Nürburgring-Affäre: Bund der Steuerzahler fordert Rücktritt von Kurt Beck

Nürburg. Jährlich sorgt das "Schwarzbuch" des Bundes der Steuerzahler für Aufsehen. Einen Spitzenplatz in Sachen Verschwendung von Steuergeldern belegt auch in diesem Jahr wieder der Nürburgring. Das politische Versagen sei so gravierend, dass der Verein nun den Rücktritt von Ministerpräsidenten Beck fordert.

In Berlin stellte der Verein die neue Ausgabe seines "Schwarzbuches" vor. Wieder einmal prangerten die Autoren in ihrer Ausgabe bundesweit Steuerverschwendung an. Abschreckendes Beispiel dabei die "Bruchlandung" beim Bau des neuen Großflughafen in Berlin.

Doch harsch fällt auch die Kritik für die Verantwortlichen des Landes Rheinland-Pfalz aus. Die Autoren des 40. "Schwarzbuches" werten Becks Prestigeprojekt Nürburgring als "Fass ohne Boden". Der "staatliche Vergnügungsbetrieb" an der Rennstrecke komme den Steuerzahler teuer zu stehen, heißt es in dem Bericht. Mindestens 254 Millionen Euro müssten aus dem Landeshaushalt bereitgestellt werden, um die Gläubiger der 2009 errichteten Immobilien zufriedenzustellen. Schuld an dem Debakel habe allein die Landesregierung, die "einen völlig überdimensionierten Freizeitpark in die spärlich besiedelte Landschaft gesetzt" hätte, schreibt der Steuerzahlerbund. Dabei habe der "Landesvater" Kurt Beck immer versprochen, der Ausbau werde den Steuerzahler nichts kosten. Da es nun aber Millionensummen verschlingt, stehe er in der politischen Verantwortung und müsse zurücktreten, fordert Verein.Foto: Archiv/Seydel

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