Zuschauer sollen zum Nürburgring zurückkommen

Modellprojekt für Freiluftveranstaltungen mit Zuschauern

Nürburg. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat heute den "Perspektivplan Rheinland-Pfalz" vorgestellt. Ab morgen gelten in Landkreisen, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 vorweisen und nicht der "Bundesnotbremse" unterliegen, Regellockerungen.

Ab dem morgigen Mittwoch gilt die erste Stufe des dreistufigen »Perspektivplans Rheinland-Pfalz«, der Lockerungen der Coronaregeln in Kreisen und kreisfreien Städten ermöglicht, die fünf Tage in Folge eine Inzidenz von unter 100 aufweisen und in denen die Bundesnotbremse nicht greift. Es gelten die gleichen Bedingungen wie aktuell in Lebensmittelgeschäften. Zudem wird kontaktarmer Urlaub möglich. Übernachtungen in Ferienwohnungen und in Wohnmobilen und Wohnwagen mit eigenen sanitären Anlagen sind dann wieder erlaubt.  Übernachtungen in Hotels sind auch „kontaktarm“ möglich, wenn zum Beispiel Frühstück auf dem Zimmer und ein eigenes Bad angeboten wird.

Für den Aufenthalt ist eine Testung bei Anreise und danach alle 48 Stunden notwendig. Auch im Sport ist die kontaktfreie Sportausübung wieder möglich, das gilt auch für Bereiche des Fußballtrainings, bei dem Abstand gehalten werden kann. Hallensport ist im Rahmen der Kontaktbeschränkung möglich, wenn Abstand eingehalten und die Personenbegrenzung von einer Person auf 40 Quadratmeter nicht überschritten wird. Außerdem ist für maximal 20 Kinder Sport auch ohne Abstand möglich.

Unter anderem beinhaltet der "Perspektivplan" den Nürburgring als Modellprojekt für Veranstaltungen mit Zuschauern im Freien. Die dritte Stufe des Perspektivplans, in der das Modellprojekt starten kann, tritt ab dem 2. Juni in Kraft. »Für das besondere Vertrauen der Landesregierung möchten wir uns bedanken. Gleichzeitig wissen wir auch, dass dies ein Resultat unserer erfolgreichen Arbeit der vergangenen Monate ist«, erklärt Mirco Markfort, Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH: »Wir bauen hier auf den bereits erfolgreich erprobten Zuschauerkonzepten auf. Dies geschieht unter wissenschaftlicher Begleitung und in Rücksprache mit den zuständigen Behörden.«

Somit ist nach derzeitigem Stand nicht auszuschließen, dass Veranstaltungen wie das ADAC TOTAL 24h-Rennen, die FIA World Rallycross Championship, der ADAC Truck-Grand-Prix oder der AvD-Oldtimer-Grand-Prix vor Zuschauern stattfinden können. 2020 übernahm der Nürburgring in Sachen Zuschauern eine Vorreiterrolle. Höhepunkt war das Rennen der Formel 1 im Oktober, bei dem bis zu 20.000 Besucher auf den Tribünen Platz nehmen durften. 13.500 Motorsport-Fans waren letztlich angereist. Laut Nürburgring Gesellschaft war dies 2020 eine der größten Veranstaltungen weltweit. Die Kreisverwaltung Ahrweiler fasste nach der Saison zusammen, dass keine Corona-Infektion im Kreis Ahrweiler auf eine Veranstaltung am Nürburgring zurückzuführen sei.

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