Die Freiheit von Musik und Kunst

Ahrweiler. Zum fünften Mal finden mit einem rund zweieinhalbwöchigen Programm die "Ahrweiler Freiheitswochen" statt. Den "Freiheiter-Preis" erhält der Grafiker und Satiriker Prof. Klaus Staeck.

Den Gedanken von Friede und Freiheit in die Gesellschaft, insbesondere die junge Generation, zu bringen, sei das Ziel des Projekts "Freiheiter" des "Fördervereins Ahrweiler Freiheitswochen", erklärt dessen Vorsitzender Horst Gies: "Wie wichtig die Freiheit ist, zeigt sich an der Situation in Europa und der gesamten Welt." Bei den diesjährigen "Ahrweiler Freiheitswochen", die vom 12. bis zum 29. März veranstaltet werden, steht diesmal die Freiheit der Kunst im Mittelpunkt. "Musik & Kunst bewegen!" lautet das Motto der Veranstaltungsreihe, deren Ansatz laut Wolfgang Grambs, Projektleiter der "Ahrweiler Freiheitswochen", einen Festivalcharakter hat.

Entsprechend dem Motto fiel die Wahl des diesjährigen Preisträgers des "Freiheiter-Preises" auf einen Künstler. Ausgezeichnet wird der Grafiker und Satiriker Prof. Klaus Staeck. Der 81-Jährige wuchs in Bitterfeld auf, siedelte nach dem Abitur nach Heidelberg über und studierte Jura. Bekannt wurde er durch seine satirischen Plakate zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, die insbesondere in den Siebziger und Achtziger Jahren populär waren. Sein Hauptwerk umfasst rund 300 Plakate, die größtenteils aus Fotomontagen bestehen und mit eigenen Sprüchen versehen sind. Bekannt ist etwa das Plakat, das die Erdkugel mit dem Spruch "Die Mietsache ist schonend zu behandeln und in gutem Zustand zurückzugeben" zeigt.

Den Preis wird er am Freitag, 13. März, im Ahrweiler Gymnasium Calvarienberg erhalten. Dort diskutiert er mit Schülern über die Grenzen und das Wirken der politischen Satire. "Die Jugendprojekte liegen uns ganz besonders am Herzen", sagt Wolfgang Grambs. So läuft derzeit etwa der Schülerwettbewerb zum Thema "Musik und Kunst bewegen!".

Rund 30 Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Sie umfassen vor allem Konzerte, Ausstellungen und Diskussionen. Ein Großteil von ihnen ist eintrittsfrei. Anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven sind einige dieser Konzerte dem Bonner Komponisten gewidmet. Die Schirmherrschaft haben mit der Konzertsängerin und Gesangspädagogin Alexandra Tschida sowie Dirigent Prof. Heribert Beissel zwei Persönlichkeiten aus dem Kreis Ahrweiler übernommen.

Ahrweiler Freiheitswochen

Auszug aus dem Programmn

- Samstag, 7. März, Martin-Luther-Kirche Bad Neuenahr, 15 Uhr: "Freiheiter Weckruf - SingBeethoven" - Kinder und Jugendliche singen, Eintritt frei

- Samstag, 14. März, Kleine Bühne im Kurpark Bad Neuenahr, 15 Uhr: "Beethovens Leben in Musik und Wort" für Kinder, ab 2,50 Euro - 20 Uhr: "Ludwig van Beethoven" Benefizkonzert Rotary-Club, ab 20 Euro

- Montag, 16. März, Villa Sibilla Bad Neuenahr, 19 Uhr: "Literatur und Musik" der LiterAHRischen Gesellschaftn Dienstag, 17. März. Anna-Kapelle Walporzheim, 19 Uhr: Konzert "Vom Heute in die Vergangenheit und zurück - die Brücke zwischen der Romantik und dem Hier und Jetzt", Eintritt frei

- Mittwoch, 17. März, Dr. v. Ehrenwall'sche Klinik Ahrweiler, 19 Uhr: Gitarrenkonzert "Von Bach bis Flamenco", Eintritt frein Samstag, 21. März, Winzerverein Lantershofen, 20 Uhr: Konzert "The Lords", ab 22 Euro (VVK)

- Sonntag, 22. März, Galerie Bassi Remagen, 16 Uhr: Vortrag/Diskussion "Kunst und Kunstmarkt heute", EIntritt frein Sonntag, 5. April, 19 Uhr, Abtei Maria Laach: Passionskonzert J.S. Bach

- Das gesamte Programm gibt es unter: www.freiheiter-aw.de

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.