Johannes Mager

Ein Schwerpunkt ist der Radverkehr

Im vergangenen September hatte der Remagener Stadtrat das Klimaschutzkonzept beschlossen. Die ersten Maßnahmen sind inzwischen umgesetzt. Wichtiges Thema ist die Mobilität.
Bilder
Klimaschutzmanagerin Chantal Zinke und Bürgermeister Björn Ingendahl wollen das Remagener Klimaschutzkonzept umsetzen.

Klimaschutzmanagerin Chantal Zinke und Bürgermeister Björn Ingendahl wollen das Remagener Klimaschutzkonzept umsetzen.

Foto: Stadt Remagen

Remagen. Die Stadt Remagen setzt die Maßnahmen aus dem im September 2021 verabschiedeten Klimaschutzkonzept schrittweise um. »Wir alle – Regierung, Kommunen und Privathaushalte – müssen tun was wir können, um den Klimawandel zu bremsen. Dabei wollen und müssen wir als Stadtverwaltung unseren Beitrag leisten«, sagt Bürgermeister Björn Ingendahl. Allerdings ist auch die Stadt Remagen von Lieferengpässen bei Rohstoffen infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges betroffen. Bei der Umsetzung einzelner Maßnahmen kann es daher zu teils erheblichen Verzögerungen kommen.

Eine erste Maßnahme wurde im Bereich der Mobilität umgesetzt. Kürzlich führte die Stadtverwaltung Pedelecs für Dienstfahrten sowie das Angebot des Dienstradleasings für die Mitarbeitenden ein. Außerdem beschaffte die Stadt ein erstes E-Fahrzeug für den Bauhof, weitere Elektrodienstfahrzeuge sind bereits bestellt. So will die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel vorangehen und gesunde und emissionsarme Mobilität ermöglichen. Entsprechend des vielfachen Wunsches der Bevölkerung nach mehr und besseren Radwegen, der aus der Online-Befragung zur Mobilität im Herbst 2020 hervorging, stellte die Stadt Ende 2021 zwei neue Radwege her. Zwischen dem Ortsteil Kripp und Sinzig wurde der bereits vorhandene Wirtschaftsweg ausgebaut und mit einem fahrrad­tauglichen Belag versehen. Ebenso wurde zwischen Unkelbach und Oedingen ein Wirtschaftsweg auf einer noch fehlenden Strecke von 300 Metern asphaltiert. Aktuell entwickelt die Stadtverwaltung einen Vorschlag für ein Radwegenetz, das im Laufe des Jahres mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Politik diskutiert werden soll.
Wie auch in den letzten Jahren wurden im Stadtgebiet neue Bäume gepflanzt. Zu sehen sind diese etwa am Rheinufer oder auf den Spielplätzen der Stadt. Insgesamt pflanzte die Stadt in diesem Frühjahr über 40 neue Bäume. Bäume haben einen positiven Kühlungseffekt auf das Stadtklima, lockern das Stadtbild auf und bieten Nistmöglichkeiten für verschiedene Vogelarten, erklärt die städtische Klimamanagerin Chantal Zinke. Im laufenden Jahr sollen weitere Maßnahmen in punkto Mobilität und Energieeffizienz umgesetzt werden. Zur Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen plant die Stadt die Errichtung von mehr als 200 Fahrradbügeln und die Installation von weiteren E-Ladesäulen im Stadtgebiet. Darüber hinaus soll, mit wenigen Ausnahmen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h auf den innerstädtischen Straßen eingeführt werden. Dies dient laut Stadt der Förderung der Sicherheit und Gleichberechtigung im Straßenverkehr für alle Mobilitätsformen – sowohl bei Fußgängern, Rad- und Autofahrern. Unter anderem weil sich durch Elektrofahrräder der Bewegungsradius stark erweitert hat, nutzen mehr Menschen das Fahrrad, so Chantal Zinke. Es gelte nun, diesem veränderten Verkehrsverhalten Rechnung zu tragen, um insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer stärker zu schützen.
Im Rahmen des Klimaschutz-Bausteins »Energie« will die Stadt eine Solaranlage auf der künftigen Fahrradüberdachung des Freizeitbades Remagen installieren. Somit soll das Schwimmbad mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Zudem werden die alten Flutlichter des Sportplatzes in Remagen durch moderne LEDs ausgetauscht. Dabei erwartet die Stadt eine Energieeinsparung von etwa 50 Prozent.
Das Klimaschutzkonzept ist hier online einsehbar.