Ahrtal-Tourismus sieht sich auf gutem Weg

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kräfte im heimischen Tourismus sollen zunehmend gebündelt werden

Wo haben sich die Mitglieder des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. zur diesjährigen Mitgliederversammlung getroffen? »... natürlich im Ahrtal«, muss hier die Antwort lauten. So lautet die neue Dachmarke, die der Ahrtal-Tourismus und die Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH Ende November gemeinsam vorgestellt haben. Sie ist eine der Neuerungen des vergangenen Jahres, auf die Christian Lindner, Vorsitzender des Ahrtal Tourismus, und Christian Senk, Geschäftsführer der Marketing GmbH, zurückblickten. Lindner forderte die Mitgliedsbetriebe des Ahrtal-Tourimsus auf, »... natürlich im Ahrtal« in Werbung, Briefen, Mails und mehr einzubinden: »Das ist eine Mitmach-Marke.«
Zur Marketing GmbH, die vor rund einem Jahr als Dachorganisation verschiedener Tourismus- und Wirtschaftsakteure im Ahrtal gegründete wurde, sagte er: »Es war klar, dass es einige Zeit zum Strukturieren und Sortieren braucht und das dauert noch an. Die Ziele müssen umgesetzt werden und da sind wir auf einem guten Weg.« Außerdem rücke die Landesgartenschau 2022 näher. Die nächste Zeit werde durch die vielen Baustellen nicht unbedingt einfach. »Aber sie sind ein Zeichen dafür, dass etwas passiert«, so Lindner.

Senk kündigte an, dass im Vorfeld der Landesgartenschau Workshops, Seminare und Coachings für die Betriebe angeboten werden. Dabei wolle man auch auf die Wünsche der Mitgliedsbetriebe eingehen: »Wir müssen uns für die Landesgartenschau aufstellen, um das zu liefern, was wir versprochen haben. Und das haben wir getan.« Zunehmende Aufgabe der Dachorganisation sei der Verkauf von Events, während die Vermittlung von Zimmern aufgrund der Macht entsprechender Internetportale abnehme. Als Beispiel nannte Senk die 4.200 Führungen im vergangenen Jahr. Senk sprach zudem eine Überarbeitung des Magazins »Der Ahrtaler« an: »Da müssen die Termine rein, die die Gäste interessieren.« Karneval zähle beispielsweise nicht dazu, wobei diese Termine dann online zu finden sein sollen.

Die im vergangenen Jahr neu entwickelte Ahrtal-Gästemappe, die die Besucher möglichst in den Unterkünften finden sollen, stellte Senk kurz vor: »Es ist gut, wenn nicht nur das Haus selbst, sondern die gesamte Destination den Gast begrüßt.« Der dazu gehörende Fragebogen liefere zudem Besucherdaten für die gesamte Destination und nicht nur für den einzelnen Betrieb. Außderm habe man sich die Digitalisierung der Gästekarte vorgenommen. »Außerdem muss es Ziel sein, dass wir die Angebote für das nächste Jahr, bereits im Sommer zuvor präsentieren können«, so Senk. Ob das schon für 2021 klappe, sei noch nicht klar.


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