Bach statt HipHop

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Elisabeth-Lindner-Stiftung möchte im Sinne ihrer Namensgeberin die musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen fördern. Das erste von ihr finanzierte Projekt wurde nun aufgeführt.

Dritt- und Viertklässler, die Chöre aus der Johannes- und aus der Matthäus-Passion sowie weitere Werke von Johann Sebastian Bach einstudieren und sie in schwarze Hosen und Röcke sowie weiße Blusen und Hemden gekleidet in einer Kirche vortragen, findet man nicht allzu oft.  240 Kinder der Grundschule Bad Neuenahr und der Grundschule an der Landskrone Heimersheim haben sich im Rahmen eines Projekts mit der Musik des Barockkomponisten beschäftigt. Zum Abschluss gaben sie die Stücke und Lieder mit Unterstützung von professionellen Instrumentalisten in einem Konzert vor ihren Familien und Freunden in der Pfarrkirche St. Pius zum Besten.

"SingBach"

Unter dem Titel »SingBach« hatte Vokalpädagogin Prof. Friedhilde Trüün mit den Lehrern und Schülern Lieder, Choräle und umgearbeitete Arien oder mit Text versehene instrumentale »Hits« von Johann Sebastian Bach einstudiert. Ermöglicht wurde das Projekt durch die »Elisabeth-Lindner-Stiftung – Singen und Musizieren mit Kindern und Jugendlichen«. Sie hat die Kosten für die Honorare von Prof. Trüün und von den Musikern des Instrumentalensembles sowie die Organisation des Abschlusskonzertes übernommen. Es war das erste Projekt, das die Stiftung finanziert hat. Gegründet wurde sie im März 2017. Sie trägt den Namen der Bad Neuenahrerin Elisabeth Lindner, die mit ihrem Mann Lothar Lindner in Bad Neuenahr das Hotel »Villa Aurora« führte. 2012 starb Elisabeth Lindner mit 60 Jahren. Zeitlebens hatte sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten die musikalische Bildung von jungen Menschen gefördert.

Nachwuchstalente musizierten bei Elisabeth Lindner

Dazu bot sie beispielsweise die Gasträumen des Hotels für erste Auftrittsmöglichkeiten an. Wie viele Gleichgesinnte war sie der festen Überzeugung, dass musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen mehr als das Beherrschen eines Instruments bedeutet. Sie war überzeugt, dass das Musizieren allein oder in der Gruppe neben der persönlichen Freude und Zufriedenheit viele soziale Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Disziplin, geistige Reife und schöpferische Kraft stärken kann. Die Elisabeth-Lindner-Stiftung möchte dieses Engagement der Namensgeberin im Bereich der muskalischen Förderung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen weiterführen. In diesem Sinne wollen sich auch die zehn Stiftungsmitglieder unter Vorsitz von Andrea Stenzel der Aufgabe widmen, den muskalischen Nachwuchs im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler und im Kreis Ahrweiler zu fördern. Dazu sucht die Stiftung jederzeit Spenden und Zustiftungen.

Fortführung des Projekts: SingBeethoven

Eine Nachhaltigkeit des Projektes ist durch die Option gegeben, im Beethovenjahr 2020 mit Friedhilde Trüün ein SingBeethoven-Projekt durchzuführen. Das SingBeethoven-Projekt könnte die Kinder sogar nach Bonn zum Konzert führen könnte. Eine zweite Aufführung von SingBeethoven ist in Bad Neuenahr geplant. Die Kinder aus dem jetzigen dritten Schuljahr würden als Viertklässler bei SingBeethoven mitmachen.

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