SP

SVE: Hängende Köpfe nach Remis gegen Hoffenheim II

Applaus für nimmermüden Kampfgeist

Stadt Trier. Der SV Eintracht Trier ist nach dem 0:0 (0:0) gegen die TSG Hoffenheim II kaum mehr zu retten. Trotz einer starken Leistung mit unzähligen Torchancen für die Trierer muss der Verein aus der ältesten Stadt Deutschlands wohl den bitteren Gang in die Oberliga antreten. Trotz aller Enttäuschung verabschiedeten die Fans ihre aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft mit Applaus.

Die erste gefährliche Aktion nach einer zerfahrenen Anfangsphase hatten die Gäste aus Sinsheim. Philipp Ochs fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und scheiterte am stark reagierenden Chris Keilmann im SVE-Tor. Nach 21 Minuten dann die erste herausgespielte Torchance der Eintracht. Robin Garnier verfehlte das Gehäuse der TSG mit seinem Distanzschuss allerdings knapp. Der SVE schien nun hellwach und setzte die Defensive der Gäste gehörig unter Druck. Vielversprechende Gelegenheiten durch Cinar (29.) und Alawie (32.) blieben jedoch weiterhin ungenutzt. Kurz vor der Pause dann fast die Führung für die Hausherren. Diesmal scheiterte Alawie (40.) knapp an Gästekeeper Gregor Kobel. Das Powerplay der Trierer schien kein Ende mehr zu nehmen. Kurz später war es Papadimitriou (42.), der mit einem Fernschuss nur knapp verfehlte. "Der Ball wollte heute einfach nicht reingehen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen und muss auch dem Publikum heute danken, welches uns bis zum Ende unterstützt hat", sagte Rudi Thömmes, Interimscoach der Trierer.

TSG kommt mit Schwung aus der Kabine

Nur Sekunden nach Wiederanpfiff beinahe der Schock für die Moselstädter. Joshua Mees (46.) scheiterte allerdings erneut an einem starken Reflex von Chris Keilmann. Es wirkte in den ersten Minuten nach der Pause fast so, als müsse Trier den Anstrengungen in der ersten Hälfte nun ihren Tribut zollen. Nach 61 Minuten dann aus dem Nichts die größte des Chance des Spiels für Trier. Zinram legte den Ball im Sechszehner quer auf Christian Telch, dessen Schuss von TSG-Abwehrspieler Simon Lorenz auf der Linie geklärt werden konnte. "Wir haben heute mit acht Spielern begonnen, die im vergangenen Jahr noch Junioren gespielt haben. Von daher kann ich meinem Team heute keinen Vorwurf machen. Aber als ich nach dem Spiel in die Gesichter der Trierer Spieler sah, das tut natürlich dann schon weh", so TSG-Coach, Marco Wildersinn nach der Partie.

Trier vergibt beste Chancen

Wie bereits in Halbzeit eins wachten die Trierer nach rund 20 Minuten auf und setzten alles daran, den drohenden Abstieg noch zu verhindern. Papadimitriou fehlten nach 68 Minuten nur Zentimeter, um die Eintracht in Führung zu schießen. Drei Minuten später der nächste Hochkaräter für Trier. Diesmal scheiterte Jonathan Zinram freistehend vor dem Tor an Schlussmann Kobel. Fünf Minuten vor dem Ende rettete Keilmann erneut mit einem tollen Reflex gegen Ochs in höchster Not. Es ist beinahe paradox. Mit einer der besten Leistungen in dieser Spielzeit verspielt der SVE vermutlich die Minimalchance zum Klassenerhalt. "Zunächst mal muss ich mich selbst und dann die Mannschaft wieder aufbauen. Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken", so Thömmes.

Statistik:

Tore: -

Eintracht Trier: Keilmann - Riedel, Cinar, Dingels (39. Maurer), Heinz - Garnier, Papadimitriou (86. Henneböle), Zinram, Telch (79. Boesen), Lienhard - Alawie

TSG Hoffenheim II: Kobel - Kölmel (76. Coban), Dehm,Ikpide, Engelhardt - Ochs, Lorenz, Geiger, Mees (73. Bühler) - Wähling, Viventi (73. De Mello)

Zuschauer: 1364

Schiedsrichter:  Jonas Weickenmeier

KR/Fotos: funkbild

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