aus Heidenburg fand die Aktion des DGB Hochwald/Hermeskeil unbeschreibliches Interesse: "Ich bin sehr begeistert davon, dass sie das tun. Es ist auch an der Zeit, dass sich jemand gegen diese Pläne wehrt."Die DGB?Mitarbeiter brachten mit dieser Initiative den Bürgern die geplanten Verträge näher. Auch gaben sie zu wissen, dass trotz verlockender Vorschläge, die daraus zu ersehen sind und den Großkonzerne meist Vorteile brächten, die Verbraucher unter dem aufgeweichten lang erarbeiteten Verbraucherschutz leiden würden. Immer wieder werden hier das Chlorhähnchen oder genmanipulierte Nahrung als Beispiel genannt. Doch leiden auch weitere Grundversorgungen unter dieser Privatisierung in der Grundversorgung. Wichtig war es den Gewerkschaftsvertretern natürlich ebenfalls, darauf hinzuweisen, dass viele Arbeitnehmerrechte und die Mitbestimmung im Unternehmen ausgehebelt würden.

Dies war nur eine Maßnahme des DGB, die den Mitbürgern einen kleinen Einblick in die lasterhaften Pläne der Politik geben sollte. Für den Einen wären sie von Vorteil, für den Anderen brächten sie Nachteile mit

RM/Foto: Michels

 

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