mjo

Absperrungen in die Ahr geworfen

Die Stadt Sinzig hat Straßen gesperrt, nachdem sie dort trotz Corona-Bekämpfungsverordnung Menschenansammlungen festgestellt hatte. Vandalen haben die Schilder und Absperrungen entfernt und in die Ahr und ins Gebäusch geworfen.
Bilder

Im Rahmen von Kontrollen zur Überwachung der Einhaltung der Vorgaben der 5. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz (5. CoBeLVO) hat die Stadt Sinzig verstärkt Ansammlungen von Personengruppen sowie ständigen Fahrzeugverkehr festgestellt. Besondere Hotspots sind hierbei der Parkplatz hinter den Sporthallen der Realschule plus sowie des Rhein-Gymnasiums sowie das Rheinufer im Breich der ehemaligen Nato-Rampe ("Panzerstraße"). Um diese Ansammlungen zu verhindern, wurden insbesondere die jeweiligen Zufahrtsstraßen durch Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen gesperrt. Nunmehr hat die Stadt festgestellt, dass sämtliche Beschilderungen und Absperreinrichtungen vorsätzlich entfernt und in die umliegenden Gebüsche sowie in die Ahr geworfen wurden. Weiterhin wurden Müllgefäße sowie Einrichtungen der Straßenbeleuchtung mutwillig beschädigt, so dass Stromleitungen freigelegt wurden. Die Stadt warnt eindringlich, dass freiliegende Stromleitungen für Menschen lebensbedrohlich sein können. Das Ordnungsamt der Stadtverwaltung Sinzig weist darauf hin, dass das mutwillige Entfernen von Verkehrszeichen sowie die Sachbeschädigungen keine Kavaliersdelikte sind. Die vorsätzliche Missachtung der verkehrsbehördlichen Anordnung des Durchfahrtverbots stelle eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu 2.000 Euro geahndet werden könne. Durch die bewusste Entfernung der Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen sei zusätzlich von einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr auszugehen. Die Bergung der Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen sowie die Neueinrichtung der Sperrung gehe mit einem erheblichen Arbeits- und Kostenaufwand einher. Schilder müssten teilweise ausgewechselt und erneuert werden, da die reflektierende Beschichtung beschädigt worden sei.