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3.600 Menschen müssen evakuiert werden

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände »Auf der Rausch« wurde im Ortskern von Ahrweiler eine 250 Kilo schwere amerikanische Fliegerbombe entdeckt.
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»Die Bombe hat eine mechanische Aufschlagzündung«, erklärt Bürgermeister Guido Orthen. Durch diese Zündung habe man mehr Zeit, die Entschärfung zu planen.  Bei einer Säurezündung hätte die Bombe sofort nach dem Fund entschärft werden müssen.
Dass man den Vorgang planen kann, ist für die Einsatzkräfte ein Segen, denn es muss ein großer Radius für die Entschärfung evakuiert werden. 500 Meter rings um die Fundstelle müssen menschenleer sein, damit der Kampfmittelräumdienst die Entschärfung in Angriff nimmt. Damit sind in Ahrweiler 2.150 Haushalte und 3.600 Menschen betroffen. Darunter die Ehrenwallsche Klinik mit 200 Patienen, mehrere Hotels und ein Seniorenheim mit 106 Bewohnern. Geplant ist die Entschärfung für Sonntag, 5. März. An diesem Tag muss das markierte Gebiet bis um 9 Uhr morgens von allen Anwohnern verlassen werden. Schon ab 8 Uhr darf niemand mehr in das abgesperrte Areal einfahren.
Die Polizei wird nach 9 Uhr das gesamte Gebiet kontrollieren und prüfen, dass sich wirklich niemand mehr darin aufhält. »Wir behalten uns vor, Menschen, die ihre Häuser nicht verlassen wollen in Gewahrsam zu nehmen«, erklärt der Erste Polizeihauptkommissar Gerhard Engel. Außerdem sorgen die Beamten dafür, dass niemand den Leerstand für Straftaten nutzt. Für die Dauer der Entschärfung wird den Anwohnern die Unterbringung in der Grundschule Ahrweiler auf der Blankartstraße 13 und im Kloster Calvarienberg angeboten. Dort wird es Getränke und Verpflegung für die Ausquartierten geben. Die Polizei wird laufend über den Einsatz berichten bei Twitter unter @Polizei_KO und bei Facebook unter @PolizeiRheinlandPfalz
Außerdem hat die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Info-Telefon eingerichtet, über das die Anwohner sich informieren können:
0 26 41 / 8 72 64 und
0 26 41 / 8 71 88.