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Keime entdeckt:Mutterhaus schließt Teile der Intensivstation

Gefährliche Keime bei mehreren Patienten nachgewiesen

Stadt Trier. Auf der Erwachsenen-Intensivstation des Klinikums Mutterhaus ist ein Keim mit einem besonderen Resistenzmuster bei mehreren Patienten nachgewiesen wurden. Teile der Intensivstation sind deswegen vorübergehend geschlossen worden.

"Dank unserer intensiven routinemäßigen Erregerüberwachung ist der Befall zeitnah aufgefallen und die Gegenmaßnahmen sind schnell aktiviert worden", so der medizinische Geschäftsführer Dr. Christian Sprenger. Außerdem wurden weitere Maßnahmen zur Identifizierung und Eindämmung der Keimausbreitung mit dem Trierer Gesundheitsamt abgestimmt und umgesetzt. Zusammen mit dem Deutschen Beratungszentrum für Hygiene und dem dortigen ärztlichen Leiters, Dr. Sebastian Schulz-Stübner, wird zudem für die Sicherheit der Patienten gesorgt. Dazu gehört unter anderem die vorübergehende Schließung von Teilen der Intensivstation. Die Patienten aller anderen medizinischen Abteilungen des Klinikums Mutterhaus sind davon nicht betroffen.

Hintergrund

Bei dem nachgewiesenen Keim handelt sich um einen sogenannten 4-MRGN Pseudomonas aeruginosa. Pseudomonaden kommen häufig in der unbelebten Umgebung und im Wasser vor. Der leichtfertige Gebrauch von Antibiotika, unter anderem in der Massentierhaltung, verstärkt laut Klinikum Mutterhaus die Resistenzbildung von Keimen. Im Klinikum selbst überwacht seit mehreren Jahren eine Arbeitsgruppe die leitliniengerechte Antibiotikatherapie der Patienten.

RED

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