Bernd Gödert: "Vielleicht gewinnen wir ja dieses Mal gegen die Lotto-Elf""

Freudenburg. Am Donnerstag, 2.August, spielt die Lotto-Elf gegen eine Ü-40 Auswahl des SV Freudenburg. Der Erlös des Fußballspiels kommt der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Trier-Saarburg zugute.

Fußballfreunde in und um Freudenburg können sich auf ein ganz besonderes Fußballfest am Donnerstag, 2. August, freuen: Dann geben sich Welt- und Europameister  auf dem Sportplatz in der Leuktraße die Ehre. Die Kicker um Trainer Rudi Gutendorf und den Teammanager der 54er Weltmeister Horst Eckel stellen ihr Können wieder einmal in den Dienst einer guten Sache. Anstoß ist um 19 Uhr. Erwachsene zahlen 6 Euro, Jugendliche 4 Euro. Die Lotto-Elf tritt jedes Jahr, seit 1999, bei Benefizspielen in Reinland-Pfalz unter anderem mit dem Weltmeister Wolfgang Overath an. Dabei wurden schon über 1,2 Millionen Euro für karitative Zwecke eingespielt. Neben Showstar Guido Cantz sind auch die ehemaligen Bundesligastars Dimo Wache, Matthias Scherz und Dariusz Wosz in Freudenburg mit von der Partie. ,,Die Lotto-Elf wurde gegründet, weil es Menschen gibt, die vom Leben hart getroffen sind und wir diesen Menschen schnell und unbürokratisch helfen wollen", erklärt Hermann-Josef Ganser, Koordinator der Lotto-Elf, während einer Pressekonferenz im Vereinshaus des SV-Freundenburg. Natürlich ist die Lotto-Elf auch ein Garant für viele Tore. Schon einmal, im Jahr 2005, spielte die Elf in Freudenburg und gewann das Spiel mit zwanzig zu eins Toren. "In Freudenburg ist man vor Überraschungen nicht gefeit, vielleicht gewinnen wir ja dieses Mal", witzelt Ortsbürgermeister Bernd Gödert. Horst Eckel, mittlerweile 80 Jahre alt und 123 Mal für die Lotto-Elf gekickt, spielte bis zum hohen Alter von 78 immer noch kürzere Einsätze. ,,Schon mit fünf Jahren habe ich angefangen Fußball zu spielen, mit achtzehn hatte ich mein erstes Spiel bei der 1. Mannschaft des FC Kaiserslautern, mit neunzehn Deutscher Meister und ein Jahr später schon Nationalspieler und mit 22 Jahren Weltmeister", berichtet Horst Eckel und fügt hinzu: "Ich habe kaum noch einen Knochen, der nicht schon gebrochen war". Ein spannendes , attraktives Fußballspiel ist garanti  ert, doch geht es bei diesem Spiel um weitaus mehr als nur darum, viele schöne Tore zu schießen. Die Einnahmen dieser Partie werden - wie bei allen Auftritten der Lotto-Elf - für wohltätige Zwecke verwendet. Dieses Mal profitiert der AWO Kreisverband Trier-Saarburg. ,,Wir möchten mit diesem Geld ein bis zwei  kranken Menschen konkret helfen und für Kosten aufkommen, die die Krankenkasse nicht übernimmt", macht der Bezirksvorsitzende der AWO, Hans-Georg Götze deutlich. Um überhaupt erst in den Genuss eines Spiels gegen die Lotto-Elf zu kommen, müssen vorab 4000 Euro  hinterlegt werden. ,,Wir haben viele Gönner und Sponsoren, deshalb hatten wir die Summe schnell zusammen", äußert Stefan Braunshausen, Vorsitzender des SV-Freudenburg. 2005 kamen 620 Zuschauer zu dem Benefizspiel und auch in diesem Jahr rechnet der SV laut Stefan Braunshausen mit circa 600 Gästen. jm

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