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Ein Bienen-Fernseher am Föhrenbach

Föhren. Ein Bienenvolk, in Imkersprache auch Bien genannt, mit einem neuen zuhause in Föhren. Die Ortsgemeinde Föhren hat einen Bienenfernseher am Radweg nahe dem Föhrenbach und den gemeindlichen Streuobstwiesen in der Flachswiese errichtet. Die Idee wurde angeregt durch Uli Urbanek, der bei einer gemeinsamen Wanderung mit Detlef Radant einen Bienenfernseher bei Grenderich/Kreis Cochem-Zell entdeckte.

Der Ortsgemeinderat hat das Vorhaben beschlossen und in 2015 haben die ersten Vorbereitungen zur Umsetzung begonnen. Die Ortsbürgermeisterin Rosi Radant hat die Grundschule Föhren und die Föhrener Imker mitinvolviert. Gemeinsam hat man den Standort für das Bienenfernseher am Föhrenbach festgelegt, da die Flugrichtung der Bienen sich über das Brühl, ein Schilfgebiet mit einer Vielfalt an Pflanzen ausrichten wird, die Bienen natürliches Wasser zum Baden haben und Streuobstwiesen angrenzen.

Bienen zum Erhalt des Öko-Systems

Die Ortsbürgermeisterin freute sich zur Eröffnung des Bienenfernsehers zahlreiche Ehrengäste, u.a. den zweiten Vorsitzenden des Imkerverbandes Kreis- Trier-Saarburg, Herrn Bach, zu begrüßen und dankte in Ihrem Grußwort Herrn Markus Penth für die Mitwirkung der Verwaltung und dem Tischlermeister Klaus Johann aus Bad Bertrich, selbst auch Imker, für das gelungene und sich in das Naturbild einfügende Bienenfernseher. Sie wies darauf hin, dass der Leiter des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen, Dr. Christoph Otten, dankenswerterweise die Anbringung einer web-cam als weiteres Angebot der Veranschaulichung erwägt. Diese soll noch befestigt werden.
Ein weiteres Dankeschön gilt dem Umweltministerium Rheinland-Pfalz für die finanzielle Unterstützung des Zubehörs zur Durchführung des dauerhaft angelegten Projektes „Bienenfernseher“. Ebenso bedankte die Ortsbürgermeisterin sich bei Herrn Tobias Heinz, der namens des Unternehmens Innogy das Projekt Bienenfernseher mit 2000 Euro im Rahmen des Programms innogy aktiv vor Ort unterstützt hat.

Bienenfernseher als Beitrag zur Umwelt

Bei der Eröffnung des Bienenfernsehers am vergangenen Freitag informierte die Ortsbürgermeisterin Rosi Radant über die unersetzliche Bedeutung von Bienen für den Erhalt unserer Ökosysteme durch deren Bestäubungsleistung. Der Bienenfernseher veranschaulicht das aktive Tun der Bienen. Ökologische Zusammenhänge und die Verantwortung für unsere Umwelt werden transparent und dauerhaft dargestellt.

Radant betonte, dass der Bienenfernseher für die kleinen Füße der Schülerinnen und Schüler bestens zu erreichen ist. Das Projekt Bienenfernseher ist ein Beitrag zu unserer Umwelt, so dass auch schon unseren Kindern in der Grundschule die Wichtigkeit der Bienen nahe gebracht wird. Holger Kochhan, Grundschullehrer an der Ganztagsschule in Föhren, selbst auch Imker, sieht eine pädagogische Umsetzung dieses Projektes als sehr wertvoll an.

Einrichtung einer Imker-AG

Im Rahmen der Ganztagsschule soll im Nachmittagsangebot mit einigen Kindern eine Imker-AG eingerichtet werden. Hier soll immer in der Zeit nach den Osterferien bis zu den Herbstferien gemeinsam nach den Bienen geschaut werden. Die Kinder lernen so die ersten Arbeiten am Bienenstock selbst auszuführen und sie lernen so ganz unmittelbar die heimische Insekten- und Pflanzenwelt kennen. In der Imker-AG müssen die Kinder auch immer im Blick haben welche Pflanzen blühen momentan und woher bekommen die Bienen momentan ihr Futter. Durch gezieltes Pflanzen von Futterpflanzen für die Bienen z.B. auf dem Schulgelände lernen die Kinder auch nachhaltig zu handeln.    
Durch das Mitwirken der dörflichen Imker wird das Tun der Bienen auch in der gesamten Bevölkerung kommuniziert und ein Beitrag zur Nachwuchsarbeit erbracht. Die Möglichkeit der Flugbeobachtungen der Bienen macht neugierig und weckt das Interesse für die Bienen.

Honigbienen und ihre Leistungen stehen damit im Fokus und bieten eine breite Palette von Anknüpfungsmöglichkeiten an den Alltag, die somit  in den Unterricht einfließen, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort informieren und  auch Radfahrer und Spaziergänger, die den Rad- und Wanderweg nutzen,  zu einer Rast einladen.

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Damit der Bürger weiß, was er tun kann und muss

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