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Eintracht nach 1:2 vor Abstieg in die Oberliga

Tränen im "Degerloch" - Konzentration auf Pokalendspiel

Stadt Trier. Der 13. Mai 2017 wird als rabenschwarzer Tag in die Vereinsgeschichte von Eintracht Trier eingehen. Nach der 1:2-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers rutschten die Moselstädter auf Tabellenplatz 18 ab und können sportlich den Abstieg in die Oberliga nicht mehr verhindern. Zur Pause hatte der SVE im „Degerloch“ durch einen Treffer von Top-Torjäger Muhamed Alawie noch mit 1:0 geführt, doch im zweiten Durchgang drehten die Hausherren die Partie.

„Es tut einfach nur weh. Wir waren eigentlich gut im Spiel, sind mit 1:0 in die Halbzeitpause gegangen. Aber wenn man dann solche kapitalen Fehler macht, dann passiert sowas“, gab ein sichtlich bewegter Rudi Thömmes nach Spielende zu Protokoll. Nach dem Schlusspfiff sackten die Blau-Schwarz-Weißen auf dem Rasen zusammen, vereinzelt konnten die Spieler mit der Porta Nigra auf der Brust ihre Tränen nicht zurückhalten. „In der Kabine herrscht Totenstille. Es ist keiner dazu in der Lage, irgendetwas zu sagen“, gewährte Eintracht-Ikone und Interimstrainer Thömmes Einblicke in das Seelenleben seiner Spieler. Erstmals seit der Spielzeit 2008/2009 geht Eintracht Trier in der kommenden Saison aller Voraussicht nach wieder in der Oberliga an den Start.

Dabei hatte der SVE die Partie ordentlich begonnen. Nachdem die Hausherren aus Schwaben in den ersten zehn Minuten besser im Spiel waren, erarbeitete sich die Thömmes-Elf nach und nach ein spielerisches Übergewicht. Belohnt wurden die Bemühungen der Gäste nach 28 Minuten. Patrick Lienhard hatte auf der linken Angriffsseite zu viel Raum und fand mit seiner Flanke den im Zentrum lauernden Muhamed Alawie. Der Torjäger setzte seinen Kopfball perfekt zum 1:0 in den rechten Knick – Kickers-Keeper Königshofer hatte keine Abwehrchance (28.). Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Christos Papadimitriou sogar noch die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Den Abschluss des griechischen Flügelstürmers klärte Königshofer diesmal allerdings zur Ecke (41.). Auf der anderen Seite hielt Eintracht-Schlussmann Keilmann stark gegen Stuttgarts Angreifer Luca Pfeiffer.

 

Zur Pause musste der SVE erstmals wechseln, Linksverteidiger Kevin Heinz hatte nach einem Schlag gegen den Kopf über heftigen Schwindel geklagt und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in der Kabine bleiben. Für ihn kam Michael Blum. Doch auch der neue Mann war wenige Minuten nach Wideranpfiff nur Zuschauer, als die Abwehr der Eintracht das Leder gleich in mehreren Versuchen nicht aus dem Sechzehner bekam. Shqipon Bektasi bedankte sich und sorgte aus kurzer Distanz für den Ausgleich (52.). Die Verunsicherung war bei den Gästen jetzt spürbar, während die Stuttgarter Kickers mit viel Rückenwind auf das zweite Tor spielten. Erst verhinderte jedoch Josef Cinar mit letzten Einsatz gegen Kickers-Angreifer Weißenfels das 2:1 (56.), dann hielt Torwart Keilmann erneut stark gegen Pfeiffer (67.). Eine Viertelstunde vor Schluss war das Glück bei den Moselstädtern dann aufgebraucht und der eingewechselte Sebastian Mannström erzielte zur Freude der 4.180 Zuschauer das 2:1-Siegtor (76.). „Wir wollen jetzt gegen Mannheim ein ordentliches Spiel machen. Danach werden wir uns auf den Pokal konzentrieren. Alle wissen, wie wichtig das ist und es ist keine Frage, dass wir das Spiel in jedem Fall gewinnen wollen“, sagte Thömmes im Hinblick auf die verbliebenen Aufgaben in dieser Saison in der Regionalliga und dem Bitburger Rheinlandpokal. Insbesondere im Pokal geht es für den SVE um viel - das Finale steigt am 25. Mai im Salmtalstadion.

Statistik:

Tore: 0:1 Alawie (28.), 1:1 Bektasi (52.), 2:1 Mannström (76.)

SV Eintracht Trier 05: Keilmann - Riedel, Dingels (54. Maurer), Cinar, Heinz (46. Blum) - Telch - Zinram (78. Boesen), Garnier, Lienhard, Papadimitriou - Alawie

Stuttgarter Kickers: Königshofer - Scioscia, Kaffenberger, Schulz, Landeka – Weißenfels, Müller (59. Metzler), Blank, Scepanik – Pfeiffer (71. Mannström), Bektasi (75. Tunjic)

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