Motorsport-Hammer: Formel 1 kehrt in die Eifel zurück!

Zuschauer könnten zugelassen werden

Nürburg. Vom 9. bis zum 11. Oktober wird die Formel 1 zum "Großen Preis der Eifel" auf dem Nürburgring Station machen und damit nach sieben Jahren auf den "Ring" zurückkehren.

Es ist eine Nachricht, auf die Nürburgring- und Motorsport-Fans seit Jahren warten: Die Formel 1 kehrt auf die legendäre Rennstrecke in der Eifel zurück. Das bestätigt die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG. Nicht einmal lange warten müssen die Fans darauf. Die Königsklasse des Motorsports macht vom 9. bis zum 11. Oktober Station am Nürburgring. Dann werden Lewis Hamilton, Max Verstappen, der aktuell einzige deutsche Fahrer Sebastian Vettel und Co. über die Grand Prix Strecke heizen. Und das ist noch nicht alles: Die Organisatoren würden mit Hochdruck daran arbeiten, dass "eine begrenzte Anzahl von Zuschauern das Motorsport-Spektakel live vor Ort verfolgen" könne, heißt es seitens des Nürburgrings.

"Natürlich sind wir alle voller Vorfreude auf das Event und auch ein wenig stolz darauf, dass wir die Formel 1 an den Nürburgring zurückholen konnten", beschreibt Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort die aktuelle Gefühlslage.

Das bislang letzte Rennen der Königsklasse ging 2013 in der Eifel über den Asphalt. Damals gewann Sebsatian Vettel. Laut Medienberichten gab den Ausschlag für das Rennen auf dem Nürburgring, dass das Land Rheinland-Pfalz in Aussicht gestellt hat, dass auch Fans zu dem Rennen kommen könnten. Auf der ursprünglich eingeplanten Rennstrecke in Hockenheim sei das aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen in Baden-Württemberg nicht möglich.

Ausgetragen wird das Rennen unter dem Titel "Formula 1 Aramco Großer Preis der Eifel". Auch die Rennstrecken in Imola und Portimao wurden neu in den Rennkalender aufgenommen. Somit dehnt sich die Rennserie in diesem Jahr aktuell auf 13 Rennen aus. Insgesamt 15 Grands Prix sind jedoch erforderlich, um die geltenden TV-Verträge zu erfüllen.

Interview mit Nürburgring-Pressesprecher Alexander Gerhard

Wie hat es der Nürburgring zurück auf die Formel 1-Bühne geschafft?

Die Gespräche hat es ja immer - wenn auch in loser Form gegeben. In den letzten Wochen haben sich diese Gespräche intensiviert und es wurde am Ende ein gemeinschaftliches Konstrukt gefunden, die die Rückkehr der Formel1 nach sieben Jahren der Abwesenheit ermöglicht hat. Die Maxime, dass die Durchführung der Formel 1 auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten passen muss, haben wir dabei beibehalten.

Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass Rennen mit Zuschauern durchzuführen?

Das kann man in diesen Zeiten wohl nicht als Basis für die Planung von Rennen nehmen. Jedoch arbeiten wir daran, dass es eventuell Zuschauer geben kann. Das wäre für Fans, Rennserie und Rennstrecke ein toller Erfolg. Ob das klappt, kann man aber noch nicht absehen.

Hat das Formel 1-Rennen im Corona-Jahr 2020 Signalwirkung für die Zukunft, heißt, ist der "Ring" in der Königsklasse wieder dabei?

Wir schauen nun erst einmal auf dieses Jahr. Es gibt bis Oktober nun noch einiges zu tun. Was danach möglich ist oder passiert können wir noch nicht sagen.

Zum Ende des Jahres steigt RTL nach 30 Jahren aus der Free-TV-Berichterstattung aus. Die Formel 1-Zukunft des aktuell einzigen deutschen Fahrers, Sebastian Vettel, scheint noch ungewiss. Wie erstrebenswert ist da momentan ein Engagement in der Rennserie?

Die Formel 1 ist nach wie vor die Königsklasse des Motorsports. Der sportliche Anspruch an Fahrer und Teams ist enorm. Das Erlebnis für die Zuschauer dementsprechend aufregend. Das steht und fällt nicht mit der TV-Übertragung.

Die Fragen stellte Stefan Pauly.

Fotos: Archiv

www.nuerburgring.de

 

 

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