SP

Dolphins bleiben zuhause ungeschlagen

Stadt Trier. Die DONECK Dolphins Trier bleiben auch nach dem dritten Heimspiel der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga in eigener Halle ungeschlagen. Gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden gab es am Samstagabend ein souveränes 77:56 (43:24). Mit diesem Sieg klettern die Dolphins auf Rang 3 der Tabelle.

"Es wird auf die Tagesform ankommen", hatte Spielertrainer Dirk Passiwan vor dem Spiel gemahnt und er sollte recht behalten. Nach zerfahrenen ersten zwei Minuten kamen die Dolphins ins Rollen und konnten sich schnell mit 15 Punkten absetzen. Den Trierern merkte man an, dass sie die Niederlage aus der vergangenen Woche gegen Zwickau vergessen machen wollten. Konzentriert ging man vor allem in der Defensive zu Werke und vorne konnte man mit einer hohen Trefferqoute punkten.
"Wir haben in dieser Woche besser trainiert als vor dem Spiel gegen Zwickau. Das hat man dann auch im Spiel gemerkt. Wir haben wieder dahin gefunden, wo wir gegen München und Lahn-Dill waren. Haben als Team wieder besser zusammengespielt."

Zusammenspiel bringt Dolphins auf Siegerstraße

Gerade das Zusammenspiel war es auch im zweiten Viertel, was die Dolphins auf die Siegerstraße brachte. Mit guten Spielzügen konnte man immer wieder den freien Mitspieler finden. Über ein 33:15 nach fünf Minuten konnte man den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 19 Punkte vergrößern.
Wiesbaden kam jedoch besser aus der Pause. Ein 5:0-Lauf der Gäste ließ die mitgereisten Fans aus Wiesbaden wieder hoffen. "Da haben wir schlecht verteidigt", so Passiwan. Wer jedoch dachte, dass die Dolphins nun einbrechen sollten, sah sich getäuscht. Angetrieben durch einen starken Passiwan und eine Diana Dadzite, die immer wieder selber erfolgreich den Abschluss suchte, fingen sich die Trierer wieder und spielten das Spiel souverän zu Ende.

Dolphins klettern auf Platz 3

Mit diesem Sieg klettern die Dolphins auf Platz 3 der Tabelle. Nun heißt es, gut zu trainieren, um am kommenden Wochenende auch im Pokal erfolgreich zu sein. Am Samstag, den 11. November, reisen die Dolphins nach Tübingen, um in einer Dreierrunde gegen die BG Baskets aus Hamburg und die Gastgeber aus Tübingen, den Einzug in die nächste Pokalrunde auszuspielen.

Statistik

Passiwan (29), Dadzite (21), Wright (6), Rossi (5), Davey (2), Heimbach (2), Doesken (n.e.), Beijer (12)
Beste Schützen aus Wiesbaden waren Tommie Gray mit 18 und Andre Hopp mit 15 Punkten.

Zuschauer: 300 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Ein neues Leben fern der Heimat

Eicherscheid. »Ein Freund aus Spanien hat seine korenische Frau geheiratet, auf traditionelle Art. Das war sehr bunt und fröhlich. Eine beeindruckende Zeremonie, die mich im Juni nun auch erwartet.« Und Mario Rüttgers freut sich schon darauf. Eicherscheid (Fö). Natürlich, weil er seine Frau Mira, mit der er seit Sommer standesamtlich verheiratet ist, nun auch zeremoniell sein Ja-Wort geben kann. Aber besonders, weil seine Familie und viele Freunde den gebürtigen Eicherscheider in seiner neuen koreanischen Heimat besuchen werden. Drei Jahre wird der 32-Jährige dann schon auf der koreanischen Halbinsel leben. Zunächst für 18 Monate in Gwangju an der Westküste, nun in Pohang ganz im Osten des Landes. Aktuell macht er seinen Master in Maschinenbau. Das Abenteuer von fernen Ländern und Kulturen ist dabei fast schon nichts Neues für Mario Rüttgers. Er reiste durch Südamerika, studierte dort und in China und lebt eben nun in Korea - mit Ehefrau Mira und Tochter Nara. »In Korea spielt das Alter eine sehr große Rolle«, hat Rüttgers festgestellt. In der Sprache gibt es mehr als acht Formalitäts- und Höflichkeitsstufen. Man verwendet dann zum Beispiel im Gespräch mit Älteren eine ganz andere Grammatik. Und in der U-Bahn werden speziell Plätze für Senioren bereitgehalten. Rüttgers: »Da setzt sich kein junger Mensch hin - das ist wirklich beeindruckend.« Auch der Einfluss der Großeltern auf die Kindeserziehung sei größer als in Deutschland. »Wir haben aber eine gesunde Mischung für unsere Nara gefunden«, lacht Rüttgers und ist dankbar, dass seine Schwiegereltern viel Verständnis für den Europäer aufbringen. Alter statt Leistung »Auch auf der Arbeit gilt das Altersprinzip und nicht wie bei uns die Leistung.« Leider wirke sich das auch auf den Fußball aus, erklärt Rüttgers. »Wenn wir Studenten gegen Teams mit älteren Spielern spielten, sind für die andere Mannschaft Regeln wie Abseits einfach wegefallen. Damit kann ich mich bis heute nicht abfinden«, zeigt der Eifeler Unverständnis. »In alteingesessenen Firmen gilt das Prinzip: Befehlen und gehorchen«, weiß Rüttgers. Er selbst ist für einen westlich geprägten Professor tätig und hat daher Glück. Mit gerade einmal sieben Tagen Jahresurlaub muss er nicht auskommen. Dagegen gefällt Rüttgers das Freizeitverhalten vieler Koreaner. »Am Wochenende geht es zum Wandern und Bergsteigern. Der 32-Jährige selbst fährt gerne Rad. »Es gibt hier ein Intercity-Fahrradwegenetz durch das ganze Land.« Von seinem Sprachkurs in Gwangju hat er 300 Kilometer zu Freundin Mira nach Pohang zurück gelegt. Im Februar 2016 hat er die Westküste 900 Kilometer lang beradelt und im August 2016 war ein alter Schulfreund zu Gast - Sebastian Milz aus Huppenbroich. Mit ihm ist er von Seoul nach Busan gefahren (ca. 700 km). »Ein tolles Erlebnis für uns Beide!« Von einer Selbstverständlichkeit in Korea träumen viele Eifeler: »Bei Internetkonnektivität und –geschwindigkeit ist Korea weltweit führend«, weiß Rüttgers. Ständig bringe Samsung neue »smarte« Produkte auf den Markt. »Einkaufen gehen wir nur als Freizeitbeschäftigung - Lebensnotwendiges wird online bestellt.« Familie zu Besuch Als Eltern und Schwestern im Sommer zu Besuch waren, genoss es der Neu-Koreaner aber auch, seiner Familie das traditionelle Korea zu präsentieren. Und das werden sie auch bei der Hochzeit im Juni kunterbunt und lebensfroh erfahren. »Dann wird auf dem Boden geschlafen, gefeiert und gereist - ganz traditionell eben«, sehnt Mario Rüttgers dem großen Tag und vielen schönen Begegnungen entgegen.»Ein Freund aus Spanien hat seine korenische Frau geheiratet, auf traditionelle Art. Das war sehr bunt und fröhlich. Eine beeindruckende Zeremonie, die mich im Juni nun auch erwartet.« Und Mario Rüttgers freut sich schon darauf. Eicherscheid (Fö).…

weiterlesen