Müllabfuhr startet früher

Ahr. Aufgrund der Hitze legen die Mitarbeiter des AWB schon um 5.30 Uhr los. Kreis gibt Tipps gegen Maden im Biomüll.

Sommer, Sonne - aber kein Hitzefrei für die Müllabfuhr. Wie der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Ahrweiler (AWB) mitteilt, rückt die Müllabfuhr wegen der anhaltend hochsommerlichen Temperaturen derzeit bereits eine Stunde früher aus, um die Gesundheit der Mitarbeiter nicht zu gefährden. Die Abfuhr beginnt deshalb aktuell um 5.30 Uhr. Mülltonnen, Altpapier und Sperrmüll sollten entsprechend rechtzeitig, am besten schon am Vorabend, bereitgestellt werden. Diese Regelung gilt vorerst bis Mittwoch, 31. Juli.

Die pralle Sonne beschleunigt auch die Geruchsbildung, besonders in der braunen Biotonne. Daher wird diese Tonne noch bis Ende September jede Woche entleert. Die Abfallbehälter sollten möglichst im Schatten stehen und nur zur Leerung an die Straße gerollt werden. Machen sich die Maden dennoch breit, helfen alte Hausmittel: Das Besprühen mit einer konzentrierten Salz- oder Essiglösung oder mit Orangenöl kann die Madenbildung beseitigen. Gesteinsmehl und gelöschter Kalk aus dem Baumarkt trocknen die Maden aus. Chemische Insektenmittel sollten nicht verwendet werden; diese Stoffe gefährden Gesundheit und Umwelt.

Weitere Informationen gibt es bei der AWB-Abfallberatung unter Telefon 02641/975-222 und der -444 oder auf der AWB-Homepage.

www.meinawb.de

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Weihnachtsmarkt als Infektionsherd?

Cochem. Von Mario Zender Der umfangreiche Corona-Ausbruch im „Kloster Ebernach“, in dessen Verlauf mittlerweile fünf Bewohner verstorben sind (wir berichteten), wirft nach Recherchen des WochenSpiegel Fragen auf. Insbesondere die, warum sich das Virus so rasant in der Behinderteneinrichtung ausbreiten und sich neben 20 Bewohnerinnen und Bewohnern auch noch 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infizieren konnten.Spielt in diesem Zusammenhang auch der „Weihnachtsmarkt“ eine Rolle der, so berichtet es eine Mitarbeiterin unserer Zeitung, vom 13. bis zum 17. Dezember in der Turnhalle von „Kloster Ebernach“ veranstaltet worden war? Auf Anfrage des WochenSpiegel bestätigte Einrichtungs-Sprecherin Sandra Schneemann, dass in der betreffenden Zeit ab dem 13. Dezember in der Turnhalle ein (Zitat) „kleiner hausinterner Weihnachtsmarkt durchgeführt wurde“. Dort hätten die Wohngruppen „jeweils einzeln in einem zugewiesenen Zeitfenster basteln, Waffeln essen und ein bisschen die vorweihnachtliche Stimmung genießen“ können. Während andernorts alle Weihnachtsmärkte geschlossen bleiben mussten, wurde ein Großteil der 280 Bewohnerinnen und Bewohner der Behinderteneinrichtung zum Weihnachtsmarkt in die Turnhalle eingeladen. Und zwei Tage später, am 19. Dezember, so bestätigt es die Kreisverwaltung Cochem-Zell auf Anfrage unserer Zeitung, wurde der erste  Bewohner im „Kloster Ebernach“ positiv auf COVID19 getestet.  Nach und nach dann immer mehr. Und gut zwei Wochen später, am 3. Januar 2021, der erste Mitarbeiter.  +Die Behinderteneinrichtung weist auf Anfrage darauf hin, dass es bei dem Weihnachtsmarkt „keine Durchmischung der Wohngruppen“ gegeben habe, da die „Bewohner und Mitarbeitenden jeweils im Wohngruppenverband, also als Haushalt, an dem Weihnachtsmarkt“ teilgenommen hätten. Auch habe es „selbstverständlich ein entsprechendes Hygienekonzept“ gegeben, nach dem die Gruppen den Markt hätte besuchen dürfen. Keine Angaben möchte das „Kloster Ebernach“ auf eine Anfrage dazu machen, wie viele Bewohner genau an den einzelnen Tagen des Weihnachtsmarktes teilgenommen haben. Auch schweigen sich die Verantwortlichen darüber aus, wie viele der Teilnehmer letztlich an Corona erkrankt sind. Einzige Antwort der Behinderteneinrichtung trotz Nachfrage: „Wir sehen Ihre Fragen zum Thema als von uns ausreichend beantwortet an.“ KOMMENTAR Unangebrachtes Schweigen Von Mario Zender Fünf Bewohner der Behinderteneinrichtung „Kloster Ebernach“ sind an Corona verstorben, zahlreiche weitere und Mitarbeiter infiziert. Nun kommt der Verdacht auf, wonach eine mehrtägige Weihnachtsmarkt-Veranstaltung Mitte Dezember möglicherweise dazu geführt haben könnte, dass sich das aggressive Corona-Virus so rasant in der Einrichtung ausbreiten konnte. Während anderenorts Weihnachtsmärke geschlossen blieben, organisierten die Verantwortlichen von „Kloster Ebernach“ gleich über mehrere Tage einen solchen. Unverantwortlich? Oder war das Sicherheits- und Hygienekonzept der Einrichtung so gut, dass es verantwortbar war, diese Veranstaltung durchzuführen? Um sich ein objektives Bild der Situation machen zu können, wollten wir von den Verantwortlichen der Behinderteneinrichtung Details zu der Veranstaltung erfahren. Doch die Heimleitung mauert, beantwortet Nachfragen nicht. Das Verhalten wirft weitere Fragen auf. Was gibt es zu verheimlichen hinter den Klostermauern? Eines steht fest: Mit jedem weiteren Infektions- oder Todesfall steigt der Druck auf die Verantwortlichen, endlich umfassend offen und transparent mit den Fall umzugehen. Mail an den Autor: mzender@weiss-verlag.de  Von Mario Zender Der umfangreiche Corona-Ausbruch im „Kloster Ebernach“, in dessen Verlauf mittlerweile fünf Bewohner verstorben sind (wir berichteten), wirft nach Recherchen des WochenSpiegel Fragen auf. Insbesondere die, warum sich das Virus so…

weiterlesen