mn 1 Kommentar

Etappe 5: Der Eifelsteig kann sehr steinig werden

Von Gemünd zum Kloster Steinfeld

Wandertipp des Monats. Das Eifelgold zeigt sich in seiner schönsten Pracht, als wir Ende Mai die 5. Etappe des Eifelsteigs von Gemünd zum Kloster Steinfeld in Angriff nehmen. Vor allen Dingen im ersten Abschnitt zwischen Gemünd und Olef säumte blühender Ginster, auch Eifelgold genannt, den Weg.

Nicht nur der Ginster macht diesen ersten Abschnitt wanderbar. Und da es immer wieder Menschen gibt, die sich in Gemünd schwertun, den Einstieg in den Eifelsteig zu finden: Hinter der Kirche geht es rechts den schönen Pfad hoch! Besagter Pfad führt durch schönen Wald beständig nach oben und strebt einem absoluten Höhepunkt der Tour entgegen, der Kuckucksley. Ähnlich einem Adlerhorst liegt dieser Aussichtspunkt mit Schutzhütte hoch im Felsen über dem Schleidener Tal und gibt einen spektakulären Blick auf den Fachwerkort Olef frei. Jener Ort ist nach einem schönen Abstieg dann auch das nächste Ziel. Der Weg führt über den Fluss Olef an der Pfarrkirche vorbei durch den Ort, der von Schienensträngen durchzogen ist. Dort hat einst die »Flitsch« verkehrt, ein Zug, der heute noch an Wochenenden dank der Oleftalbahn unterwegs ist.

Tortur

Hinter Olef geht es dann durch den Wald hinauf zur Broicher Höhe. Diesen Abschnitt als Schotterweg zu klassifizieren, wäre mit Sicherheit untertrieben. Dort wird der Wanderer auf eine Geröllpiste geschickt, die das Gehen zur Tortur macht. Ein solcher Belag hat eigentlich auf einem Premiumwanderweg nichts zu suchen. Auch danach wird es leider nicht spannender. Endlose gerade und breite Wirtschaftswege prägen den weiteren Verlauf. Für eine willkommene, dafür umso schönere Abwechslung sorgt nur der Kaller Pingenwanderweg, der sich mit dem Eifelsteig ein Stück Strecke teilt. Richtig schön wird es eigentlich erst wieder vor Steinfelderheistert nach der Überquerung der L 203 bei Rinnen, wenn der Eifelsteig zuerst durch eine schöne Wiesenlandschaft und später dann, bereits kurz vor dem Kloster Steinfeld, durch herrlichen Buchenwald führt.

Fazit: Die Etappe gehört zu den leichteren des Eifelsteigs und hat am Anfang und Schluss ihre Reize. Den Mittelteil allerdings mochten wir überhaupt nicht.

Die Daten zur 5. Eifelsteig-Etappe

Die Länge: Offiziell ist die 5. Etappe des Eifelsteigs von Gemünd zum Kloster Steinfeld 17,4 Kilometer lang. Tatsächlich sind wir auch hier weiter gelaufen - insgesamt 19,7 Kilometer.

Aufstieg/Abstieg: Offiziell sind es 640 Meter Aufstieg und 481 Meter Abstieg. Selbst gemessen lagen wir bei 559/409 Metern.

Geocache: Es gibt den Wandercache, »Eifelsteig 05 - Auf den Spuren der Mönche« (GC1X4F1). Man druckt ein Bildraster aus, läuft die Wegepunkte an und hat am Ende dann die Koordinaten zum Cache.

Einkehren: Damit hat man auf dieser Etappe wenig Probleme. Sowohl an Start und Ziel gibt es ausreichend gastronomisches Angebot. Zudem kann man in Golbach in einem Kiosk, der direkt am Eifelsteig liegt, einen Zwischenstopp einlegen.

Wie komme ich hin? Die Tour lässt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln machen. Zudem kommt auch hier an den Wochenenden der Eifelsteigbus zum Einsatz. Den Fahrplan gibt es als pdf hier. 

Artikel kommentieren

Kommentar von Szczygiol Brigitte
Mir hat die Etappe sehr gut gefallen, war nicht so lang.Einkehr in Golbach super, selbst gebackene Kuchen, freundliche Bedienung.