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Stadt Konz rüstet Straßenbeleuchtung auf LED um

Energetische Erneuerung der Straßenbeleuchtung

VG Konz. In der Stadt Konz brennen derzeit 2.651 Straßenleuchten. Als Leuchtmittel kam dabei bisher hauptsächlich Natriumdampf zum Einsatz. Die Verwaltung in Konz hatte bereits Ende der 1990er Jahre vorausschauend damit begonnen, ihre Beleuchtung von Quecksilberdampf auf das umweltfreundlichere so genannte "Gelblicht" umzustellen. Nachdem mit den Leuchtdioden (Licht emittierende Dioden = LED) nun eine völlig neue Technologie auch in der Straßenbeleuchtung Einzug hält, verliert die Natriumdampftechnik schneller als gedacht an Bedeutung.

Im April 2013 wurde im Stadtrat der Stadt Konz ein Grundsatzbeschluss gefasst, der besagt, dass zukünftig beim Ausbau von neuen Baugebieten sowie bei der Erneuerung der Straßenbeleuchtung bei Straßenzügen oder größeren zusammenhängenden Bereichen Leuchtdioden-Lampen verwendet werden sollten.  Zwischenzeitlich setzt die Stadt Konz schon auf die Leuchtdiode, denn sie zeichnet sich durch größtmögliche Energieeffizienz aus. Zudem punkten LEDs durch eine wesentlich längere Lebensdauer und einen nur geringen Lichtstromabfall.

Mehr als 1.200 Lampen werden umgerüstet

Bis Dezember 2016 wurden Schritt für Schritt bereits 100 Lampen auf LED umgestellt. Nun werden weitere 1.261 Lampen in Zusammenarbeit mit innogy SE (früher RWE) in den Stadtteilen Konz-Zentral und Könen umgerüstet. Im Konzer Stadteil Roscheid wurde mit der Umrüstung bereits begonnen.

Energiebedarf durch LED reduzieren

Die Lampen werden mit warmweißen LEDs mit einer Lichtfarbe von 3.000K ausgestattet. Die Leuchten verfügen über eine autarke Leistungsreduzierung. Das heißt, dass die Leuchten in der Winterzeit von circa 22.30 Uhr bis circa 4.30 Uhr und in der Sommerzeit von circa 23.30 bis 5.30 Uhr auf eine Leistung von 60 Porzent herunter gedimmt werden. Dieser Dimmvorgang kann bis zu drei Minuten dauern und kann daher vom menschlichen Auge nur schwer wahrgenommen werden. Die eingesetzten LED Leuchten sind so ausgelegt, dass das Licht durch Linsen zielgerichtet auf die Straßen und auf die Gehwege gelenkt wird. Dadurch leuchten die Straßen und Gehwege heller aus, was zu mehr Sicherheit beiträgt. "Wir werden den Energiebedarf durch den Einsatz der LED-Technik deutlich reduzieren können. Diese Kosteneinsparung entlastet nicht nur den Haushalt der Stadt Konz, sondern ist auch gut für unsere Umwelt und den Klimaschutz", erläutert Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Frieden.  

Treibhausgase werden reduziert

Mit der Umrüstung der Lampen für Konz-Zentral und Könen ist eine Energieeinsparung von circa 38 Prozent (von 183.149 auf 114.071 Watt) verbunden, die eine weitere Reduzierung von Treibhausgasen zur Folge haben wird. Damit amortisieren sich die Kosten in Höhe von 328.216 Euro für die Umrüstung der ineffizienten Straßenbeleuchtung bereits nach etwas weniger als 5,5 Jahren. Für die übrigen Stadtteile ist die Konzepterstellung noch nicht abgeschlossen. Nach erster Schätzung wäre hier mit Kosten in Höhe von circa 77.570 Euro zu rechnen. Hier ist mit einer Amortisationszeit von circa fünf Jahren auszugehen. Bei dem Vorhaben, die Straßenbeleuchtung auf umweltfreundliche LED-Technik umzurüsten, erhält die Stadt Konz auch finanzielle Unterstützung durch einen Innovationszuschuss von Innogy. Dieser beläuft sich auf circa40 Prozent der ermittelten Gesamtkosten für die Umrüstung.

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