60 Jahre Stadtgeschichte veranschaulicht

Adenau. "60 Jahre Stadt Adenau 1952 bis 2012" sind ab sofort bis Ende September in der Eingangshalle der Kreissparkasse Ahrweiler in Adenau zu sehen. Neben aussagekräftigen Fotos und Urkunden können Gerätschaften aus der damaligen Röhrenprüfgerätefabrik Funke betrachtet werden. Zahlreiche geladene Gäste machten sich im Rahmen der Ausstellungseröffnung ein genaueres Bild von Adenaus jüngster Geschichte.

Der 11. Mai 1952 ist für das Eifelstädtchen ein historisches Datum. Vor 60 Jahren überreichte Peter Altmeier, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, die Urkunde über die Stadtrechte an den damaligen Bürgermeister Peter Baur. Dieses Dokument ist nun für die Öffentlichkeit ebenso zugänglich wie eine Vielzahl an Bildern und entsprechenden Erläuterungen. Möglich gemacht hat dies der Verein für Heimatpflege Adenau. Und so würdigte Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann in seiner Rede auch das Engagement der emsigen Mitglieder. "Wie bei unzähligen anderen Projekten des Vereins, die das Leben der Stadt und der Region in immer anderen Teilaspekten dokumentierten, wurde auch hier eine hervorragende Arbeit geleistet. Herrmann Lehmann, Richard Hammes und Manfred Korden  haben viele Stunden damit verbracht, das hier ausgestellte Material zu sammeln, zu sichten und liebevoll zu einem harmonischen Ganzen zusammen zu führen." Auch Guido Mombauer, KSK-Vorstandsmitglied, fand lobende Worte für die Ausstellung, die u.a. jungen Menschen Gelegenheit biete, sich mit der Adenauer Geschichte auseinanderzusetzen. Zumal nach Ansicht Hoffmanns "alle großen und auch weniger großen Ereignisse der vergangenen 60 Jahre vertreten und meist anhand von Fotos dokumentiert sind." Die Ausstellung sei ehrlich, sagte das Stadtoberhaupt, "zeigt sie doch neben den Licht- auch Schattenseiten der vergangenen Jahre. Wir sehen den Abbau der Bahngleise ebenso, wie die Beerdigung des Amtsgerichts. Aber auch der Neubau von Straßen, Schulen, des Krankenhauses oder Gewerbebetrieben ist dokumentiert." Die Ausstellungsbesucher können sogar der Festrede von vor 60 Jahren lauschen. Hoffmann verwies später auf das druckfrische Jahrbuch der Stadt, das regelmäßig zum Heimatfest erscheint und weiterführende Informationen zu den gezeigten Exponaten enthält. In ihm "haben u.a. Mitglieder des Vereins für Heimatpflege in interessanten Beiträgen das Leben und Werden der Stadt und der hier lebenden Menschen eingefangen und für die Nachwelt erhalten. Auch anderen Orts, zum Beispiel beim Betrieb des Heimat- und Zunftmuseums oder der Vorbereitung des Tages des Denkmals am 9. September, zu dem man das Haus Stein am Markt oder Haus Romes Hartmann am Buttermarkt besichtigen kann, leistet der Verein Herausragendes", dankte der Stadtbürgermeister dem Heimatverein ebenso wie der Kreissparkasse Ahrweiler, die in ihrer Adenauer Geschäftsstelle bis Ende September neuen geschichtsträchtige Schautafeln und eine Vitrine beheimatet. Der Verein für Heimatpflege betreut das Heimat- und Zunftmuseum und seit der Gründung des Vereins auch noch den Adenauer Kreuzweg, der im kommenden Jahr mit einem feierlichen Event auf ein 150-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Zur Bewältigung dieser Aufgaben sucht der Verein Helfer und neue Mitglieder, die bei der Aufarbeitung der Stadtgeschichte mithelfen. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, meldet sich beim Vorstand unter Tel. 02691-932316, vorstand@heimatverein-adenau.de.

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