Erleben, was einst in den alten Gemäuern geschah

15 Veranstaltungsorte werden zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, im Kreis Ahrweiler ihre Pforten öffnen. An fast allen Orten gibt es Führungen, an vielen Orten gibt es weiterführende Programmpunkte.
Bilder

Burgen, Kirchen, eine Fabrik und weiteren Gebäuden  – die Liste der Orte, die besucht werden können, ist vielfältig. »Macht und Pracht« lautet das Motto, unter dem der  bundesweite Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr steht. In Altenahr führt Bürgermeister Achim Haag durch die Burgruine Are, die um das Jahr 1000 erbaut wurde. Erhalten sind heute die Reste von Tor und Vorburg, in der Hochburg der Torturm und Spuren des Palas, weiterer Türme, die ehemalige Burgkapelle sowie ein Großteil der Wehrmauer.
Eine weitere Burgruine, die am Tag des offenen Denkmals auf Besucher wartet, ist die Burgruine Arenberg. 1854 wurde auf dem einstigen Burggelände der Höhenburg ein etwa 17 Meter hoher Aussichtsturm errichtet, der heute vom Förderverein betreut wird. Er hat zum Tag des offenen Denkmals von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen bietet Alois Schneider nach Bedarf an.
Eine künstlerische Installation zum Jahresmotto »Kaiserwetter« sowie ein Konzert mit Klangmalerei können die Besucher am im 1939 erbauten Kriegerdenkmal im Kaiser-Wilhelm-Park in Bad Neuenahr erleben. Um 12, 14 und 16 Uhr bietet Gregor Bendel Führungen an. Geöffnet ist von 11 bis 19 Uhr.
Fränschen
In der Appollinariskirche zu Remagen heißt es »Guten Morgen, Herzens bestes Fränschen!«. Dr. Erhard Wacker hält um 13 Uhr einen Vortrag zum Leben von Franz Egon Graf von Fürstenberg-Stammheim. Der Adelige, der von 1797 bis 1959 lebte, erbaute die bedeutende Wallfahrtskirche. Dr. Erhard Wacker, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Archiv Fürstenheim-Stammberg und den Quellen. Im Mittelpunkt des reich bebilderten Vortrags stehen seine Förderung von Kultur und Kirche sowie seine Familie, bedeutende Vorfahren, das Elternhaus, seine Rittergüter, eine schwere Erkrankungen, Reisen, Bibliothek und der Klostereintritt der Tochter. Außerdem wird um 15 Uhr eine Führung durch Kirche und Garten angeboten.
Von der Lohrsdorfer Kapelle aus startet um 10 Uhr ein Rundgang zur Burgruine Landskron. 1206 wurde die Burg von Philip von Schwaben als Stützpunkt gegen den Welfen Otto von Braunschweig und das Erzstift Köln gegründet. Erhalten isnd heute Mauerreste der Ober- und Niederburg erhalten.
Gut erhalten ist die die Stadtmauer in Ahrweiler. Rainer Sturm bietet um 11 Uhr und um 15 Uhr Führungen durch das Ahrtor an. Das Tor wurde bereits 1246 errichtet, aber durch einen Bombenangriff im Januar 1945 fast vollständig zerstört. 1957 wurde es mit Spenden wieder aufgebaut und teilweise ergänzt.
Substanz erhalten
Die Bürgerinitiative Lebenswerte Stadt lädt zur Ausstellung und zu Vorträgen im Ringhotel »Goldener Anker« Bad Neuenahr. Die Ausstellung behandelt den Erhalt alter Substanz, neuer Nutzungsmöglichkeiten und gelungene Ergänzungen. Schon am Samstag, 9. September, gibt es um 14.30 Uhr und um 16 Uhr den Vorträge.
Am Tag des offenen Denkmals beteiligen sich zahlreiche weitere historische Orte wie die ehemalige Propsteikirche Buchholz in Burgbrohl, das altes Pfarrhaus in Kesseling, die Saffenburg in Mayschoß, die Burg Olbrück in Niederdürenbach-Hain, die ehemalige Synagoge in Niederzissen, die historische Fliesenfabrik in Sinzig sowie das Sinziger Schloss. Das komplette Programm ist im Internet zu finden.
www.tag-des-offenen-denkmals.de