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Neustraße: Bäume wegen Stinkefrüchten gefällt

Stadt Trier. Viele Trierer haben sich vergangene Woche gewundert, weshalb in der Neustraße/Ecke Viehmarktstraße – scheinbar ohne Not – drei Ginkgo-Bäume gefällt wurden. Dies war jedoch nötig, um üblen Gestank zu vermeiden.

Wie das zusammenpasst erläutert die Leiterin des städtischen Grünflächenamts, Christine-Petra Schacht: "Beim Ginkgo, gibt es männliche und weibliche Exemplare. Die 'Weibchen' tragen Früchte, die an Mirabellen erinnern. Leider sind es genau diese Früchte, die Grund für die Fällungen sind, da sie unangenehm nach Buttersäure stinken."

"Geruch nicht akzeptabel"

Laut Schacht ist zum Pflanzzeitpunkt der Bäume noch nicht ersichtlich, ob es sich um ein männliches oder weibliches Exemplar handelt. Das Grünflächenamt stellte dieses Jahr fest, dass die Bäume in der Neustraße weibliche Exemplare sind, die zum ersten Mal Früchte trugen. "Der Geruch ist für Passanten, Anlieger und die Gewerbetreibenden nicht akzeptabel, sodass wir uns entschlossen haben zu fällen", betont Schacht.

Amberbaum soll gepflanzt werden

Die Fläche wird jedoch nicht brach liegen. An die Stelle der Ginkgo-Bäume wird ein Amberbaum gepflanzt, der sich für innerstädtische Standorte bewährt hat. Aufgrund geplanter Bauarbeiten an dem Gebäude Neustraße/Ecke Viehmarktstraße warten die Experten des Grünflächenamts jedoch noch mit der Pflanzung, da der Baum durch Bauarbeiten in seinem Wuchs beeinträchtigt würde. Ebenfalls ist geplant, die unterirdischen Lebensräume der Bäume zu erweitern, damit diese eine Chance auf eine nachhaltige Entwicklung haben. Da der Platz für zwei Bäume zu eng war, wird dort nur einer gepflanzt, der dann aber ausreichend Platz hat.

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Ein neues Leben fern der Heimat

Eicherscheid. »Ein Freund aus Spanien hat seine korenische Frau geheiratet, auf traditionelle Art. Das war sehr bunt und fröhlich. Eine beeindruckende Zeremonie, die mich im Juni nun auch erwartet.« Und Mario Rüttgers freut sich schon darauf. Eicherscheid (Fö). Natürlich, weil er seine Frau Mira, mit der er seit Sommer standesamtlich verheiratet ist, nun auch zeremoniell sein Ja-Wort geben kann. Aber besonders, weil seine Familie und viele Freunde den gebürtigen Eicherscheider in seiner neuen koreanischen Heimat besuchen werden. Drei Jahre wird der 32-Jährige dann schon auf der koreanischen Halbinsel leben. Zunächst für 18 Monate in Gwangju an der Westküste, nun in Pohang ganz im Osten des Landes. Aktuell macht er seinen Master in Maschinenbau. Das Abenteuer von fernen Ländern und Kulturen ist dabei fast schon nichts Neues für Mario Rüttgers. Er reiste durch Südamerika, studierte dort und in China und lebt eben nun in Korea - mit Ehefrau Mira und Tochter Nara. »In Korea spielt das Alter eine sehr große Rolle«, hat Rüttgers festgestellt. In der Sprache gibt es mehr als acht Formalitäts- und Höflichkeitsstufen. Man verwendet dann zum Beispiel im Gespräch mit Älteren eine ganz andere Grammatik. Und in der U-Bahn werden speziell Plätze für Senioren bereitgehalten. Rüttgers: »Da setzt sich kein junger Mensch hin - das ist wirklich beeindruckend.« Auch der Einfluss der Großeltern auf die Kindeserziehung sei größer als in Deutschland. »Wir haben aber eine gesunde Mischung für unsere Nara gefunden«, lacht Rüttgers und ist dankbar, dass seine Schwiegereltern viel Verständnis für den Europäer aufbringen. Alter statt Leistung »Auch auf der Arbeit gilt das Altersprinzip und nicht wie bei uns die Leistung.« Leider wirke sich das auch auf den Fußball aus, erklärt Rüttgers. »Wenn wir Studenten gegen Teams mit älteren Spielern spielten, sind für die andere Mannschaft Regeln wie Abseits einfach wegefallen. Damit kann ich mich bis heute nicht abfinden«, zeigt der Eifeler Unverständnis. »In alteingesessenen Firmen gilt das Prinzip: Befehlen und gehorchen«, weiß Rüttgers. Er selbst ist für einen westlich geprägten Professor tätig und hat daher Glück. Mit gerade einmal sieben Tagen Jahresurlaub muss er nicht auskommen. Dagegen gefällt Rüttgers das Freizeitverhalten vieler Koreaner. »Am Wochenende geht es zum Wandern und Bergsteigern. Der 32-Jährige selbst fährt gerne Rad. »Es gibt hier ein Intercity-Fahrradwegenetz durch das ganze Land.« Von seinem Sprachkurs in Gwangju hat er 300 Kilometer zu Freundin Mira nach Pohang zurück gelegt. Im Februar 2016 hat er die Westküste 900 Kilometer lang beradelt und im August 2016 war ein alter Schulfreund zu Gast - Sebastian Milz aus Huppenbroich. Mit ihm ist er von Seoul nach Busan gefahren (ca. 700 km). »Ein tolles Erlebnis für uns Beide!« Von einer Selbstverständlichkeit in Korea träumen viele Eifeler: »Bei Internetkonnektivität und –geschwindigkeit ist Korea weltweit führend«, weiß Rüttgers. Ständig bringe Samsung neue »smarte« Produkte auf den Markt. »Einkaufen gehen wir nur als Freizeitbeschäftigung - Lebensnotwendiges wird online bestellt.« Familie zu Besuch Als Eltern und Schwestern im Sommer zu Besuch waren, genoss es der Neu-Koreaner aber auch, seiner Familie das traditionelle Korea zu präsentieren. Und das werden sie auch bei der Hochzeit im Juni kunterbunt und lebensfroh erfahren. »Dann wird auf dem Boden geschlafen, gefeiert und gereist - ganz traditionell eben«, sehnt Mario Rüttgers dem großen Tag und vielen schönen Begegnungen entgegen.»Ein Freund aus Spanien hat seine korenische Frau geheiratet, auf traditionelle Art. Das war sehr bunt und fröhlich. Eine beeindruckende Zeremonie, die mich im Juni nun auch erwartet.« Und Mario Rüttgers freut sich schon darauf. Eicherscheid (Fö).…

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