Wasserverschwendung wird geahndet

Zweckverband hat Allgemeinverfügung erlassen

Ahr. Das Trinkwasser im Ahrtal ist weiterhin knapp. Das Waschen von Fahrzeugen, Wässern im Außenbereich und Befüllen von Pools ist deshalb bis auf Widerruf untersagt. Das gilt auch für Gebiete, die nicht unmittelbar von der Flutkatastrophe betroffen sind.

Da das Trinkwasser im Ahrtal noch immer knapp ist, hat der Zweckverband Eifel-Ahr per Anordnung untersagt, Wasser zu verschwenden. Einige Orte konnten an das vorhandene Leitungsnetz angebunden werden. Darüber hinaus ist Wasser zu den Hochbehältern transportiert worden. Der Transport ist sehr aufwändig und zeitintensiv. Gleichzeitig handelt es sich um weniger Wasser als normalerweise in den Hochbehältern vorhanden ist.

Der Zweckverband Wasserversorgung macht deshalb nochmals deutlich, dass das Wasser - auch in den nicht von der Flutkatastrophe betroffene Gebieten - begrenzt ist. Das Waschen von Fahrzeugen, Wässern im Außenbereich und Befüllen von Pools ist deshalb bis auf Widerruf untersagt. "Der Notstand ist noch nicht vorbei, außerdem brauchen wir ausreichend Wasser für mögliche Brandfälle", mahnt Theo Waerder, Geschäftsführer SWB Regional. Er weist darauf hin, dass zivilrechtlich gegen diejenigen vorgegangen wird, die sich nicht an die Anordnung zum Wassersparen halten.

Insbesondere muss in jenen Ortsgemeinden Wasser gespart werden, in denen die Hochbehälter mit Wasserwagen befüllt werden. Das betrifft Ahrbrück, Aremberg, Eichenbach, Fuchshofen, Hümmel, Ohlenhard, Reifferscheid, Rodder, Wershofen und Winnerath. Hier ist der Wasserverbrauch auf das absolut Notwendigste zu begrenzen.

Insgesamt bleibt das Abkochgebot bestehen, sofern Wasser zum Trinken, Kochen oder zur Zubereitung von Speisen oder Getränken genutzt wird, es sei denn das Wasser kommt aus Flaschen. Zum Waschen und Reinigen kann das Wasser ohne Einschränkung genutzt werden. Wer mit Schlamm und Überschwemmungswasser in Berührung kommt, sollte die betroffenen Stelle reinigen, um Infektionen und Hautauschläge oder Erkrankungen des Magen-Darmtraktes zu vermeiden. 

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