Bernd Niesen als Bundesvorsitzender Technischer Beamter bestätigt

VG Trier-Land. Beim Gewerkschaftstag des Bundes Technischer Beamter (BTB) in Berlin ist der Bundesvorsitzende Bernd Niesen aus Mertesdorf bei Trier in seinem Amt bestätigt worden.

 Der BTB - Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft - organisiert über 12 000 Mitglieder aus den technisch-naturwissenschaftlichen Fachverwaltungen des Bundes und der Länder.  Mit 73 von 79 Stimmen haben die Delegierten Niesen in seiner fünften, und  wie er betonte letzten Amtszeit, im Amt bestätigt. Für Bernd Niesen war es auch eine Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit in  seinen zahlreichen Aufgaben rund um seine Funktion als Bundesvorsitzender des BTB. So vertritt Bernd Niesen den BTB u.a. im Bundesvorstand und Bundeshauptvorstand des dbb, als Vorsitzender der Fachkommission Technik und Umwelt oder als stellvertretender Vorsitzender der dbb-Akademie. In seiner Rede vor dem Gewerkschaftstag setzte sich Bernd Niesen vehement dafür ein, dass  "Fachstellen auch mit Fachkräften besetzt werden". Zunehmend führe die Besetzung von technischen Fachstellen mit fachfremdem Personal, in den Kommunal-, Landes-, Bundesverwaltungen und Landesbetrieben, zum Wettbewerbsnachteil für die Auftragnehmer öffentlich technischer Leistungen. Der BTB weise seit Jahren  immer wieder darauf hin, dass gerade fachfremd besetzte "Entscheiderstellen" in den Führungsfunktionen auch erhebliche Mehrkosten bedeuten können. Es sei deshalb vordringlich, Führungsfunktionen mit Technikern, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zu besetzen. Im Klartext heiße dies: " Wo Fachstelle drauf steht, muss auch Fachverstand drin sein." BTB-Landesvorsitzender Karl-Heinz Boll (Hachenburg) macht deutlich, dass die freiberuflichen Kollegen, die Ingenieurbüros und Auftragnehmer von öffentlichen Bauleistungen zwischenzeitlich mehr und mehr die Fachkompetenz in den "Amtsstuben" vermissen. Aber auch  Ingenieurverbände stellen fest, dass Beratende Ingenieure ein fachlich adäquates Gegenüber in den Dienststellen brauchen, um selbst eine fachlich einwandfreie und wirtschaftlich günstige Lösung von technischen-naturwissenschaftlichen Problemen der öffentlichen Hand anbieten zu können. Dies bedeute: Qualifizierte Techniker und Ingenieure in die Verwaltungen! Der technische öffentliche Dienst muss, so Karl-Heinz Boll, beim Wettlauf um die guten Köpfe mithalten können, wenn die Fachkompetenz gesichert werden soll. Die Politik ? vor allem in Ländern und Kommunen ? muss diese Mahnungen endlich ernst nehmen und für deutliche Verbesserungen im technischen und naturwissenschaftlichen Dienst sorgen.   

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.