B 9 bei Sinzig bleibt länger gesperrt

Teil der beschädigten Brücke wird abgerissen

Sinzig. Derzeit herrscht an der Ahrbrücke bei Sinzig akute Einsturzgefahr. Der Verkehr wird über die A 61 und die A 3 großzügig umgeleitet.

Die schweren Schäden, die die Brücke an der B 9 bei Sinzig durch die Flutkatastrophe davongetragen hat, machen eine längere Sperrung der Straße nötig. Das teilt der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM RP) mit. Die Brücke besteht aus zwei Bauwerken mit zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung. Beim Bauwerk in Fahrtrichtung Koblenz besteht akute Einsturzgefahr. Es ist nicht mehr nutzbar und muss abgerissen werden. Die Einsturzgefahr könnte auch zu einer Schädigung des noch intakten Bauwerks in Fahrtrichtung Bonn führen. Daher kann die B 9 derzeit nicht für den Verkehr freigegeben werden. Beide Bauwerke werden derzeit auf mögliche Bewegungen hin beobachtet.

Zudem untersucht der LBM mit einem Sachverständigen derzeit die Fundamente unterhalb der Pfeiler und der Widerlager auf Unterspülungen und Auskolkungen hin. Derzeit sei der Wasserstand von Ahr und Rhein allerdings noch zu hoch, um zu abschließenden gesicherten Erkenntnissen zu gelangen, heißt es seitens des LBM: "Sobald die Untersuchungen und daraus gegebenenfalls resultierende Sicherungsmaßnahmen der Fundamente abgeschlossen sind, wird ein Prüfingenieur für Baustatik die Standsicherheit und Verkehrssicherheit des noch intakten Bauwerks insgesamt begutachte."

Aufgrund der Einsturzgefahr sowie des Platzes, den die Baustelle und die Abbruchgeräte benötigen, bleibt die B 9 bis zum Abbruch dieses Bauwerks gesperrt. "Für die Neuerrichtung des Bauwerks in Fahrtrichtung Koblenz benötigen wir Planungsvorlauf für die technische Bearbeitung. Wir prüfen beschleunigte Bauweisen, z. B. unter Einsatz von Fertigteilen", heißt es seitens des LBM. Eine belastbare Aussage, wie lange die Maßnahmen dauern, sei derzeit noch nicht möglich. Der Verkehr wird großräumig über die A 61 und die A 3 umgeleitet.

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