Geldregen für das neue Twin-Bad

Bad Neuenahr. Der Bund hat für den anvisierten Neubau des Twin-Bades eine Fördersumme in Höhe von 3,1 Millionen Euro bewilligt.

In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler Ende März informierte die Verwaltung die Ausschussmitglieder darüber, dass das Freizeitbad "Twin" noch nicht in das Förderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" des Bundes aufgenommen worden sei. Und das obwohl die Stadt eine "engagierte und umfassende Bewerbung" vorgelegt habe. Die Stadtverwaltung hatte auf einstimmigen Beschluss der Ratsfraktionen im August einen Antrag nach Berlin geschickt.

Jetzt aber flatterte der Stadt ein Förderbescheid des Bundes ins Haus. Der Bund will sich am Neubau des Twin-Bades mit 3,1 Millionen Euro beteiligen. Diese Meldung der CDU-Stadtratsfraktion bestätigte die Stadtverwaltung auf Anfrage des Wochenspiegels.

 

Zuschuss des Landes ist noch fraglich

Noch ausstehend ist eine Antwort aus Mainz. Denn auch beim Land hatte die Stadtverwaltung einen Förderantrag gestellt. Hier stehen rund 2,7 Millionen Euro an Zuschüssen in Aussicht. Da der Bund nun einen positiven Bescheid in die Kreisstadt geschickt hat, ist noch nicht sicher, ob das Land eine Förderung ebenfalls bewilligt. Die Stadtverwaltung wird in Kürze schon einmal intern prüfen, ob eine Zusage des Landes wahrscheinlich ist oder nicht.

Rund 12,7 Millionen Euro wird der Twin-Neubau wohl kosten, sofern er in die Realisierung geht. Allerdings wird der Bau etwas teurer, da die Genehmigungsbehörde Änderungen am Bauantrag gefordert hatte. Die Architekten und Fachplaner arbeiten zur Zeit an der Ausführungsplanung und Fortschreibung der Kosten.

Insbesondere im Bereich Brandschutz wurden höhere Anforderungen gestellt. Zudem machten Gutachten eine Überarbeitung der Statik notwendig. So muss das Gebäude unter anderem rund einen Meter höher gebaut werden als geplant, um Grundwasser-und Hochwasserthematiken während der Bauzeit mit vertretbarem Aufwand zu beherrschen. Deshalb wird später auch mehr Material zur Anfüllung an das vorhandene Gelände benötigt.

Die Kosten für den anvisierten Neubau sollen insbesondere über den Verkauf städtischer Grundstücke finanziert werden. Derzeit steckt die Verwaltung mitten in den Vorbereitungen, teils auch schon Durchführungen. Welche Flächen veräußert werden, hatte der Stadtrat im August 2018 beschlossen.

 

Erste Verkaufsverträge sind in Planung

Das sogenannte "Piuswäldchen", das nun als Landesgartenschau-Projekt "Auf den Steinen" firmiert, und für die Südwiese Twin-Bades sind die Entscheidungen in den Vergabeverfahren getroffen worden.

Bis August 2019 sollen die entsprechenden Verkaufsverträge geschlossen sein. Für beide Grundstücke hatte die Stadtverwaltung einen Verkaufserlös in Höhe von rund 4,14 Millionen Euro prognostiziert. Diese Summe wird die Stadt nach aktueller Einschätzung der Verwaltung auch erhalten.

Für den Bereich "St.-Pius-Straße" hatte der Stadtrat im Dezember die Aufstellung der Bebauungsplanänderung sowie die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit und der Behörden beschlossen. Dazu laufen in diesem Monat weitergehende Beratungen zur Art und Weise der Grundstücksvergabe.

Außerdem wird über die erforderlichen städtebaulichen Rahmendaten beratschlagt. Für die letzte Refinanzierungsfläche "Oben in der Hardt/Königsfelder Straße" läuft aktuell das notwendige landesplanerische Verfahren. Nach dessen Abschluss soll in Vermarktung und Bauleitplanung eingetreten werden.

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