Duale Ausbildung als Fundament einer erfolgreichen Zukunft

Vierter Teil der Wochenspiegel-Serie "Karriereschub 2018"

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Zahl der Auszubildenden im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Koblenz ist in den letzten Jahren konstant geblieben. Die Nachfrage nach gutem Facharbeiterpersonal bleibt dennoch auf sehr hohem Niveau.

»Mit der dualen Ausbildung bieten wir in Deutschland etwas an, was es in dieser Form in ganz Europa nicht gibt«, erklärt Alexander Kohnen, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz und Sprecher des IHK-Regionalbeirates für den Kreis Ahrweiler. Wie gut das deutsche Modell funktioniert belegt Kohnen mit beeindruckenden Zahlen. 3.727 Ausbildungsbetriebe gibt es im Kammerberzirk der IHK Koblenz, 300 davon sind im Kreis Ahrweiler beheimatet. Im Kreis gibt es in Berufen, die unter die Ägide der IHK fallen,  etwa 1.100 Auszubildende. 400 davon haben 2017 eine Ausbildung begonnen. »Die Zahlen bleiben konstant, das spricht für die Attraktivität und für die Vielfalt der Ausbildungsberufe«, erklärt Kohnen. 260 verschiedene Ausbildungsberufe fallen in den Bereich der IHK, unterteilt in kaufmännische und gewerblich-technische Berufe.

Neue kreative Berufsbilder

»In den letzten Jahren haben sich viele neue, kreative Ausbildungsberufe etabliert beispielsweise im IT-Bereich«, sagt Kohnen. Dass sich die Berufsbilder mit der Zeit wandeln, weiß auch Dr. Bernd Greulich. Er ist IHK-Regionalgeschäftsführer für den Landkreis Ahrweiler. »Die Entwicklung orientiert sich an entstehenden Märkten, wie beispielsweise dem Online-Handel. So gibt es heute beispielsweise einen Ausbildungsgang zum Kaufmann beziehungsweise zur Kauffrau im E-Commerce«, erklärt Greulich.

 

Vorteile einer dualen Ausbildung

Die Vorteile einer dualen Ausbildung liegen für Alexander Kohnen klar auf der Hand: »Man lernt in der Schule etwas, kann es im Betrieb umsetzen und verdient zudem Geld. Das Unternehmen erkennt  die Qualitäten des Auszubildenden und kann sich langfristig gutes Facharbeiterpersonal sichern«.
»Die duale Ausbildung kann das Fundament einer erfolgreichen Zukunft sein«, erklärt der IHK-Vizepräsident weiter. Steht das Fundament, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Die IHK-Akademie bietet beispielsweise Fortbildungen zum Meister, Fachwirt oder Betriebswirt an. »Eine abgeschlossene Fortbildung zum Fachwirt hat nach europäischen Standards Bachelor-Niveau«, betont Bernd Greulich.  

Trainingsprogramm: Fit in die Lehre

Aber auch im Vorfeld oder zu Beginn einer Ausbildung bietet die Industrie- und Handelskammer interessante Kurse an. So wie der Trainingskurs »Fit in die Lehre«. Dieser dient zur Unterstützung von Berufsanfängern und soll helfen den Übergang von der Schule in den Beruf zu meistern. Auch jungen Menschen, die bereits eine Ausbildung begonnen haben, kann das Training wichtige Kompetenzen vermitteln. »Teilweise werden die Kurse auch in Betrieben oder an Schulen angeboten«, sagt Greulich. Einen sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand können Auszubildende während ihrer Lehre durch einen Auslandsaufenthalt erhalten. Auch hier berät die IHK Azubis und Betriebe.
Trotz guter Ausgangslage im Ausbildungsektor sieht Alexander Kohnen zukünftig große Aufgaben, auf die Kammer und Unternehmen zukommen. »Wir müssen uns weiterhin sehr anstrengen um die hohe Zufriedenheit der Unternehmen zu halten. Das heißt wir müssen noch attraktiver werden um so neue Fachkräfte zu generieren«, resümiert der IHK-Vizepräsident.

Infos unter: www.ihk-koblenz.de


Ansprechpartnerin zum Thema Auslandsaufenthalte ist  Louisa Krekel, Tel.: 0261/106288, krekel@koblenz.ihk.de

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