Nur mit Termin ins Impfzentrum

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Terminausfälle werden ab Montag, 21. Juni, durch Überbuchungsraten kompensiert

Seit mehr als sechs Monaten ist das Team des Landesimpfzentrums Grafschaft-Gelsdorf für die Kreisbevölkerung im Dauereinsatz. Es wurden unzählige Überstunden an Abenden, Wochenenden und Feiertagen geleistet. Jetzt braucht es die Solidarität aller Menschen im Kreis:

„Ein Großteil unserer Bevölkerung ist bereits geimpft. Unsere Impfquoten liegen über Landes- und Bundesdurchschnitt. Seit einigen Tagen kommt es jedoch im Landesimpfzentrum vermehrt zu erheblichen Terminausfällen, da Menschen ihre Impftermine, ohne abzusagen, nicht wahrnehmen. In diesem Fall muss unser Team unverzüglich aufwendig sogenannte ‚Nachrücker’ kontaktieren, die dann kurzfristig bereit sein müssen, einen Impftermin wahrzunehmen. Denn klar ist: Bei uns wird kein Impfstoff weggeworfen! Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben wir sofort reagiert und über die zentrale Terminvergabestelle des Landes die sogenannte Überbuchungsrate nochmals deutlich erhöht. Dies bedeutet, dass wir das ‚Flugzeug‘, wie die Fluggesellschaft um bis zu 20 Prozent voller machen, um Terminausfälle zu kompensieren“, erklärt Impfzentrumskoordinator Fabian Schneider.

Falls Impfdosen aufgrund verpasster Termine nicht planmäßig verabreicht werden können, kontaktiert das Impfzentrum auf Grundlage der Wartelisten des Landes im Kreis Ahrweiler wohnende „Nachrücker“, die für eine Impfung in Frage kommen.

„Unser wichtigstes Ziel bleibt weiterhin, alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises schnellstmöglich zu impfen. Es ist daher in höchstem Maße unsolidarisch, wenn Menschen ihre vom Land vergebenen Impftermine ohne abzusagen nicht wahrnehmen“, betont Landrat Dr. Jürgen Pföhler.

Derzeit warten im Kreis Ahrweiler nur noch rund 7000 impfwillige Bürgerinnen und Bürger auf einen Impftermin. All diejenigen, die bereits eine Impfung über den Haus- oder Betriebsarzt erhalten haben beziehungsweise den Impftermin aus anderen Gründen nicht wahrnehmen können, werden eindringlich gebeten, diesen auf https://impftermin.rlp.de oder unter der Hotline 0800/5758100 mit Vorgangs- oder Impfnummer mindestens vier Tage vorher abzusagen, um anderen die Chance für eine Impfung zu geben. Impfungen ohne einen vorher vergebenen Impftermin sind weiterhin nicht möglich.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.