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Karfreitag statt "Car-Friday"

Nur wenige Nürburgring-Touristen kamen in die Eifel. Polizei und Anwohner ziehen eine positive Bilanz.
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Üblicherweise ist der Nürbrugring zu Karfreitag extrem gut besucht. Diesmal war es ruhig. Foto: Mager

Üblicherweise ist der Nürbrugring zu Karfreitag extrem gut besucht. Diesmal war es ruhig. Foto: Mager

Karfreitag ist ein Feiertag der Stille. Auf dem und rund um den Nürburgring ist das üblicherweise anders. Tausende von Auto-Fans und -Tuner treffen sich dort jedes Jahr zur inoffiziellen Eröffnung der Motorsportsaison, ihrem "Car-Friday". Laute Fahrzeuge, überhöhte Geschwindigkeit und rücksichtsloses Fahren sind auf den Straßen innerorts und außerorts rund im die Grüne Hölle keine Seltenheit - zum Leidwesen der Anwohner. In diesem Jahr haben die Kreisverwaltung, die Verbandsgemeinde Adenau und die Polizei eindringlich appelliert, aufgrund der Corona-Situation nicht zum Ring zu kommen. Zudem kündigten sie strikte Kontrollen an. Der Nürburgring ist derzeit sowieso für Touristenfahrten geschlossen. Nun zieht die Polizei eine insgesamt positive Bilanz. Offensichtlich haben die vielfältigen Appelle ihr Ziel erreicht. Nur wenige Besucher kamen gestern in den Großraum Nürburgring. Auch zahlreiche Anwohner tauschten sich in den Sozialen Medien über einen ruhigen Karfreitag aus. Zu Verstößen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kam es laut Polizei nicht. Die Einsatzkräfte konnten verbotene Ansammlungen durch gezielte Gespräche mit den Menschen im Vorfeld verhindern, heißt es im Polizeibericht. Geahndet wurden dagegen einige Verstöße wegen illegaler Veränderungen an Fahrzeugen und Geschwindigkeitsüberschreitungen. Tagesschnellster war ein Motorradfahrer mit gemessenen 170 Stundenkilometern bei erlaubten 70 Stundenkilometern. Wegen erheblicher Mängel wurden vier illegal getunte Autos sichergestellt, so die Polizei.


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