Neues TWIN-Bad soll kommen

Stadtrat stimmt dem Vorhaben trotz Finanzierungslücke zu

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Um Kosten zu sparen, soll das bestehende TWIN bereits im Frühjahr 2021 geschlossen werden.

Das neue TWIN-Bad in Bad Neuenahr soll gebaut werden. Das hat der Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Baugenehmigung liegt seit März vor. Aktuell arbeiten Stadtverwaltung, Architekten und Fachplaner an der genauen Ausführungsplanung des neuen Bades. Derzeit geht die Verwaltung davon aus, dass der Abriss des alten und der Bau des neuen TWIN zusammen rund 17 Millionen Euro kosten werden. Darin eingerechnet ist die geschätzte Steigerung der Baukosten von rund 1,6 Millionen Euro von der letzten Berechnung im April 2019 bis zur geplanten Fertigstellung des Bades 2022. Aktuell sei die Schätzung der allgemeinen Baupreissteigerung allerdings »noch unsicherer als üblicherweise«, heißt es seitens er Verwaltung. Finanziert wird das Projekt einerseits durch den Verkauf städtischer Grundstücke. Von den fünf Flächen sind drei bislang vermarktet. Für die Wiese östlich des TWIN, die nach ursprünglichen Berechnungen 540.000 Euro bringen sollte, hat sich seit zweieinhalb Jahren noch kein Interessent gefunden. Die Entwicklung der Wohnbaufläche »Oben in der Hardt/Königsfelder Straße« ist noch im Gange.

Die Gemeinde Grafschaft will sich am Projekt mit 1,2 Millionen Euro – verteilt auf vier Jahre – beteiligen. Die Verbandsgemeinde Alten­ahr will sich mit 50.000 Euro beteiligen. Der Bund fördert das Vorhaben mit 3,1 Millionen Euro, der Kreis Ahrweiler mit 1,1 Millionen Euro. Auch das Land hatte ursprünglich 2,7 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Da der Bund aber zwischenzeitlich seine Förderung zugesagt hat, hat das Land den Förderantrag abgelehnt. Nun fehlen noch rund drei Millionen Euro zur Finanzierung des Projekts. Um einen Teil dieser Finanzierungslücke zu schließen, soll das bestehende TWIN nun bereits im Frühjahr 2021 – und somit etwa ein Jahr früher als geplant – geschlossen werden. So sollen für die rund zwei Jahre der Schließung Betriebskosten in Höhe von insgesamt 940.000 Euro eingespart werden.

Das Schul-und Vereinsschwimmen könnte in der Zwischenzeit in verminderter Form im Schwimmbad der Schulen auf dem Calvarienberg stattfinden. Im Jahr 2016 hatte der Stadtrat festgelegt, dass das Projekt nur dann umgesetzt wird, wenn seine Refinanzierung geklärt ist. Dem Projekt wurde nun dennoch mehrheitlich zugestimmt.

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