Silberpfeil soll die Gäste in Adenau begrüßen

Adenau. Der Silberpfeil und seine Geschichte sind untrennbar mit Adenau verbunden. Jetzt wollen die örtlichen Vereine dem Wagen ein Denkmal setzen und sammeln dafür Spenden.

Das Wort Silberpfeil fiel zum ersten Mal nach einem Rennen auf dem Nürburgring. Das 1934 entwickelte W25 Modell von Mercedes sollte am 3. Juni 1934 auf der Grünen Hölle ins Rennen gehen, doch der Wagen brachte zuviel Gewicht auf die Waage.  750 Kilo war das Limit - 751 wog der Rennwagen. Die Not im Rennstall war groß  »Nun sind wir die Gelackmeierten«, fluchte Rennleiter Alfred Neubauers Ausspruch. Der Fahrer Manfred von Brauchitsch wurde von diesem Spruch auf eine Idee gebracht. Das Team schliff den weißen Lack ab, um doch noch auf das zulässige Gewicht zu kommen. Dabei trat das Aluminiumblech zutage, dem der W25 und seine Nachfolger den Titel »Silberpfeil« verdanken.
Weil diese Geschichte mit dem Nürburgring und damit  auch mit Adenau verbunden ist, möchte man dem Silberpfeil nun ein Denkmal im Herzen von Adenau setzen.
»Tradition ist unser Ding - der Silberpfeil gehört zum Ring«, so lautet das Sessionsmotto, mit dem der örtliche Karnevalsverein, die KG Rot-Weiß Adenau, in diesem Jahr in die jecke Jahreszeit startet. In dieser Session soll ein Silberpfeil entstehen, der als Blickfang auf dem Kreisverkehr am Ortseingang von Adenau thronen soll.
Eine Aktion, die der Karnevalsverein, die Stadt Adenau und der Gewerbeverein gemeinsam stemmen wollen. »Der Gewerbeverein wollte auf dem Kreisverkehr etwas Neues machen«, erinnertesich Christoph Böder, der Präsident der Karnevalsgesellschaft. Zuerst stand im Raum, ein Rennauto zu erwerben und das auf dem Kreis zu platzieren. Da kam Böders Stellvertreter Eddy Rausch, der ebenfalls im Gewerbeverein vertreten ist, die Idee, den Silberpfeil nachzubauen. Schließlich ist das deutlich billiger, als einen Rennwagen als Ausstellungsstück zu erwerben.
»Wir fühlen uns Adenau sehr verbunden und wollten das unterstützen«, erklärte Böder. So kam es, dass der Verein, diese Aufgabe zu übernahm. »Wir haben ja schon einige Erfahrungen mit dem Wagenbau gesammelt«, sagte Böder.
So ist es dann auch geplant, dass der Silberpfeil, bevor er auf den Kreisverkehr gesetzt wird, im Adenauer Karnevalszug mit dabei sein wird.
»Fahren kann man ihn natürlich nicht«, lachte Böder.
Aber auf dem Wagen der KG Rot-Weiß wird er platziert, so dass der Sportwagen eine schöne Runde durch den Ort drehen wird.
Dazu wird die Karnevalsgesellschaft für die Session einen eigenen Silberpfeil-Orden kreiern, der dann verliehen werden kann.
Zur Zeit sammelt der Verein Spenden, um die Aktion zu finanzieren. »Wir haben schon Geschäftsleute aus Adenau angesprochen«, erzählt Böder. Außerdem ist das Projekt Teil der Hilfsaktion der Sparda-Bank »spardahilft.de«. Bis zum 5. Dezember besteht nun die Möglichkeit, mit dem »Spenden-Klick« das Projekt zu unterstützen. Für jeden Klick spendet der Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest 5 Euro – bis zu 6.000 Euro pro Projekt.
Der Verein kann natürlich nicht ahnen, wieviel Geld dabei zusammenkommt. Eines ist aber klar: Der Silberpfeil kommt. Die Karnevalisten werden die Aktion in jedem Falle umsetzen. »Wir kriegen das günstig hin, weil wir fast alles ehrenamtlich machen«, betonte Böder. Kosten verursacht vor allem das Material und der Umbau des Kreisverkehres. »Wir versuchen einfach, so viele Spenden zu kriegen wie möglich«, sagt Böder.
Enthüllt werden soll der Silberpfeil am 18. Juni – zum 90. Geburtstag des Nürburgrings.
www.spardahilft.de/fastnachtsvereine/projekte/kg-rot-weiss-adenau-e-v

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