SP

Eintracht Trier siegt zum sechsten Mal in Folge

2:0-Heimsieg über Kaiserslautern II trotz Minuskulisse

Stadt Trier. Für beide Teams ging es im Moselstadion im Duell des Viertplatzierten, dem SV Eintracht Trier, und der drittplatzierten zweiten Mannschaft der Roten Teufel um die letzte Chance im Aufstiegskampf. Im Falle einer Niederlage wäre der FK Pirmasens, welcher momentan auf dem Relegationsplatz rangiert, wohl uneinholbar. Durch den 2:0 (1:0) Heimsieg der Eintracht glüht der Funke Hoffnung auf den direkten Wiederaufstieg weiter. Einziger Wermutstropfen – die Minuskulisse mit nur 643 Besuchern im Moselstadion.

Der SV Eintracht Trier machte gleich von Beginn an deutlich, dass der zweite Platz in der Oberliga noch nicht abgeschrieben wurde. Gleich zwei dicke Chancen vergab die Eintracht in der Anfangsphase leichtfertig. Zunächst verfehlte Kevin Heinz (6.) aus wenigen Metern das Gehäuse, ehe Leoluca Diefenbach (8.) aus ähnlicher Position an FCK-Schlussmann Benjamin Reitz scheiterte. Nach 24 Minuten war die Defensive der Pfälzer dann aber geknackt. Nach einem Eckball von Lucas Jakob war es Adam Bouzid der goldrichtig stand und den SVE mit einem trockenen Abschluss in Führung bringen konnte. Vom spielerischen Können der kleinen Roten Teufeln war im ersten Durchgang nur wenig zu sehen. Erst kurz vor der Pause war es Valdrin Mustafa (43.) der nach einer Flanke von Luca Jensen nur knapp am Tor vorbeiköpfte.

Garnier erhöht auf 2:0

Im zweiten Durchgang zunächst das unveränderte Bild. Der FCK kam zwar etwas besser in die Partie, doch die Eintracht machte die Räume weiter eng. Mit der ersten Chance nach Wiederanpfiff dann der nächste Treffer für Trier. Nach starker Vorarbeit von Alexander Biedermann war Tim Garnier (57.) in der Mitte zur Stelle und konnte mit einem abgefälschten Treffer auf 2:0 erhöhen. "Das Chancenverhältnis war schon deutlich, von daher geht der Sieg absolut in Ordnung. Wir wollten aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Jetzt sammeln wir nochmal die Kräfte für die letzte Aufgabe beim FV Diefflen am Samstag", resümierte SVE-Coach Daniel Paulus. Wenig später hätte Torjäger Jan Brandscheid (60.) alles klar machen können. Erneut vereitelte jedoch Benjamin Reitz im Tor der Gäste den Gegentreffer.

Schlussoffensive des FCK bleibt aus

Auch in der Schlussphase vermissten die rund 50 FCK-Fans ein Aufbäumen oder gar eine Art Powerplay ihrer Mannschaft. "Wir haben uns am Anfang schon überraschen lassen, als Trier bereits zwei Chancen hatte. Der Sieg für Trier ist absolut verdient. Das war heute ein Spiel zwischen einer Jugendmannschaft und einer Männermannschaft", sagte Hans-Werner Moser, Coach der Roten Teufel, nach der Partie. Stattdessen behielt Trier die Kontrolle und setzte Kaiserslautern weiterhin unter Druck. Für die zweite Mannschaft der Roten Teufel bedeutet die Niederlage wohl das Ende im Aufstiegskampf. Der SVE hingegen könnte mit einem weiteren Sieg im Nachholspiel gegen den Tabellenletzten, den FSV Salmrohr, den Abstand zum FK Pirmasens auf sechs Punkte verkürzen.

Statistik:

Tore: 1:0 (24.) Adam Bouzid, 2:0 (57.) Tim Garnier

Eintracht Trier: München-Jakob, Maurer, Cinar, Bouzid-Heinz, Fischer, Garnier (77. Kahyaoglu)-Brandscheid, Diefenbach (63. Kinscher), Biedermann (85. Schuwerack)

1. FC Kaiserslautern II: Reitz-Andric, Gottwalt, Ekalle, Löschner-Salata (41. Filipovic), Miotke, Jensen, Morabet-Sickinger (75. Muslimovic), Mustafa

Zuschauer: 643

Schiedsrichter: Benedikt Seyler (FC Wadrill)

KR, Fotos: Krist

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