Zeltlager soll weiter gehen

Gemeinschaft in Ahrbrück verlor gesamte Ausstattung

Ahrbrück. Seit 1972 fahren in den Sommerferien jeweils mehr als 100 Kinder mit der Katholischen Zeltlagergemeinschaft in den Lager-Urlaub. Nun ist die Gemeinschaft auf Spenden angewiesen, um das wieder zu ermöglichen.

Eigentlich hätte am 14. Juli die Lagerausrüstung auf den Lkw geladen werden sollen und es wäre mit Sack, Pack und Kindern zwischen acht und 15 Jahren zum traditionellen Ferienlager gegangen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie war dieser Sommerferienspaß der Katholischen Zeltlagergemeinschaft Ahrbrück zum zweiten Mal in Folge abgesagt worden. Die Anzahl von 170 Personen in einer Lagergemeinschaft konnten die Organisatoren laut den Pandemiebestimmungen im Juli nicht vertreten. War schon alleine das bedauerlich, so kam es am besagten 14. Juli noch schlimmer. Die Hochwasserkatastrophe an der Ahr zerstörte die Lagerräume der Zeltlagergemeinschaft mit dem gesamten Lagerinventar vollständig. Über Jahre zusammengesparte Ausrüstungsgegenstände im Wert von rund 75.000 Euro wurden fortgespült oder sind nicht mehr zu verwenden. Somit stand auch das Jubiläumslager zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinschaft im kommenden Jahr sofort in den Sternen. Das Zeltlager Ahrbrück besteht seit dem Jahr 1972 und war jährlich einer der Höhepunkt für viele Kinder aus der Verbandsgemeinde Altenahr und Umgebung. Meist waren es etwa 120 bis 130 Kinder, die während der zehntägigen Ferienfreizeit von einem 40-köpfigen Team versorgt und betreut wurde. Nach der Flut haben die Betreuer mit der Hilfe von Sponsoren kurzfristig zahlreiche kostenlose Tagesangebote auf die Beine gestellt, um den Kindern im Flutgebiet eine Abwechslung zu der traumatischen Situation bieten zu können.

Um das Zeltlager auch künftig zu ermöglichen und eine neue Ausrüstung anschaffen zu können, hat die Kreissparkasse Ahrweiler 5.000 Euro an den Fördervereins Zeltlager Ahrbrück, der die Zeltlagergemeinschaft unterstützt, gespendet. Weitere Unterstützung kam es aus Köln. Die Offene Schule Köln, eine inklusive Gesamtschule im Kölner Süden, hat - initiiert durch den ehemaligen Schulleiter Hans Flinkerbusch und den Förderverein der OSK "Netzwerk Inklusive Schule Köln" - Eltern, die Schülerschaft und das gesamte Schulnetzwerk mobilisiert, um dem Ahrtal nach der Flutkatastrophe zu helfen. Über private Kontakte hat die OSK den Verein "Provinzialer Westfalen-Lippe helfen e.V." angesprochen und über die Mitarbeitenden der Provinzial eine Spendensumme von 10.000 Euro für die Zeltlagergemeinschaft zusammenbekommen. Die OSK hat bereits an anderen Stellen im Ahrtal gewirkt. Es sind bereits einige Projekte entstanden von Kleiderinitiativen, Baustoffbeschaffung oder der Organisation von Handwerkerinnen und Handwerkern aus der OSK-Schulfamilie bis zu einem Zirkusprojekt einer Grundschule im Ahrtal.

Very affordable Angles In A Triangle Homework Helps from professional and passionate bloggers. Wer den Förderverein Zeltlager Ahrbrück finanziell unterstützen möchte, kann dies über dessen Spendenkonto (IBAN: DE73 5775 1310 0002 5054 10) tun.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

AOK zieht sich aus Cochem zurück

Cochem. Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber dem Cochemer WochenSpiegel. Ausschlaggebend für die Überlegungen waren demnach auch die Erfahrungen und Folgen der Corona-Pandemie. Jan Rößler: »Die Beratung am Standort Cochem endete am 16. März 2020 aufgrund der eingetretenen Corona-Pandemie. Aufgrund des geänderten, generellen Kundenverhaltens schon weit vor der Pandemie, eben in Richtung digitaler und telefonischer Kontaktkanäle, wird die Beratung in Cochem, als kleinerer Standort, nicht wieder aufgenommen.« Die Beratung der Mitglieder der AOK soll nun unter anderem durch Kundenberaterinnen und Kundenberater auch zu Hause im Rahmen des Außendienstes erfolgen. Alle Arbeitsplätze bleiben, nach Angaben von AOK-Pressesprecher Jan Rößler, in der Region erhalten. »Nach Beendigung der Beratungsstelle Cochem sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im nächst erreichbaren Kundencenter (etwa Daun, Simmern, Mayen) weiterhin für unsere Versicherten aktiv.« Stadtbürgermeister Walter Schmitz bedauert auf Anfrage des WochenSpiegel den Weggang. »Jeder Arbeitsplatz, der in Cochem weggeht, tut uns weh. Wenn aber dann eine Institution wie eine Krankenkasse weggeht, die den Charakter einer Kreisstadt mitprägt, ist dies besonders schmerzlich.«  Herber Schlag für die Kreisstadt Cochem: Die AOK, einzige Krankenkasse die noch ihre Büros in Cochem hatte, schließt nach WochenSpiegel-Informationen die Geschäftsstelle Ende Februar für immer.  Dies bestätigt AOK-Pressesprecher Jan Rößler gegenüber…

weiterlesen