Andrea Fischer

Hans-Peter Lorang: Wald, Wild und Mord und Totschlag

Neuhütten. Hört man von Wanderungen zu mystischen Orten, von Lesungen voller knisternder Spannung in heimischen Wäldern oder aber von Gedichten und Anekdoten über den Hochwald und seine Menschen - so fällt immer wieder ein Name: es ist der vom Gedichte- und Krimi-Autor Hans-Peter Lorang aus Neuhütten.

Schon als Kind wurde der Hobby-Schreiber von Wild, Wald und den Menschen, die im Schwarzwälder Hochwald damit befasst waren, geprägt. Erlebnisreiche dienstliche und private Reisen in viele Teile der Welt, die Liebe zur Natur und seine Leidenschaft zur Jagd bilden nach eigenem Bekunden den Fundus für die überwiegend autobiografischen Kapitel seiner Jagdbücher.

Begegnung mit interessanten Menschen waren für den Autor Inspiration

"Ich bin in meinem Leben schon vielen interessanten Menschen begegnet und habe viel erlebt", sagt der aus Malborn-Thiergarten stammende Jäger aus Leidenschaft. Selbst Erlebtes und viele Geschichten hätten ihn schon von jeher zum Erzählen und Fabulieren inspiriert. Neben Sagen, Legenden und der Natur sind es insbesondere auch menschliche Eigenschaften, die in vielfältiger Variation anmutige, kritische und nachdenkliche Gedichte aus seiner Feder entstehen lassen.

Schreiben als Ausgleich zur Arbeit

"Meine Neigung zum Schreiben wurde insbesondere durch Naturbeobachtungen geweckt. An einige meiner Schulaufsätze, die wegen der wirklichkeitsnahen Beschreibung von Natur und Sachverhalten damals wohl aufgefallen waren, kann ich mich noch erinnern", sagt der Autor, der inzwischen über 26 Jahre in Neuhütten wohnt.

Zum Schreiben kam der 61-Jährige letztendlich beruflich als Leiter einer Prüfgruppe und im Rahmen der Mitarbeit an Konzeptionen bei der Bundeswehr. Hier hatte er über viele Jahre hinaus endlose Berichte und fachliche Abhandlungen zu verfassen. "Bei dieser trockenen Schreibarbeit habe ich bereits damals einen Ausgleich in der Belletristik und Lyrik gesucht und gefunden", sagt Lorang heute.

In schlaflosen Nächten entstehen erste Manuskripte

"Im wahrsten Sinne der Worte als Jäger unterwegs zeichnete ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit immer wieder besondere Erlebnisse auf", erinnert sich Lorang weiter. So seien es gelegentlich Notizzettel, Einladungsschreiben oder gar Kassenbons gewesen, auf denen er die Geschehnisse stichpunktartig gleich vor Ort notiert habe.

In schlaflosen Nächten in Jagdhütten, Feldlagern, Hotelzimmern oder auch zu Hause seien hieraus oftmals erste Manuskripte entstanden. So kommt es dazu, dass seine Protagonisten die Charakterzüge interessanter Menschen aufweisen, denen er im Laufe der Jahre begegnet ist und die ihn beeindruckt haben.

Größte Kritikerin ist Lorangs Frau Rosemarie

Die so entstandenen Geschichten reichen von der Gauner-Anekdote mit Schmunzel-Effekt bis hin zu skrupellosen Morddelikten, die sich jedoch immer im Hochwald und hier oft an kulturhistorischen Orten abspielen.

Seine größte Kritikerin ist seine Frau Rosemarie, mit der seit 42 Jahren verheiratet ist. "Sie bremst mich immer dann, wenn meine Fantasie ein wenig mit mir durchgeht", verrät der Autor schmunzelnd.

Mit dem Taschenbuch "Malefiz im Jagdrevier" begann Lorang 2012 die Veröffentlichung seiner Hochwälder Krimiserie. Ein weiteres Werk folgte mit "Mordsdelikte unter dem Erbeskopf".

Allein die Titelauswahl macht neugierig. Neugierig auf den Hochwald und auf den Verfasser selbst. Band III seiner Krimiserie mit dem Titel "Todbringende Gier" wurde im Januar 2014 veröffentlicht.

Wanderungen mit Nervenkitzel zu den "Tatorten"

Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich inzwischen Lorangs Lesewanderungen zu den "Tatorten" seiner Krimis. Hier und an besonders schönen Verweilpunkten liest Lorang aus seinen Kriminalromanen oder trägt Passendes aus seinem Lyrikfundus vor. "Wenn da ein paar Leute zusammenkommen, ist das immer eine sehr schöne Sache und ein spannendes Erlebnis", sagt Lorang, dem es wichtig ist, dass die als Ziele ausgewählten geschichtsträchtigen Orte nicht in Vergessenheit geraten.

Eine Terminübersicht über die geplanten Lesewanderungen gibt es auch auf der Internetseite des Autors unter www.lorang.de

Und wer sich einmal selbst ein Bild vom Krimi-Autor Hans-Peter Lorang und seinen Geschichten um Kommissar Erwin Tiltmann machen möchte, sollte an unserem Gewinnspiel mitmachen. Unter allen Einsendern verlost der Wochenspiegel fünf Taschenbücher von Band II der Hochwälder Krimiserie "Mordsdelikte unter dem Erbeskopf".

Zum Gewinnspiel geht es hier.

FIS/Foto: Fischer

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.