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Grüne fordern "Zeitbombe Cattenom" sofort abzuschalten

Stadt Trier. Im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen hat der Atomexperte Prof. Dr. Manfred Mertins das Gutachten "Risiken des grenznahen AKW Cattenom" erstellt. Die Trierer Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer fordert in diesem Zusammenhang einen Atomgipfel.

"Das AKW Cattenom ist eine akute Gefahr für mehr als drei Millionen Menschen, die im Umkreis von 75 Kilometer des Schrott-Reaktors leben und von einem Unfall direkt betroffen wären. Dazu gehört auch die Bevölkerung von Trier und Saarbrücken. Bundeskanzlerin Merkel muss Cattenom zur Chefsache machen und alle Hebel in Bewegung setzen, damit der Schrottreaktor schnellstmöglich vom Netz geht", so Rüffer.  

Tickende Zeitbombe

Das Gutachten von Manfred Mertins, einer der profiliertesten deutschen Sachverständiger für AKW-Sicherheit, belegt erneut, dass Cattenom eine tickende Zeitbombe ist: "Es erfüllt nicht die europäischen Mindestanforderungen an bestehende AKW. Es gibt Defizite bei sicherheitstechnischen Einrichtungen zur Wärmeabfuhr und bei der Notstromversorgung. Zudem ist Cattenom weder erdbebenfest noch ausreichend gegen Flugzeugabstürze und Hochwasser gesichert. Selbst durch noch so aufwändige Nachrüstungen kann es nicht auf den Stand von Wissenschaft und Technik gebracht werden", so Rüffer. 

Vehandlungen mit Frankreich aufnehmen

Die Bundesregierung müsse deshalb umgehend Verhandlungen mit Frankreich aufnehmen, um eine unverzügliche Stilllegung von Cattenom zu erreichen. Außerdem bräuchte man einen Europäischen Atomgipfel, bei dem es um alle europäischen Schrottmeiler – neben Cattenom beispielsweise Tihange und Fessenheim – gehte. "Und ich erwarte dabei den gleichen Ehrgeiz wie in der Griechenland-Krise, als Tag und Nacht verhandelt wurde", so Rüffer abschließend.  

Das komplette Gutachten gibt es hier. Den Antrag der Grünen Bundestagsfraktion "Cattenom sofort abschalten" gibt es hier

Foto: Symbolbild/Archiv

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