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27-Jähriger soll absichtlich in Gegenverkehr gefahren sein

Unfall in Güterstraße - Ermittlungen wegen Totschlags

Stadt Trier. In der Trierer Güterstraße ist es am 15. März zu einem schweren Unfall gekommen. Zwei Autos waren hier frontal zusammengestoßen. Eine 32-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen den 27-jährigen Unfallverursacher. Ihm werden versuchter Totschlags, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriffs in den Straßenverkehr vorgeworfen.

Es ergaben sich bereits bei der Unfallaufnahme Hinweise, wonach der 27-Jährige sein Auto absichtlich in den Gegenverkehr gelenkt habe. Die Polizei fand im Auto des Mannes  einen Brief, dessen Inhalt auf mögliche Suizidgedanken schließen habe schließen lassen. Im Rahmen der Ermittlungen verdichtete sich der Verdacht, dass der 27-Jährige den Unfall absichtlich begangen haben könnte.

Mann soll absichtlich in Gegenverkehr gefahren sein

Die Staatsanwaltschaft Trier hält folgenden Ablauf für wahrscheinlich: Der Beschuldigte fuhr am Vormittag des 15. März mit seinem Mercedes die Güterstraße aus Richtung Gartenfeld entlang. Dort wechselte er mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn, um einen Frontalzusammenstoß mit einem  dort fahrenden VW Golf herbeizuführen. Da es der 32-jährige Golf-Fahrerin nicht mehr gelang auszuweichen, prallten beide Fahrzeuge in Höhe der Hausnummer 55 seitlich versetzt frontal aufei-nander. Angesichts des Unfallhergangs besteht nach Auffassung der Staatsanwaltschaft der Verdacht, dass der Beschuldigte dabei billigend in Kauf nahm, dass die Golf-Fahrerin durch den Aufprall tödliche Verletzungen erleidet.

27-Jähriger psychisch krank

Die 32-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt und ist stationär in ein Krankenhaus aufgenommen worden. Es besteht jedoch keine Lebensgefahr. Der Unfallverursacher, der bei dem Zusammenprall ebenfalls verletzt wurde, leidet nach den bisherigen Erkenntnissen an einer schweren psychischen Erkrankung, mit der das Tatgeschehen in Zusammenhang stehen dürfte. Der 27-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier vorgeführt. Dieser ordnete die einstweilige Unterbringung in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus an.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang und zu den Hintergründen dauern an. Ein technischer Sachverständiger ist mit der Rekonstruktion des Unfallgeschehens beauftragt worden. Im Rahmen der weiteren Untersuchungen wird auch die Frage der Schuldfähigkeit des Beschuldigten zu klären sein.

RED

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