Kampf ums Krankenhaus geht weiter

Wie die Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Adenauer Land, die inzwischen als Verein eingetragen ist, in einer Pressemitteilung bekannt gab, gehe der Kampf, um eine "adäquate Grund- und Regelversorgung in Adenau in die zweite Runde". Der Verein habe sich dazu entschlossen, Klage einzureichen.
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"Der Kampf um eine adäquate Grund- und Regelversorgung in Adenau geht in die 2. Runde - die Bürgerinitiative ist nun eingetragener Verein und braucht viele Unterstützer Aus der BI Adenauer Land wird die Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Adenauer Land e.V. Viele Monate haben wir uns sehr intensiv damit beschäftigt und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln gekämpft, um die Grund- und Regelversorgung für unsere Region wieder auf ein zumutbares, gesundes und nicht zuletzt lebensnotwendiges Maß zu bringen. Dazu wurden unzählige Termine (...) und Gespräche(...) abgearbeitet", heißt es in der Mitteilung der BI. Auch der Förderverein "Krankenhaus und Notarztstandort Adenau e.V.", VG-Bürgermeister Guido Nisius und Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann hätten intensiv an einer Lösung gearbeitet. Darüber hinaus habe man "eine Demo und Mahnwache veranstaltet, mit einer Unterschriftenaktion 15.000 besorgte Menschen erreicht, bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Krankenhaus unbequeme Fragen an Landrat Dr. Jürgen Pföhler gestellt und Gesetze durchforstet (...) und viel Arbeit im Hintergrund geleistet." Bemühungen blieben umsonst Auch den Den Corona-Lockdown habe man genutzt, um in Briefen an Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landrat Dr. Jürgen Pföhler "nochmals eindringlich auf die lebensgefährliche und unzumutbare Krankenhaussituation in Adenau hinzuweisen und eine Lösung dieser Probleme zu fordern". Man habe sich in einem Brief sogar an Gesundheitsminister Jens Spahn gewandt. Eine Antwort stehe aber noch aus. "Ein weiteres Gespräch mit den Herren Wagner und Kopp der Marienhaus GmbH im Juni 2020 verlief, wie erwartet, ohne Resultat", teilt die BI in dem Schreiben mit. Sogar die Suche nach einem Chirurgen für eine Praxis im Adenauer Krankenhaus werfe Fragen auf. "Fakt ist, aktuell wird kein Chirurg gesucht und unsere Gespräche mit Chirurgen, welche sich Anfang des Jahres auf diese Stelle beworben hatten, widerlegen auch die Behauptung der Geschäftsleitung, dass intensiv gesucht werde", so die BI. Auf Basis dessen sei man intern zu dem Entschluss gelangt, dass alle Bemühungen zu keinem "befriedigenden Ergebnis" geführt hätten und wohl auch nicht mehr führen würden. Deshalb werde man "schnellstmöglich einer renommierten Anwaltskanzlei für Medizin- und Gesundheitsrecht in Köln den Auftrag zur Rechtsmittelprüfung mit dem Ziel der anschließenden Klage erteilen". Die Forderungen der BI im Überblick - Sicherstellung einer 24/7 Betreuung durch einen  Facharzt für Chirurgie für die Menschen im Adenauer Land und weiteren Umgebung, die jährlich hunderttausende Besucher unserer Region, des Nürburgrings und auch für die Mitarbeiter des St. Josef-Krankenhauses in Adena. - Die konservative und operative Frakturbehandlung kleinerer Frakturen sowie die chirurgische Notfallbehandlung (kleine und große (inklusive operative) Wundversorgung) solle möglich sein. - Ebenso sei ein Konzept für die Versorgung mit Notfalloperationen (z.B. Appendix, Milzruptur, etc.) vorzuhalten. - Arbeits- und Schulunfälle sollen in Adenau durch einen D-Arzt tagsüber (inklusive § 6) behandelt werden können. - Darüber hinaus soll die konservative chirurgische Behandlung - auch über Nacht - möglich sein. Um dieses Spektrum darzustellen, sind sowohl chirurgische Betten vorzuhalten, sowie die bereits im Bettenplan ausgewiesenen Betten für Gynäkologie, Urologie und Gefäßchirurgie vorzuhalten. Damit sind laut Krankenhausplan neben kleineren chirurgischen Eingriffen auch gynäkologische Eingriffe (z.B. Abrasio), urologische- und gefäßchirurgische Eingriffe (z.B. Krampfaderoperationen) durchzuführen. In der Konsequenz bedeutet das auch, dass entsprechende anästhesiologische Kapazitäten (Facharzt für Anästhesie und Pflege für Anästhesie) und entsprechende Geräte wie Narkosegeräte, Autoklave, chirurgische Geräte und Instrumente, sowie das Bedienpersonal und Fachpflege vorzuhalten sind. - Zudem müsse sichergestellt werden, dass im Rahmen von Großveranstaltungen am Nürburgring die Versorgung in der Ambulanz intensiviert werden könne, um die wachsende Menge an Patienten in dieser Zeit versorgen zu können. Es sei zu wünschen, dass diese Versorgung am derzeitigen Standort durchgeführt werden könne. Durch die Vereinseintragung der 'Bürgerinitiative Gesundheitsversorgung Adenauer Land e.V.' unter Vorsitz von Daniela Thiesen, Stellvertreterin Monika Hübgen und Schatzmeister Karl-Heinz Tibo sowie die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, habe man ein rechtlich solides Fundament geschaffen. Kontakt zum Verein Wer den Verein unterstützen möchte, kannfür einen Jahresbeitrag in Höhe von 20 Euro beitreten. Hierfür reiche eine kurze Nachricht per E-Mail an bi-adenauerland@web.de oder unter Tel. 02691/1772. Wer spenden möchte (auch gegen entsprechende Quittung) kann dies unter: Volksbank RheinAhrEifel eG, IBAN: DE25 5776 1591 1713 6000 00, BIC: GENODED18 / Kreissparkasse Ahrweiler, IBAN: DE72 5775 1310 1000 5340 63, BIC: MALADE51AHR Beiden Kreditinstituten.